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Potentiell traumatisierende Ereignisse und Selbstwert
ein systematischer Review
Sara List
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Brigitte Lueger-Schuster
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10724.07339.983161-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der vorliegende Review widmet sich erstmals der Frage, ob sich unterschiedliche potentiell traumatisierende Ereignisse (PTE) auf den Selbstwert (SW) auswirken. Ein Großteil der Bevölkerung erlebt im Lauf der Lebensspanne ein PTE, davon entwickeln 1.9% - 8.3% der Bevölkerung eine Posttraumatische Belastungsstörung. Es wurde eine systematische Literatursuche durchgeführt, bei der gezielt Ergebnisse bezüglich des Zusammenhangs zwischen dem SW im Erwachsenenalter und unterschiedlichen Traumakategorien gesucht wurden. Die traumatischen Ereignisse, die im Kindesalter erlebt wurden, sind größtenteils mit dem SW im Erwachsenenalter korreliert. Die Zusammenhänge zwischen interpersonellen, akzidentiellen und sexuellen traumatischen Ereignissen und dem SW erlauben keine eindeutige Schlussfolgerung, da sich die Ergebnisse teilweise widersprechen beziehungsweise keine Ergebnisse berichtet wurden. Die Zusammenhänge zwischen SW und PTBS lassen eine mediierende beziehungsweise moderierende Rolle des SW zwischen PTE und PTBS vermuten. Die Ergebnisse zeigen, dass das Alter, in dem das Trauma erlebt wurde, sich nachhaltig auf den SW im Erwachsenenalter auswirkt, dies spricht für eine entwicklungspsychologische Perspektive auf den SW. Im Sinne der Bufferhypothese wären Personen, die einen niedrigeren SW entwickelt haben, auch vulnerabler für die Entwicklung einer PTBS, da sie sich selbst für die traumatischen Erlebnisse verantwortlich fühlen.
Abstract
(Englisch)
The present review outlines the specific association of different categories of potentially traumatic events (PTE) and self-esteem (SE). A majority of the population experiences a PTE at least once in their lifetime, 1.9% - 8.3% of which develop a posttraumatic stress disorder (PTSD). The aim of the systematic literature search was to identify publications including empirical data on global self-esteem in adulthood after a PTE. The findings indicate a significant correlation between SE in adulthood and traumatic childhood experiences, but do not support an association between accidental traumatic experiences and SE. The correlations between interpersonal or sexual traumatic experiences and SE do not allow for definite conclusions since results contradict or are not reported. Results suggest a mediating or moderating effect between PTE and PTSD via SE. In accordance to the bufferhypothesis persons with lower SE are also more vulnerable towards developing PTSD. Finally, results show that the age in which trauma is experienced has a lasting effect on adulthood SE. This indicates a developmental-psychological approach to the matter is appropriate.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
self-esteem trauma posttraumatic stress disorder
Schlagwörter
(Deutsch)
Selbstwert Trauma Posttraumatische Belastungsstörung
Autor*innen
Sara List
Haupttitel (Deutsch)
Potentiell traumatisierende Ereignisse und Selbstwert
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein systematischer Review
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
56 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Lueger-Schuster
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC15339666
Utheses ID
49242
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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