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Selbstverletzung als Copingstrategie junger Erwachsener
Sabine Prantner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Brigitte Rollett
DOI
10.25365/thesis.56213
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29374.75102.346164-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: Die aktuelle Studie wurde durchgeführt, um festzustellen, ob und inwieweit selbstverletzendes Verhalten (SVV) als Copingstrategie junger Erwachsener, die sich selbst verletzen, fungiert. Zudem wurden Unterschiede im Copingverhalten, Stresserleben und dem Gefühl des Erwachsenseins junger Erwachsener anhand der Gegenüberstellung von Personen mit und ohne SVV untersucht.
Methode: Junge Erwachsene mit (M-Alter = 21.45 Jahre, SD = 3.00; 92% Frauen) und ohne SVV-Historie (M-Alter = 23.18 Jahre, SD = 3.68; 80% Frauen) füllten Online-Fragebögen zur Erhebung folgender Informationen aus: (a) demographische Daten, (b) SVV, (c) Gefühl des Erwachsenseins, (d) Stresserleben, (e) Einsatz spezifischer Copingstrategien und (f) SVV als unabhängige Copingstrategie.
Ergebnisse: Es konnte gezeigt werden, dass das Gefühl des Erwachsenseins in den Gruppen junger Erwachsener mit und ohne SVV vergleichbar war. Grundlegende Unterschiede wurden bezüglich des erlebten Stresses und der Copingstrategien beobachtet. Jene mit SVV berichteten über höhere Stressbelastungen in der Familie und anderen Lebensbereichen (ausgenommen Arbeit und Ausbildung), über mehr maladaptive Copingstrategien (Alkohol und Drogen, Verhaltensrückzug, Selbstbeschuldigung,) sowie deutlich niedrigere adaptive Copingstrategien (aktive Bewältigung, emotionelle und instrumentelle Unterstützung, Ausleben von Emotionen, positive Umdeutung, Planung) als jene, die sich nicht selbst verletzten. Erleichterungsgefühle waren positiv mit SVV assoziiert. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Studie zeigten, dass junge Erwachsene SVV benutzen, um nach belastenden Auslösern Erleichterung zu verspüren.
Schlussfolgerungen: Diese Befunde ergänzen die noch im Entstehen begriffene Literatur, die Prozesse untersucht, welche mit SVV und Coping zusammenhängen. Die Ergebnisse weisen auf die Bedeutung von Copingprozessen hin und geben erste Hinweise darauf, dass SVV als eigenständige Copingstrategie herangezogen wird.
Abstract
(Englisch)
Background: The current study was undertaken to determine whether self-injurious behavior (SIB) serves as a coping strategy for young adults who hurt themselves. In addition, differences in the coping behavior, stress experiences and the feeling of being grown-up of participants with and without SIB were investigated.
Methods: Young adults with a history of SIB (M age = 21.45 years, SD = 3.00; 92% female) and young adults without a history of SIB (M age = 23.18 years, SD = 3.68; 80% female) completed online self-reports measuring following informations: (a) demographic data, (b) SIB, (c) feeling of being grown-up, (d) stress experiences, (e) use of specific coping strategies and (f) SIB as an independent coping strategy.
Results: Results indicated that the feeling of being grown up did not differ in the groups of young adults with and without SIB. Fundamental differences in the experienced stress and coping strategies were observed. Those with SIB reported higher levels of stress in the family and other areas of their life (excluded work and education), and more maladaptive coping strategies (substance use, behavioral disengagement, self-blame) as well as significantly lower levels of adaptive coping strategies (active coping, use of emotional and instrumental support venting, positive reframing, planning) than those who never self-injured. Feelings of relief were positively associated with SIB. The major findings of this research showed that young adult used SIB to feel relief on stressful triggers.
Conclusions: These findings add to the still nascent body of literature examining processes associated with SIB and coping. The results indicate the importance of coping processes and provide initial indications that SIB serves as an independent coping strategy.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
self-injurious behavior young adults feeling grown-up stress coping relief
Schlagwörter
(Deutsch)
selbstverletzendes Verhalten junge Erwachsene Gefühl des Erwachsenseins Stress Coping Erleichterung
Autor*innen
Sabine Prantner
Haupttitel (Deutsch)
Selbstverletzung als Copingstrategie junger Erwachsener
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
187 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Rollett
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC15350767
Utheses ID
49652
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
