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Medikationsmanagement in der Apotheke mit besonderer Berücksichtigung der CYP450 bedingten Interaktionen
Julia Pabisch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Pharmazie
Betreuer*in
Walter Jäger
DOI
10.25365/thesis.56100
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22749.81687.743264-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Diplomarbeit wurde behandelt, wie Medikationsmanagement in der öffentlichen Apotheke zur Verbesserung der Therapietreue, zur Optimierung von Therapien und zur Arzneimittelsicherheit beitragen kann. Durch Analyse der gesamten Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel eines Patienten können Wechselwirkungen auf pharmakokinetischer und pharmakodynamischer Ebene erkannt und vermieden werden. In dieser Arbeit wurde die Aufmerksamkeit auf Wechselwirkungen über Cytochrom P450 gelegt. Durch Inhibition oder Induktion eines verstoffwechselnden Enzyms der Cytochrom P450 Familie kann es zu gefährlichen Überdosierungen oder zum Wirkungsverlust kommen. Ältere Patienten haben ein größeres Risiko für potentielle Arzneimittelinteraktionen aufgrund von Polypharmazie und altersabhängigen pharmakologischen und pharmakodynamischen Veränderungen ihres Körpers. Anhand von Fallbeispielen wurden die wichtigsten Interaktionen mit Hilfe des Interaktionsprogramms MediQ beschrieben und Lösungsvorschläge erarbeitet. Mit der Einführung der ELGA Funktion „e-medikation“ möchte Österreich in Zukunft einigen anderen europäischen Ländern, die im Moment noch einen Schritt voraus sind, folgen.
Mit Hilfe von Gentests, die genetische Variationen von arzneistoffmetabolisierenden Enzymen bestimmen, könnte in Zukunft die Therapie für jeden Patienten individueller abgestimmt werden. Jedoch kann nicht zwingend eine Therapieempfehlung für einen Patienten gemacht werden, auch wenn bekannt ist, ob er ein langsamer, intermediärer, extensiver oder ultraschneller Metabolisierer-Typ ist.
Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen pharmazeutischer Betreuung und der Therapietreue von Patienten. Wenn die Anzahl an Arzneimittel, die ein Patient täglich einnehmen muss steigt, wird es immer schwieriger den Überblick zu behalten. Das wirkt sich dann bewusst oder unbewusst negativ auf die Adhärenz aus. Patienten lassen Medikamente weg, weil sie überfordert oder unsicher sind, warum ihnen die Medikamente vom Arzt überhaupt verschrieben wurden. Im Rahmen eines Medikationsmanagement kann der Apotheker mit dem Patienten noch einmal alle Indikationen und Einnahmezeitpunkte besprechen, und gegebenenfalls Anwendungsfehler oder Unsicherheiten beseitigen.
Abstract
(Englisch)
This diploma thesis shows how medication therapy management in the public pharmacy can contribute to the improvement of medication adherence, the optimization of therapies and drug safety. By analyzing the medication and nutritional supplements of a patient, interactions at pharmacokinetic and pharmacodynamic levels can be identified and avoided. Special attention was paid to interactions via cytochrome P450. Inhibition or induction of a metabolizing enzyme of the cytochrome P450 family can result in dangerous overdose or loss of efficacy. Elderly patients are at greater risk for potential drug interactions due to polypharmacy and age-related pharmacological and pharmacodynamic changes in their body. By using the program MediQ, the most important interactions were described in case studies and possible solutions were discussed. Regarding medication therapy management, many European countries are one step ahead of Austria. With the introduction of the ELGA function "e-medikation", Austria tries to close that gap.
The possibility of testing genetic polymorphisms of drug-metabolizing enzymes, would allow the individualisation of each patients therapy in the future. However, even with the knowledge, if a person is a poor, intermediate, extensive or ultrarapid metabolizer, a generally valid therapy recommendation cannot be made.
The correlation between pharmaceutical care and medication adherence has been proven in several publications. As the number of drugs for daily intake increases, it becomes a challenging task to keep track of the medication. This usually has a negative effect on medication adherence. Patients tend to skip their medication, because they are overwhelmed or unsure why the medication was prescribed by the doctor in the first place. Once more, medication therapy management can help the patients to understand the purpose of their medication. The pharmacist can support the patient in case of application problems or can assist with any concerns about the medication in general.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Medication Therapy Management Interactions CYP450 Medication Adherence Patient
Schlagwörter
(Deutsch)
Medikationsanalyse Interaktionen CYP450 Adhärenz Patient
Autor*innen
Julia Pabisch
Haupttitel (Deutsch)
Medikationsmanagement in der Apotheke mit besonderer Berücksichtigung der CYP450 bedingten Interaktionen
Paralleltitel (Englisch)
Medication therapy management in pharmacies with particular focus on CYP450 caused interactions
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
74 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Walter Jäger
Klassifikationen
44 Medizin > 44.38 Pharmakologie ,
44 Medizin > 44.40 Pharmazie, Pharmazeutika
AC Nummer
AC15333704
Utheses ID
49554
Studienkennzahl
UA | 449 | | |
