Detailansicht

Synthese und prosodischer Transfer zweier südbairischer Dialekte
Sprachsynthese als Beispiel für ein interdisziplinäres Forschungsfeld der Linguistik
Carina Lozo
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Angewandte Linguistik
Betreuer*in
Daniel Büring
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.55842
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10722.45151.806770-3
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Dialekte kodieren längst nicht mehr primär geographische Herkunft, sondern vielmehr auch soziale Identität. Diese Entwicklung kann zum Anlass genommen werden, neue Erkenntnisse der Dialektologie über diese hinaus in anderen Disziplinen wirken zu lassen. Die Dialektsynthese kann einen weiteren fruchtbaren Aspekt für die zeitgemäße Dialektologie darstellen, den sie als Chance wahrnehmen soll, sich als relevantes Forschungsfeld außerhalb der klassischen Sprachwissenschaft zu verorten und als wichtige Ergänzung in der Sprachtechnologie wahrgenommen zu werden. Für die erfolgreiche Synthese von Sprache benötigt man qualitativ hochwertige Sprachkorpora, welche auf segmentaler Ebene bereits vorverarbeitet sind. So ist es erforderlich Sprachdaten auf phonetischer Ebene zu transkribieren und zu segmentieren. Die Zusammenstellung eines solchen Korpus ist ein sehr zeitintensives Unterfangen. In dieser Arbeit wird eine einfache Phonmapping-Methode getestet, um die Synthese eines Dialekts zu realisieren, für den kein qualitativ hochwertiges Korpus verfügbar ist. Stattdessen wird ein bereits trainiertes akustisches Hidden-Markov-Modell (HMM) eines ähnlichen Dialekts verwendet um die Synthese durchzuführen. Als Zieldialekt wird hier das Südweststeirische aus der Ortschaft Zelko (STY) gewählt; der Quelldialekt Innervillgratisch aus Osttirol (IVG) wird zwar zur selben Dialektgruppe (Südbairisch) gezählt, befindet sich jedoch 225km entfernt. Beide Dialekte überschneiden sich hinsichtlich charakteristischen Phonen, wie etwa dem retroflexen Lateral [ɭ]. Es besteht die Absicht die Ähnlichkeit auf Lautebene dieser Dialekte für die Realisierung eines authentischen synthetischen Outputs für STY zu instrumentalisieren. Diese Arbeit erforscht die Anwendungsgebiete prosodiebasierter Ansätze für die Sprachsynthese anhand der zwei südbairischen Varietäten (Südweststeirisch und Innervillgratisch). Mit dem Transfer der Grundfrequenz und Dauer eines Originalsprechers wird gezeigt, dass ein methodischer Ansatz, der variationsspezifische Prosodie berücksichtigt, einen Vorteil für synthetisierten Sprachoutput bedeutet.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Phonetik Sprachsynthese Dialektsynthese Dialekt Prosodie Sprachverarbeitung
Autor*innen
Carina Lozo
Haupttitel (Deutsch)
Synthese und prosodischer Transfer zweier südbairischer Dialekte
Hauptuntertitel (Deutsch)
Sprachsynthese als Beispiel für ein interdisziplinäres Forschungsfeld der Linguistik
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
54 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Daniel Büring
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.06 Sprachwissenschaft: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.18 Dialektologie ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.49 Angewandte Sprachwissenschaft: Sonstiges ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.53 Phonetik, Phonologie ,
54 Informatik > 54.75 Sprachverarbeitung
AC Nummer
AC15282541
Utheses ID
49347
Studienkennzahl
UA | 066 | 899 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1