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Ethnizität als Konstruktion im Kontext von Nationalismus im ehemaligen Jugoslawien
ausgewählte Schauplätze und historische Bezüge
Michael Wild
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Margareth Lanzinger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.56709
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17278.74917.728960-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Diplomarbeit stellt den Vorgang, wie Menschen im Raum des ehemaligen Jugo-slawiens von den Weltkriegen bis zum Zerfall des sozialistischen Jugoslawiens eth-nisch kategorisiert wurden, in den Fokus. Die zentralen Fragestellungen sind darauf gerichtet, ob Bewohner*innen dieser Regionen eindeutig ein- beziehungsweise zuge-ordnet wurden und wie das Selbstbild der Menschen aus einem ethnisch dominierten Blickwinkel aussah und aussieht. Entscheidend ist dabei, unter welchen Gesichtspunkten diese etwaigen Zuordnungen passierten und passieren, welche Faktoren darauf Einfluss nahmen und nehmen und welche Auswirkungen Nationalisierungsphasen auf das Anwenden ethnischer Kon-zepte, Selbst- und Fremdzuschreibungen sowie das Teilhaben an und Ausgrenzen von Gruppen hatten und haben. Fremd- und Selbstzuschreibungen wurden im ex-jugoslawischen Raum auf der Basis scheinbar abgesicherter und lange bestehender, jedoch konstruierter Ethnizitätskrite-rien vorgenommen. Überwiegend auf politischer Ebene wurden vermeintlich wissen-schaftlich etablierte und konstruierte ethnische Merkmale instrumentalisiert und er-zeugten gesellschaftliche Spaltungen. Ethnizität wurde im Rahmen von Nationalisierungsphasen, in welchen es zu einer po-litisch motivierten Aufwertung von Nationalismus kam, vermehrt als Instrument der Ein-, Aus- und Abgrenzung eingesetzt. Welche Merkmale für die unterschiedlichen Formen der Ein-, Aus- und Abgrenzungen relevant waren und sind, war und ist je nach Situa-tion variabel und kann nicht konkret definiert werden. Eine Art von „Nähe und Distanz“ zwischen Gruppen entstand in einer gewissen Form dann, wenn sich Gruppen im Prozess des Abgrenzens von einer oder mehreren an-deren Gruppen zusammenschlossen. Eine gut erkennbare und kontinuierliche Unter-scheidung beziehungsweise Abstufung zwischen „Nah und Fern“ als Kriterium für das Verhältnis zwischen den unterschiedlichen Gruppen im ehemaligen Jugoslawien ist nicht erkennbar.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Ethnizität Konstruktion Nationalisierungsphasen Jugoslawien Balkan Ein-, Aus- und Abgrenzungen Selbstbild
Autor*innen
Michael Wild
Haupttitel (Deutsch)
Ethnizität als Konstruktion im Kontext von Nationalismus im ehemaligen Jugoslawien
Hauptuntertitel (Deutsch)
ausgewählte Schauplätze und historische Bezüge
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
97 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Margareth Lanzinger
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.70 Balkanstaaten
AC Nummer
AC15341045
Utheses ID
50092
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1