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Diversität der Moose des Wiener Zentralfriedhofs - alter jüdischer Teil
Vera Osvaldik
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Biologie und Umweltkunde UF Haushaltsökonomie und Ernährung
Betreuer*in
Harald Zechmeister
DOI
10.25365/thesis.55955
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26639.82917.279867-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Im Zuge der Diplomarbeit wurde der alte jüdische Teil des Wiener Zentralfriedhofs hinsichtlich des Moosbestandes untersucht. Die erhobenen Arten wurden in Häufigkeit und Gefährdung der Arten mittels der Roten Liste der Moose Niederösterreich (Zechmeister et al.2013) verglichen. Das Gebiet wurde im Zeitraum von 1. März 2018 bis 17. Mai 2018 bezüglich der Beurteilung der Moosflora untersucht. Von den gesamt 69 Arten wurden 56 Arten als ungefährdet (LC), vier Arten in der Vorwarnstufe (NT), acht gefährdet und eine Art vom Aussterben bedroht eingestuft.
Zudem wurden die verschiedenen Arten nach drei besiedelten Substraten in epilithische - über Silikat, Kalk, Sandstein und Sondersubstraten -, epiphytische (auf lebender Borke) mit totholzbewohnenden sowie Bodenmoose unterteilt. Von den epilithischen Arten wurden 21 Arten über Kalk, sechs Arten über Silikat, fünf Arten auf Sandstein und - die Sondersubstrate betreffend - jeweils eine über Serpentin und eine auf Metall aufgenommen. Epiphytische Arten waren 16 Spezies verschiedene zugegen sowie auf Totholz vier Arten anwesend waren. Boden waren mit 32 Moosarten das am artenreichsten besiedelte Substrat. Manche Arten besiedelten mehrere Substrate.
Der alte jüdische Teil des Wiener Zentralfriedhof bot – wie andere alte jüdische Friedhöfe in Europa auch - durch die geringe Instandhaltung und den damit einhergehenden Wildwuchs einen wichtigen Rückzugsort für verschiedenste Arten – darunter auch Moose. Die häufigsten Arten – auch verglichen mit einer Untersuchung in Polen – waren vornehmlich Ubiquisten. Unter den epilithischen Arten dominierte wie erwartet die Artenanzahl über kalkhaltigem Gestein.
Das Areal bot aber, mit durch Grabaushebungen entstandenen leicht Erde bedeckten Schotterlinsen, ein wichtiges Refugium für xerotherme Moose wie Aloina rigida, Dicranella howei und Pottia lanceolata. Vor allem gestörte, noch nicht von höheren Pflanzen besiedelten Stellen boten einen wichtigen Lebensraum für Pioniermoose.
Zusammenfassend ist anzumerken, dass kleine städtische Parks und Friedhöfe- wie der Zentralfriedhof Wien - wichtige Zufluchtsorte für eine große Vielfalt von Moosarten zu sein scheinen. Somit sind alte und extensiv bewirtschaftete Parkflächen - wie der alte jüdische Teil des Wiener Zentralfriedhofs – wichtige Refugien für selten Moose und können somit fortlaufender Forschung dienen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Diversität der Moose Moosflora Zentralfriedhof Wien alter jüdischer Friedhof Rote Liste
Autor*innen
Vera Osvaldik
Haupttitel (Deutsch)
Diversität der Moose des Wiener Zentralfriedhofs - alter jüdischer Teil
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
41, III, 4 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Harald Zechmeister
Klassifikationen
42 Biologie > 42.52 Bryophyta ,
43 Umweltforschung > 43.31 Naturschutz
AC Nummer
AC15282308
Utheses ID
49435
Studienkennzahl
UA | 190 | 445 | 477 |
