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Zwischen Traditionsbewusstsein und Modernisierung - Selbst- und Fremdwahrnehmung in Diskursen über das kulturelle Österreich-Bild
Megumi Kurobe
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Austrian Studies - Cultures, Literatures, Languages
Betreuer*in
Roland Innerhofer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.54797
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13557.15184.162071-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie das gegenwärtige kulturelle Österreich-Bild innerhalb Österreichs sowie in Deutschland und der deutschsprachigen Schweiz diskutiert, wahrgenommen und bewertet wird. Analysiert wurden dabei insgesamt 72 Artikel aus jeweils zwei Abonnement-Tageszeitungen aus den genannten Ländern, die folgende Themenkreise beschreiben: die Habsburgermonarchie, die Kunstmusik, Conchita Wurst und die Ars Electronica. Die Analyse betrifft zwei Gegenüberstellungen, die der Selbst- und Fremdwahrnehmung einerseits, die der „traditionellen“ und jüngeren kulturellen Phänomene anderseits. Dadurch wird die Interaktion verschiedener Blickwinkel skizziert, die beim aktuellen Konstruktions- und Veränderungsprozess des kulturellen Österreich-Bildes eine wichtige Rolle spielen. Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass die Selbstwahrnehmung Österreichs sowie die Fremdwahrnehmung der anderen Länder über Österreich einen starken Rückkopplungseffekt haben: Einerseits wird die Annehmbarkeit der Selbstwahrnehmung Österreichs sowohl innerhalb Österreichs als auch durch die Fremdwahrnehmung kritisch hinterfragt. Anderseits fungiert die positive Fremdwahrnehmung oftmals als die Bestätigung des repräsentierten Selbstbildes Österreichs, wodurch wiederum die Wirkung der inneren Repräsentation verstärkt wird. Die fremden sowie inneren Erwartungen in Bezug auf das kulturelle Österreich-Bild geben zwar für eine weitere kulturelle Entwicklung sowie die allgemeine Imageverbesserung wichtige Hinweise, jedoch können dadurch die Möglichkeiten der freien Entwicklung in kulturellen Bereichen eingeschränkt werden. Weiters implizieren die Ergebnisse auch, dass mit den Begriffen der Selbst- und Fremdwahrnehmung differenziert umgegangen werden muss. Die häufige Interpretation der kulturellen Phänomene aus Österreich als europäische Gegebenheiten durch die ausländische Presse spricht für ein kritisches Bewusstsein dafür, dass die Konzepte von „Selbst“ und „Fremd“ nicht in jedem Kontext national zu definieren sind. Methodisch standen diskursanalytische Ansätze im Mittelpunkt, die für Untersuchung des Verhältnisses der öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurse zur Frage nach der Repräsentation und Konstruktion eines kollektiven Bildes gut geeignet sind. Weiters wurden die Ansätze zu nationalen Gedächtnisorten sowie zum Nation Branding mitberücksichtigt, um eine breitere Perspektive auf das komplexe Thema zu gewinnen. Bezüglich des Nationenkonzepts liegt die Bestimmung Andersons (2005) als vorgestellte Gemeinschaft zugrunde.
Abstract
(Englisch)
The following thesis explores how the current Austrian cultural image is discussed, perceived and evaluated within Austria, as well as in Germany and the German-speaking part of Switzerland. Seventy-two articles from six different newspapers in those three countries were selected for the text analysis used as the basis of this research. They relate to following cultural topics: the Habsburg Empire, classical music, Conchita Wurst as well as the Ars Electronica. The analysis focuses on two contrasts: the self-perception versus the foreign perception, and the "traditional" versus the young cultural phenomena. These comparisons outline the important interaction of different point of views, which play a major role in constructing and changing the current Austrian cultural image. The analysis showed that the Austrian self-perception influences the foreign perception of Austria, but in the same time, is strongly influenced by it. This feedback effect reoccurs in a never-ending cycle; the first key point I would like to highlight is that the acceptance of the Austrian cultural image is critically questioned both by the Austrian self-perception as well as by the foreign perception. The second is that a positive external perception of the Austrian image often serves as a validation for the Austrian’s self-image. This, in turn, reinforces the impact of self-representation. The foreign as well as the self-expectations towards the Austrian cultural image mold its further cultural development and general improvement. However, these expectations can also limit the possibilities of free development in many cultural aspects. The analysis also hints that the terms “self-perception” as well as “foreign perception” can have different meanings, depending in which context they are. They do not necessarily need to be nationalistic terms. Presses of foreign countries often interpret cultural phenomena from Austria as European features. Consequently, a critical consciousness is required to understand which meanings are implied behind the concepts of “self” and “foreign. Methodologically, the main focus was on discourse analytical approaches. These approaches serve to examine the relationship between public and academic discourses about representation and the construction of collective images. Moreover, the approaches of national memory spaces and nation branding were also taken into account, in order to gain a broader perspective on this complex research subject. The nation concept used in this paper is based on Anderson’s notion of the “imagined community” (2005).

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Austrian cultural image self-perception foreign perception culture nation imagined community classical music Habsburg empire Conchita Wurst Ars Electronica collective memory memory spaces nation branding discourse analysis newspaper discourses modernization tradition
Schlagwörter
(Deutsch)
Österreich-Bild Selbstwahrnehmung Fremdwahrnehmung Kultur Gedächtnisorte kollektives Gedächtnis Nation Branding Diskursanalyse Pressediskurse Habsburgermonarchie Kunstmusik Conchita Wurst Ars Electronica vorgestellte Gemeinschaft Nation Traditionsbewusstsein Modernisierung
Autor*innen
Megumi Kurobe
Haupttitel (Deutsch)
Zwischen Traditionsbewusstsein und Modernisierung - Selbst- und Fremdwahrnehmung in Diskursen über das kulturelle Österreich-Bild
Paralleltitel (Englisch)
Between the seen-as-traditional and modernization : self-perception and foreign perception in discourse on the Austrian cultural image
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
152 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Roland Innerhofer
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.15 Wissenschaftspolitik, Kulturpolitik ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.32 Öffentliche Meinung ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.33 Pressewesen ,
08 Philosophie > 08.42 Kulturphilosophie ,
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein: Allgemeines ,
15 Geschichte > 15.01 Historiographie ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.10 Sprache in Beziehung zu anderen Bereichen der Wissenschaft und Kultur ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.08 Deutsche Sprache und Literatur ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines ,
85 Betriebswirtschaft > 85.40 Marketing
AC Nummer
AC15205275
Utheses ID
48430
Studienkennzahl
UA | 066 | 818 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1