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Digitales Rollenspiel und Persönlichkeitsentwicklung
psychoanalytische Sichtweisen auf den Akt des Spielens
Katharina Mittlböck
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie (Dissertationsgebiet: Bildungswissenschaft)
Betreuer*in
Wilfried Datler
DOI
10.25365/thesis.55687
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10718.40592.546868-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Dissertation beschäftigt sich mit dem Phänomen des „Digitalen Rollenspiels“ resp. mit dem Akt des Spielens aus psychoanalytischer Sicht. Die übergeordnete Fragestellung lautet:
Welche Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung der Spielerinnen und Spieler kann dem Phänomen des Spielens „Digitaler Rollenspiele“ aus psychoanalytischer Sicht zugeschrieben werden?
Es wird literaturbasiert und auch mit einer empirischen Herangehensweise, welche im Zuge dieser Arbeit in Anlehnung an die Filmpsychoanalyse und an die psycho-analytische Kulturforschung als psychoanalytische Lesart des Akts des Spielens „Digitaler Rollenspiele“ entwickelt wurde, vorgegangen. Dies zielt darauf ab, Thesen zu generieren zu der Frage, ob sich die allgemeine Annahme, dass der Akt des „Digitalen Rollenspiels“ Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung von Spielenden hat, in Hinblick auf bestimmte Aspekte stützen lässt, und wenn ja, in welcher Hinsicht. Hierfür wurden unterschiedliche Theorieaspekte der Psychoanalyse in den Blick genommen. Inhaltliches Ergebnis der Arbeit sind zusammengefasst die folgenden vier Thesen:
Im Zuge von immersivem Gameplay können einst internalisierte Repräsentanzen von Objekt und Selbst auf Avatare resp. auf Spielszenen übertragen werden.
So gesehen kann der Game Space als „Intermediärer Raum“ und ein Avatar als Übergangsobjekt dienen.
Der externalisierende Akt der Übertragung ermöglicht eine spielerische Interaktion mit Avataren, die eine Verkörperung der einst internalisierten Repräsentanzen darstellen.
Aktuelle Interaktionen mit Avataren eröffnen die Chance zur Modifikation und Weiterentwicklung der einst internalisierten Szenen zwischen Selbst und bedeutsamen Objekten, und sind somit als Akt von Persönlichkeitsentwicklung einzustufen.
Die vorliegende kumulative Dissertation besteht aus sechs Fachartikeln, die in den Jahren 2009 bis 2015 publiziert wurden. Die Artikel werden durch Texte ergänzt und in einen der übergeordneten Fragestellung folgenden Kontext gestellt.
Abstract
(Englisch)
The present dissertation addresses the phenomenon of “Digital Role-playing” respectively the act of “Playing” itself from a psychoanalytical perspective. The overriding leading research question is:
What importance can be attached to the phenomenon of digital role-playing for the player’s personal development from a psychoanalytical perspective?
The approach of this paper will be based on the scientific literature and an empirical approach borrowing from psychoanalytical readings of film and cultural studies. The purpose of this is to evaluate if the general assumption that digital role-playing af-fects the players’ personal development can be validated, and in what sense. Several theoretical aspects of psychoanalysis were taken into account. The following four theses are the paper’s substantial result:
Within immersive gameplay, formerly internalised representations of objects and the self can be transferred onto avatars and game scenes.
Therefore, the game space can serve as an intermediate area, and an avatar as a transitional object.
The externalising act of transition enables a playful interaction with avatars who embody the formerly internalised representations.
Recent interactions with avatars offer opportunities for modification and fur-ther development of internalised scenes between the self and important objects and are therefore an act of personal development.
The present cumulative dissertation consists of six scientific papers, which were published in the years between 2009 and 2015. The articles are supplemented with texts and contextualised with the overriding leading question.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Digital Role-Playing Games Game Studies Psychoanalysis/ Personality Development
Schlagwörter
(Deutsch)
Digitales Rollenspiel Game Studies/ Psychoanalyse Persönlichkeitsentwicklung
Autor*innen
Katharina Mittlböck
Haupttitel (Deutsch)
Digitales Rollenspiel und Persönlichkeitsentwicklung
Hauptuntertitel (Deutsch)
psychoanalytische Sichtweisen auf den Akt des Spielens
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
181 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Andreas Hamburger ,
Peter Rödler
AC Nummer
AC15322370
Utheses ID
49209
Studienkennzahl
UA | 792 | 297 | |
