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Emotionale Beeinträchtigungen und Emotionsregulationsprobleme bei Personen mit Posttraumatischer Belastungsstörung, Depression und einer komorbiden Störung
Runa Decker
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Reinhold Jagsch
DOI
10.25365/thesis.56493
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17286.38618.119859-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchsen etwa 100 000 Kinder in österreichischen Heimen auf. Viele davon waren von interpersonellem Langzeitmissbrauch betroffen, da Gewalt meist als Erziehungsmaßnahme eingesetzt wurde. Daraus resultierte eine erhöhte Prävalenz an psychischen Störungen. Betroffene leiden häufig unter PTSD, Depression oder an beiden Störungen.
Zielsetzung: Die vorliegende Masterarbeit untersuchte, ob Personen ohne psychische Störung, solche mit einer PTSD, einer Depression oder einer Komorbidität sich hinsichtlich emotionaler Beeinträchtigungen sowie der Emotionsregulationskontrolle unterscheiden. Hierfür wurden Lebenszeitprävalenzen erhoben, um Langzeitunterschiede prüfen zu können.
Methode: Es handelte sich um eine querschnittliche Erhebung. Die Stichprobe umfasste 218 Personen, die in Wiener Kinderheimen aufgewachsen waren und dort institutionellen Missbrauch erlebt hatten. Die Teilnehmenden wurden mithilfe einer Fragebogenbatterie befragt, bei der unter anderem psychische Störungen, der Affekt, die Ängstlichkeit, der Ärger und die Aggression sowie Emotionsregulationsfähigkeiten erhoben wurden.
Ergebnisse: Betroffene einer PTSD oder einer Depression wiesen im Vergleich zu störungsfreien Personen einen höheren negativen Affekt, mehr Ängstlichkeit und Aggressionen sowie auch mehr Schwierigkeiten bei der Emotionsregulationskontrolle auf. Diejenigen mit einem komorbiden Störungsbild zeigten besonders große Beeinträchtigungen und unterschieden sich nochmals von den singulären Störungen hinsichtlich des Affekts, der Ängstlichkeit, der verärgerten Rumination und der Emotionsregulation. Die Gruppen der PTSD und der Depression unterschieden sich voneinander hingegen in keiner der untersuchten Variablen. Hier waren die Beeinträchtigungen demnach in einem ähnlichen Ausmaß vorhanden.
Conclusio: Die Ergebnisse unterstreichen die Wichtigkeit, bei der Therapie auf die Stärkung der Emotionsregulationskontrolle zu achten. Da Personen mit einer komorbiden Störung besonders starke Beeinträchtigungen aufweisen, wäre es wünschenswert, wenn für diese Patientengruppe eigene Therapiemanuale geschaffen würden.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Posttraumatische Belastungsstörung Depression Komorbidität Emotionsregulation positiver und negativer Affekt Ängstlichkeit Ärger Aggression Wiener Heimstudie
Autor*innen
Runa Decker
Haupttitel (Deutsch)
Emotionale Beeinträchtigungen und Emotionsregulationsprobleme bei Personen mit Posttraumatischer Belastungsstörung, Depression und einer komorbiden Störung
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
130 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Reinhold Jagsch
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.46 Emotion ,
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC15381894
Utheses ID
49903
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
