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Erinnerndes Erzählen von Exil und Shoah - narrative Räume bei Fred Wander
Stephanie Marx
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsche Philologie
Betreuer*in
Annegret Pelz
DOI
10.25365/thesis.54789
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13560.30283.689161-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Masterarbeit widmet sich Fred Wanders Hôtel Baalbek (1991). Der Erzähler des Romans musste vor den Nationalsozialist_innen fliehen und erinnert sich hier an den Aufenthalt im titelgebenden Hotel Baalbek im Marseille des Jahres 1942. Die Zeit im französischen Exil endet für den Erzähler und für fast alle der Bewohner_innen des Baalbek mit ihrer Deportation in deutsche Konzentrationslager. In der Arbeit wird der literaturgeschichtlich ungewöhnlichen Verbindung des Erzählens vom Exil und von der Shoah und der spezifischen räumlichen Situierung des Erzählten in einem Hotel nachgegangen. Dabei gilt es herauszufinden, welche Verschiebungen und Akzentuierungen sich auf der Grundlage des thematischen und motivischen Pluralismus ergeben und welche Spezifik des Erzählens daraus resultiert. Dies steht in Hôtel Baalbek in unmittelbarem Zusammenhang mit der Frage nach dem Ablegen eines Zeugnisses von der Shoah und den damit einhergehenden Problemlagen. Unter Rekurs auf eine andere Erzählung Wanders, Der siebente Brunnen (1971), wird verdeutlicht, dass in Wanders Texten das Wissen um die inhärenten Begrenzungen des Zeugnisses stets präsent ist und reflektiert wird. In Hôtel Baalbek wird in gewisser Weise darüber hinaus gegangen, denn die spezifische Konstellation des Romans ermöglicht dem Erzähler, nicht nur als Zeuge von der Shoah zu sprechen, sondern eine weitere erzählerische Aufgabe wahrzunehmen: Er stellt sein Sprechen in den Dienst der Überlieferung.
Abstract
(Englisch)
The master thesis focuses Fred Wanders Hôtel Baalbek (1991). The narrator had to flee from the national socialists and remembers his stay in the title-giving Hotel Baalbek in Marseille in the year 1942 in the novel. The time in French exile ended for the narrator and for almost all guests of the Baalbek with their deportation to German concentration camps. In the thesis the literary historical unusual connection of narrating about exile as well as about the Shoah and the specific spatial situating of narration in a hotel is examined. Thereby it is questioned which shifts and accentuations arise stemming from the base of thematic and motivic pluralism and which specific aspects of narrating result thereof. In Hôtel Baalbek these topics are directly interconnected with the question of bearing witness to the Shoah and its directly accompanying problem areas. With recourse to another narrative of Wander, Der siebente Brunnen (1971), it becomes clear that in Wanders texts the knowledge of the inherent limits of bearing witness to the Shoah is ever present and is reflected upon. Hôtel Baalbek, though, goes beyond this, since the specific constellations of the novel enable the narrator to not only speak as a witness of the Shoah but rather to take on another narrative role: he puts his speaking into the service of passing down knowledge.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
exil shoah Fred Wander testimony holocaust-literature hotel
Schlagwörter
(Deutsch)
Exil Shoah Fred Wander Zeugnis Überlieferung Exilliteratur Holocaustliteratur Hotel Raum
Autor*innen
Stephanie Marx
Haupttitel (Deutsch)
Erinnerndes Erzählen von Exil und Shoah - narrative Räume bei Fred Wander
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
120 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Annegret Pelz
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.70 Literaturwissenschaft: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen
AC Nummer
AC15219889
Utheses ID
48422
Studienkennzahl
UA | 066 | 817 | |
