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Sichtweisen Lehrender auf Mehrsprachigkeit am Beispiel eines bilingualen Gymnasiums in Ungarn
Anita Vucenovic
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
Betreuer*in
Anke Sennema
DOI
10.25365/thesis.55723
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10722.51741.642765-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Förderung und Erhaltung von Mehrsprachigkeit waren und sind eines der Hauptziele der Europäischen Union, insbesondere seit der Veröffentlichung des Weißbuches Lehren und Lernen. Auf dem Weg zur kognitiven Gesellschaft durch die Europäische Kommission im Jahre 1995. Das Vorhaben, Kenntnisse in drei europäischen Sprachen zu entwickeln, wurde hier zum ersten Mal formuliert. In der Zwischenzeit hat dieses Phänomen viel Kritik im Kontext von Migrationsgesellschaften entfacht, was hauptsächlich auf die Annahme zurückzuführen ist, dass Zwei- und Mehrsprachigkeit ein Hindernis für den schulischen Erfolg und das berufliche Weiterkommen darstellen. Auf der anderen Seite werden internationale Schulen als prestigeträchtig und elitär betrachtet. Sie werden als das perfekte Beispiel gelebter und bewahrter Mehrsprachigkeit gesehen. Dieses komplexe Bild unterstreicht die Bedeutung von politischen, wirtschaftlichen sowie soziokulturellen Faktoren im Bewertungsprozess der Fähigkeit, mehr als eine Sprache zu sprechen.
In einem kleineren Rahmen entscheiden Schulen selbst und v. a. die Lehrerinnen und Lehrer, welchen Zugang sie wählen werden. Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen die Sichtweisen Lehrender auf Mehrsprachigkeit an einer deutschen Auslandsschule in Ungarn und wie diese ihre tägliche Unterrichtspraxis beeinflussen. Die Schule befindet sich in einer Kleinstadt namens Baja (Südungarn), in einer Region, welche für ihre engagierte deutschsprachige Minderheit bekannt ist. Als Ergebnis bietet das UBZ (kurz für: Ungarndeutsches Bildungszentrum) Unterricht sowohl in Deutsch als Fremd- als auch Erstsprache (genauer gesagt: Minderheitensprache) an. Das Gleiche gilt für Ungarisch. Des Weiteren erhalten die Schülerinnen und Schüler Unterricht in Englisch als Fremdsprache. In Abhängigkeit von ihrem familiären Hintergrund, ihrer Ausbildung und Unterrichtserfahrung sowie ihren eigenen Sprachkenntnissen haben die Lehrenden einen individuellen Zugang zur Mehrsprachigkeit in ihrem Klassenzimmer entwickelt. Die Datenerhebung für diese Masterarbeit wurde mithilfe von leitfadengestützten Interviews mit fünf Lehrenden sowie mithilfe von vier Unterrichtsbeobachtungen durchgeführt, während die Datenauswertung durch die Qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring (2015) erfolgte.
Abstract
(Englisch)
The fostering and preservation of multilingualism have been one of the major goals of the European Union, especially since the publishing of the White Paper Teaching and Learning. Towards the Learning Society by the European Commission in 1995. For the first time, the aim to develop proficiency in three European languages was formulated. Meanwhile, this phenomenon has also aroused much criticism in the context of migratory societies, mainly due to the misconception that being bi- or multilingual can be a hindrance to the academic achievement and professional advancement. On the other hand, numerous international schools are considered prestigious and elite; they are seen as the perfect example of living and preserving multilingualism. This different picture highlights the importance of political, economic, and socio-cultural factors in the process of evaluating one’s ability to speak more than one language.
On a smaller scale, schools themselves and, above all, teachers decide which approach they are going to choose. This paper focuses on the teacher’s attitudes towards multilingualism in a German boarding school and how these are affecting their day-to-day teaching practice. The school is located in the town of Baja (South Hungary), set in a region known for its committed German-speaking minority. As a result, the UBZ (short for Ungarndeutsches Bildungszentrum) offers classes in German as a foreign and as a first language (more precisely, minority language), and the same applies for Hungarian. Furthermore, the students receive lessons in English as a foreign language. Depending on their background, education, teaching experience, as well as their own language skills, the teachers developed an individual approach towards multilingualism in their classrooms. The data assessment for this thesis was performed using guideline-based interviews with a sample of five teachers and four classroom observations, while the data analysis was done based on the Qualitative Content Analysis by Philipp Mayring (2015).
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Bilingualism Multilingualism bilingual school German school abroad
Schlagwörter
(Deutsch)
Zweisprachigkeit Mehrsprachigkeit bilinguale Schule deutsche Auslandsschule
Autor*innen
Anita Vucenovic
Haupttitel (Deutsch)
Sichtweisen Lehrender auf Mehrsprachigkeit am Beispiel eines bilingualen Gymnasiums in Ungarn
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
174 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Anke Sennema
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.23 Mehrsprachigkeit ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.09 Deutsche Sprache
AC Nummer
AC15271220
Utheses ID
49240
Studienkennzahl
UA | 066 | 814 | |
