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Linguistic modulation of visual attention
nfluence of a tight-fit or loose-fit singleton distractor on attention in Korean versus German speakers
Johan Albert Saelens
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Ulrich Ansorge
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.54727
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29376.91442.728969-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Auf welche Weise prägt Sprache Kognitionen? In dieser Studie beschäftigen wir uns mit dieser historischen Frage, indem wir den Effekt von sprachlich unterschiedlichen räumlichen Einteilungen auf die visuelle Aufmerksamkeit untersuchen. Während im Koreanischen zwischen enger Passung (kkita) und loser Passung (netha) sprachlich unterschieden wird, geht diese Differenzierung im Deutschen in einer gemeinsamen Präposition auf (in). Hier untersuchen wir die Auswirkungen dieser semantischen Unterscheidung, indem wir beobachten, ob sich Koreanischsprachler im Vergleich zu Deutschsprachlern mehr durch einen Ablenkungsreiz in Form eines Stimulus enger bzw. loser Passung im Additional-Singleton-Paradigma ablenken lassen. In diesem Paradigma werden Teilnehmer dazu aufgefordert auf die Orientierung eines Balkens (horizontal; vertikal) in einem farbcodierten Stimulus (grün; rot) zu reagieren während ebenfalls ein formcodierter Ablenkungsreiz (lose Passung; enge Passung) anwesend ist. In der Tat zeigen unsere Ergebnisse, dass Koreanischsprachler in Anwesenheit des formcodierten Ablenkungsreizes, im Vergleich zu Deutschsprachlern, eine längere Antwortzeit benötigen. Dieses Ergebnis legt einen sprachlichen Einfluss auf visuelle Aufmerksamkeit nahe. Allerdings bleibt zu untersuchen inwiefern dieser Effekte nur einen flüchtigen, oberflächlichen Einfluss oder eine grundlegende, langfristige Veränderung menschlicher Kognitionen darstellt.
Abstract
(Englisch)
What is the nature of linguistic effects on cognition? We set out to tackle this ancient question by testing if linguistic differences in spatial categorization translate into differences in visual attention allocation. While Korean speakers employ the spatial distinction of loose-fit (netha) and tight-fit (kkita), German speakers semantically collapse this distinction into a marker for containment (in). Here, we used this distinction by examining if Korean speakers get more distracted by a loose-fit or tight-fit shape singleton in the additional singleton paradigm compared to German speakers. In this paradigm participants have to respond to the inclination of a bar (horizontal; vertical) inside of a color-defined target (red; green), while a shape-defined distractor (tight-fit; loose-fit) is present. Indeed, we found that Korean speakers compared to German speakers show an increased RT when a tight-fit or loose-fit shape singleton is present. This result indicates an effect of linguistic differences on the allocation of visual attention. However, it remains subject to speculation if these effects represent shallow online effects or more deep-rooted changes of cognition.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Attention Language
Schlagwörter
(Deutsch)
Aufmerksamkeit Sprache
Autor*innen
Johan Albert Saelens
Haupttitel (Englisch)
Linguistic modulation of visual attention
Hauptuntertitel (Englisch)
nfluence of a tight-fit or loose-fit singleton distractor on attention in Korean versus German speakers
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
38 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Ulrich Ansorge
Klassifikation
77 Psychologie > 77.37 Aufmerksamkeit
AC Nummer
AC15256566
Utheses ID
48369
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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