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Das Bild der Frau in NS-Filmen zur Unterhaltung der Soldaten während des Zweiten Weltkrieges
Laura Prüll
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Magisterstudium Publizistik-u.Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Wolfgang Duchkowitsch
DOI
10.25365/thesis.56212
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22750.00245.952560-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Betrachtet man das System des Nationalsozialismus genauer, stellt man schnell fest, dass viele Faktoren für das Bestehen dieses totalitären Systems ausschlaggebend waren. Dem Film wurde damals eine besondere Bedeutung zuteil. Das Propagandaministerium wusste von der Wirkung des Filmes und machte sich diese zu Nutzen. Im Nationalsozialismus des Dritten Reiches wurde der Film besonders als ein Medium zur Erziehung des Volkes genutzt. Auch während des Krieges und der millionenfachen Massenmorde in den Vernichtungslagern lief die Filmindustrie auf Hochtouren (Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung, 2013). Unterhaltende Spielfilme wurden von Goebbels als Propagandamittel eher bevorzugt als die offensiven Propagandafilme. Denn den leichteren, scheinbar unpolitischen Filmen kam die Aufgabe zu, möglichst unauffällig Propaganda zu betreiben (Vgl. Traudisch, 1993: 37). Gerade für die Soldaten an der Front während des Weltkrieges spielten die Filme eine wichtige Rolle für die Männer. Sie halfen den Soldaten, sich von den Kriegsstrapazen abzulenken, weshalb sie bei den Truppen für Begeisterung sorgten und immer wieder verlangt wurden. Allerdings wurden in den Truppenlagern nur die von der Staatsführung als geeignet erachteten Kinofilme gezeigt. Die Auswahl der Filme sorgte für Ablenkung, fungierte als Belohnung und sollte nicht das kritische Denken der Männer anregen. Schon gar nicht sollten die Filme dazu beitragen, sich um ihre Ehe zu sorgen. Für die Soldaten war es wichtig zu wissen, dass ihre Frauen zu Hause treu waren und sich um den Haushalt und die Familien kümmerten. Es ist davon auszugehen, dass den Soldaten keine Filme gezeigt wurden, in denen Frauen ihre Männer wegen eines anderen Mannes oder wegen zu langer Trennung verließen. Also wurden keine Filme mit selbstbewussten, starken Frauen gezeigt. Die Magisterarbeit konzentriert sich auf die Frage, wie das Bild der Frau in NS-Unterhaltungsfilmen für die Soldaten während des Zweiten Weltkrieges dargestellt wurde. Zunächst wird ein kurzer Überblick über den Nationalsozialismus und seine Propaganda gegeben. Danach wird das Frauenbild im Dritten Reich genauer erörtert und anschließend durch eine Filmanalyse die Darstellung des weiblichen Geschlechtes in den Filmen „Romanze in Moll“ (1943), „Die große Liebe“ (1942) und „Immensee“ (1943) herausgearbeitet. Dabei wird genauer auf den Aspekt Erotik und Sexualität in den drei Unterhaltungsfilmen für die Soldaten eingegangen und zu guter Letzt wird ein Vergleich zu der weiblichen Protagonistin in „Auf Wiedersehen, Franziska“ (1941) gezogen.
Abstract
(Englisch)
Looking more closely at the system of National Socialism, one quickly realizes that many factors were crucial to the existence of this totalitarian system. Film was given a special meaning at that time. The Ministry of Propaganda knew about the effects of film and made use of it. In the National Socialism of the Third Reich, film was used especially as a medium for the education of the people. Even during the war and the millions of mass murders in the extermination camps, the film industry was running at full speed (Cf. Bundeszentrale für politische Bildung, 2013). Entertaining feature films were preferred by Goebbels as a propaganda tool rather than the offensive propaganda films. For the lighter, seemingly nonpolitical films, the task was to operate as inconspicuously as possible propaganda (Cf. Traudisch, 1993: 37). Especially for the soldiers at the front during the World War, the films played an important role for the men. They helped the soldiers distract themselves from the troubles of the war, which made them enthusiastic about the troops and time and time again. However, only the films deemed suitable by the state leadership were shown in the military camps. The selection of films provided distraction, served as a reward, and should not encourage men's critical thinking. Not at all, the films should help to worry about their marriage. For the soldiers, it was important to know that their wives were loyal at home, taking care of the household and families. It can be assumed that the soldiers were shown no films in which women left their husbands, because of another man or because of too long a separation. So films with confident, strong women were not shown. The Master’s thesis focuses on the question of how the image of women in the Nazi entertainment films, which was shown to the soldiers during the Second World War. First, a brief overview of National Socialism and its propaganda is given. Thereafter, the image of the woman in the Third Reich is discussed in more detail and then, through a film analysis, the representation of the female gender in the films "Romanze in Moll" (1943), "Die große Liebe" (1942) and "Immensee" (1943). It will focus on the aspect of eroticism and sexuality in the three entertainment films for the soldiers and finally a comparison with the female protagonist in "Auf Wiedersehen, Franziska" (1941) drawn.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
National Socialism World War II Movies Representation of Women Soldiers Entertainment
Schlagwörter
(Deutsch)
Nationalsozialismus Zweiter Weltkrieg Filme Darstellung der Frauen Soldaten Unterhaltung
Autor*innen
Laura Prüll
Haupttitel (Deutsch)
Das Bild der Frau in NS-Filmen zur Unterhaltung der Soldaten während des Zweiten Weltkrieges
Paralleltitel (Englisch)
The image of the woman in Nazi films for the entertainment of soldiers during the Second World War
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
175 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Duchkowitsch
Klassifikationen
AC Nummer
AC15624292
Utheses ID
49651
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
