Detailansicht
Brücken, Brüche und Spiegelungen – die Autorinnen Veza Canetti und Mela Hartwig im Vergleich
Hanna Jungwirth
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Vergleichende Literaturwissenschaft
Betreuer*in
Norbert Bachleitner
DOI
10.25365/thesis.55033
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21472.56845.949553-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht die Verbindungen zwischen den Autorinnen Mela Hartwig und Veza Canetti und die Wechselwirkung zwischen ihrem Leben und Schaffen. Hartwigs als auch Canettis vielversprechende Karriereanfänge während der Zwischenkriegszeit wurden durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten und die damit verbundene Flucht ins englische Exil jäh beendet. Die Arbeit gliedert sich in drei Teile, welche die Titel Brücken, Brüche und Spiegelungen tragen, und behandeln den Beginn ihres literarischen Schaffens, die Flucht und das Leben im englischen Exil, sowie die späte Wiederentdeckung beider Autorinnen. Im Mittelpunkt steht hierbei stets die Frage, wie sich die jeweiligen soziohistorischen, politischen und persönlichen Lebensumstände auf das literarische Werk Hartwigs und Canettis auswirkten und wie sie zeitgenössische Themen wie u.a. Sozialismus, Frauenfrage oder Psychoanalyse und nach ihrer Flucht den Verlust der Heimat und das Leben im Exil literarisch verarbeiteten. Der Vergleich der Autorinnen zeigt die unterschiedliche Aufarbeitung jener Themen auf literarischer Ebene, so sind Hartwigs Werke von einer expressionistischen Schreibweise geprägt, während Canetti weitestgehend den Ton der Neuen Sachlichkeit bedient. Der letzten Endes erfolglose Versuch, nach dem Krieg in Österreich wieder literarisch Fuß zu fassen, steht für das Schicksal vieler ExilautorInnen und macht die Notwendigkeit der Aufarbeitung jener Werke und AutorInnen deutlich, die in Vergessenheit geraten sind.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines the connections between the work and life of Veza Canetti and Mela Hartwig. Both were Austrian authors who shared similar experiences during the interwar years, including successful career beginnings during that time. However, this success came to an abrupt end due to the Nazi’s rise to power. Hartwig and Canetti both had to flee the country and found refuge in England. This thesis is divided into three parts, Bridges, Rifts and Reflections and addresses the beginnings of their careers, their escape to England, their life in exile and their rediscovery in the late 1980s. This thesis examines the question how sociohistorical, political and personal circumstances influenced Hartwig’s and Canetti’s lives and artistic work and how current topics like socialism, women’s rights, psychoanalysis and their experiences as refugees became part of their literary work. The comparison between Hartwig and Canetti analyzes the various literary approaches of these topics. Hartwig used an expressionistic way of writing whereas Canetti’s style was influenced by new realism. Hartwig and Canetti were both never able to attain a literary comeback during their lifetime which serves as an example for many exiled authors during that time and therefore explains the necessity and importance of rediscovering and reviving interest in those forgotten authors and their lost literary works.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Veza Canetti Mela Hartwig 1897-1963 1893-1967
Schlagwörter
(Deutsch)
Veza Canetti Mela Hartwig 1897-1963 1893-1967
Autor*innen
Hanna Jungwirth
Haupttitel (Deutsch)
Brücken, Brüche und Spiegelungen – die Autorinnen Veza Canetti und Mela Hartwig im Vergleich
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
126 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Norbert Bachleitner
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.92 Vergleichende Literaturwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC15210984
Utheses ID
48638
Studienkennzahl
UA | 066 | 870 | |
