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Barrieren für das Pflegepersonal bei der Durchführung nichtmedikamentöser Interventionen bei Menschen mit Demenz in der Langzeitpflege am Beispiel der strukturierten Tagesplanung
Alina Schottak
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Pflegewissenschaft
Betreuer*in
Antje Koller
DOI
10.25365/thesis.55582
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30920.73168.620463-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Hintergrund
Die Betreuung von demenziell Erkrankten stellt sowohl für Angehörige, die Medizin als auch für die professionelle Pflege eine große Herausforderung dar. Aufgrund des bis dato bestehenden Mangel an einem Heilungsmittel gegen diese Erkrankung steigt der Stellenwert bei der Durchführung von nicht medikamentösen Interventionen. Es gibt steigende Evidenz, dass einzelne Maßnahmen, wie z.B. die Erstellung und Einhaltung eines gut sichtbaren und strukturierten Tagesplanes für die Betroffenen, zu einer Verminderung des agitierten und depressiven Verhaltens sowie zu einer Steigerung der Lebensqualität und der sozialen Interaktionen führen. Die Durchführung solcher alternativen Behandlungsmaßnahmen weißt in der Praxis Barrieren auf, welche zu einer nicht ordnungsgemäßen Durchführung dieser Interventionen führen. Durch eine nicht ordnungsgemäße Anwendung wird allerdings der Effekt der Maßnahmen stark gemindert. Ziel dieser Arbeit ist es in einem zweiphasigen Vorgehen festzustellen, welche Barrieren für das Pflegepersonal bei der Umsetzung dieser nichtmedikamentösen Intervention auftreten und wodurch die korrekte Umsetzung dieser Maßnahme verhindert wird.
Methode
In dieser Arbeit wird zur Beantwortung der Forschungsfrage sowohl ein quantitatives als auch qualitatives Vorgehen, gefolgt von einer Synthese der beiden Teile angelehnt an den Mixed-Methods-Ansatz durchgeführt.
Umsetzung
Im quantitativen Part dieser Arbeit soll in zwei ausgewählten Pflegeheimen die Interventionshäufigkeit, -gruppe, -dauer, -zeitraum sowie –ausmaß der Erstellung eines Tagesplanes für demente Personen erhoben werden. Anhand eines qualitativ durchgeführten Fokusgruppeninterviews mit diplomiertem Gesundheits- und Krankenpflegepersonal, das diese Tagespläne im Pflegealltag erstellt, soll dargestellt werden, welche förderlichen und hinderlichen Faktoren Pflegende bei der Durchführung dieser Maßnahme erleben.
Ergebnisse
Im Zuge der quantitativen Beobachtung konnten 18 von 20 (90%) geplanten Beobachtungen durchgeführt werden, bei denen die durchschnittliche Dauer 17 Minuten betrug. Die Erstellung eines strukturierten Tagesplanes variiert trotz einer Vorlage, welche die Positionierung des Tagesplanes, die Schriftgröße, die farbliche Gestaltung aber auch vorgefertigte Kärtchen mit unterschiedlichen Aktivitäten beinhaltet, zwischen den einzelnen Pflegepersonen sehr stark. Die Gruppengröße beträgt durchschnittlich 7,5 Personen und überschreitet dadurch die Maximalgröße beinahe täglich. Die bei der quantitativen Beobachtung offengebliebenen und ungeklärten Fragen wurden im Interviewleitfaden für das qualitative Fokusgruppeninterview eingearbeitet. Insgesamt nahmen 4 Pflegepersonen an diesem qualitativen Interview teil. Im Zuge dieses Vorgehens wurde der Frage nachgegangen, wie Pflegepersonen die Durchführung dieser Intervention erleben. Das Erleben der Pflegepersonen kann in drei Aspekte gegliedert werden: institutionelle Rahmenbedingungen, kognitive Fähigkeiten sowie Emotionen der Pflegepersonen. Diese Aspekte können von Pflegeperson zu Pflegeperson unterschiedlich stark ausgeprägt sein, doch die Summe dieser stellt für jede Pflegeperson das individuelle Erleben dar.
Abstract
(Englisch)
Background
Medicine and nursing are facing a major challenge in terms of dementia treatment. Due to the lack of a cure for this condition the importance of non-pharmacological intervention is increasing. Academic research suggests that a daily schedule for people suffering from dementia reduces agitated and depressed behaviour and improves the quality of life as well as social interactions. In practice the implementation of alternative treatments, such as a daily schedule, often face barriers in the various institutions that may cause improper application. If this is the case, any chance of improvement fails. This scientific paper is structured in two phases. It aims to identify the barriers which the nursing staff faces when applying non-pharmacological interventions as well as which circumstances prevent these treatments from succeeding.
Method
In this study quantitative and qualitative approaches are used to answer the research question. This is followed by a synthesis of these two parts, based on the mixed methods design.
Implementation plan
The quantitative part of this thesis collects the frequency, group, duration, period and extent of the implementation of a daily schedule for people suffering from dementia in two selected nursing homes. The qualitative part of this study reviews focus group interviews which are held with certified health and nursing staff who create daily schedules in the nursing routine. These interviews focus on the experiences of the caretakers concerning this intervention. The aim of the synthesis of these two parts is to summarize the important results.
Results
In the quantitative part of this study 18 out of 20 (90%) planned observations were carried out with an average duration of 17 minutes. The creation of a structured daily schedule varies between the nursing staff. There is a template that includes the positioning of the daily schedule, the font size, the colour scheme and some prefabricated cards with different activities. The average size of the group is 7.5 people which means that the maximum size exceeds almost every day. The unanswered questions in that part of this study were incorporated the interview guide for the qualitative focus group interview. In total 4 nurses took part in this interview. In this part of the study the practical experience with this intervention was superficial. The experience of the nurses can be divided into three aspects: institutional framework, cognitive abilities and emotions. These aspects can vary from nurse to nurse, but the sum of these represents the individual experience for each caregiver.
Conclusion
The interviewed nurses are convinced of the positive effects on the behaviour of this non pharmacological intervention. The positive effects for people with mild to moderate dementia are the increase in well-being, the alleviation of aggressiveness, but also the feeling to be calmer and more open to participate in nursing activities. Despite the limited evidence of this intervention the caregivers are convinced of their impact on the demented residents and are motivated by their own initiative to carry out this intervention in daily practice. Nevertheless a large number of limitations could be identified which made the creation of a well organized daily schedule impossible and the intervation fail.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Dementia non-pharmacological interventions barriers daily plan
Schlagwörter
(Deutsch)
Demenz nicht medikamentöse Interventionen Barrieren strukturierte Tagesplanerstellung
Autor*innen
Alina Schottak
Haupttitel (Deutsch)
Barrieren für das Pflegepersonal bei der Durchführung nichtmedikamentöser Interventionen bei Menschen mit Demenz in der Langzeitpflege am Beispiel der strukturierten Tagesplanung
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
95 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Antje Koller
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC15317698
Utheses ID
49126
Studienkennzahl
UA | 066 | 330 | |
