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Le roman de la terre "Maria Chapdelaine" (1916) de Louis Hémon et les caractéristiques de ce genre littéraire
Sarah Durig
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Französisch UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Jörg Türschmann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.55250
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17489.25477.480052-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit den gattungsspezifischen Charakteristika des frankokanadischen Landromans. Dieses literarische Genre entwickelte sich im 19. Jahrhundert aufgrund der ökonomischen und sozialen Umbrüche in Kanada. Die frankokanadische Bevölkerung wurde durch die englische Kolonialmacht in Bezug auf Kultur, Religion und Sprache aufgefordert, sich an die englischen Sitten und Gebräuche zu assimilieren. Zudem hatte die Wirtschaftskrise im 19. Jahrhundert zur Folge, dass sich ein Großteil der Landbevölkerung in den Städten niederließ. Diese zwei Faktoren führten schließlich zu einer Identitätskrise der verbleibenden Landbevölkerung. Die Identität der Frankokanadier, die von den Traditionen ihrer Vorfahren, den ersten Kolonialisten Kanadas geprägt war, drohte zunehmend verloren zu gehen. Aber unter dem Einfluss der katholischen Kirche wurde die Aufrechterhaltung der frankokanadischen Werte zur Ideologie. Dieses nationale Bewusstsein der frankokanadischen Gesellschaft erreichte seinen Höhepunkt mit dem Aufkommen des Buchdrucks und der Publikation der ersten frankokanadischen Romane. Besonders die Autoren der Landromane machten es sich zur Aufgabe, in ihren Texten die frankokanadischen Werte zu propagieren, um somit die nationale Identität der Frankokanadier zu wahren und zu stärken. Zu diesem Zweck bringen die Romane das bäuerliche Landleben zum Ausdruck. Eines der bekanntesten Werke dieses Genres ist „Maria Chapdelaine“ (1916) vom französischen Autor Louis Hémon. Der Roman wurde im Jahre 1914 in einer Zeitung veröffentlicht und erst zwei Jahre später, im Jahre 1916 in Buchform herausgegeben. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Familie Chapdelaine, welche mit ihren sechs Kindern in Péribonka, einer sehr ländlichen Gegend, fern von jeglicher Zivilisation lebt. Die Familie verkörpert das Idealbild der Frankokanadier, da sowohl die Landarbeit als auch die Religion, die Sprache und die Familie eine sehr wichtige Rolle in ihrem Alltag einnehmen. Anders als die Autoren der ersten Landromane, thematisiert Hémon in „Maria Chapdelaine“ nicht nur die Nachteile einer Existenz in den Städten, sondern auch jene des Landlebens. Genau diese Gegenüberstellung von Stadt und Land liefert Hémon den Stoff für diesen Roman. Maria, die älteste Tochter der Familie Chapdelaine ist im heiratsfähigen Alter und wird von drei Verehrern umworben. Die drei Männer verkörpern jeweils unterschiedliche Typen der frankokanadischen Gesellschaft im 19. Jahrhundert. Da ihr Favorit, der Waldläufer François tragisch ums Leben kommt, muss sich Maria nun zwischen dem Bauern Eutrope und dem Städter Lorenzo entscheiden. Anfangs ist das Mädchen noch entschlossen, Péribonka für ein besseres, luxuriöseres Leben in der Stadt zu verlassen. Am Ende des Romans entscheidet sich Maria für Eutrope und setzt somit ein Zeichen für die Aufrechterhaltung der frankokanadischen Gesellschaft. Das Werk von Louis Hémon kann somit zur kanadischen Nationalliteratur gezählt werden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Kanada Louis Hémon Landroman Maria Chapdelaine
Autor*innen
Sarah Durig
Haupttitel (Französisch)
Le roman de la terre "Maria Chapdelaine" (1916) de Louis Hémon et les caractéristiques de ce genre littéraire
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
84 Seiten
Sprache
Französisch
Beurteiler*in
Jörg Türschmann
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.70 Literaturwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC15248648
Utheses ID
48828
Studienkennzahl
UA | 190 | 347 | 299 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1