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Der Ursulaaltar des Stiftsmuseums Klosterneuburg
eine Untersuchung zu Provenienz, Stil und Ikonografie
Daniela Pscheiden
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Barbara Schedl
DOI
10.25365/thesis.56833
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17289.90308.639071-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der aus einem Mittelbild, zwei beidseitig bemalten Seitenflügeln und je einem Standflügel mit Szenen aus der der Legende der hl. Ursula bemalte und heute im Stiftsmuseum Klosterneuburg ausgestellte Ursulaaltar ist ein seltenes Beispiel eines nahezu vollständig erhalten Flügelaltars aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die Fragen nach der Provenienz, der stilistischen Einordnung und der Ikonografie des Altars werden maßgeblich anhand von Schriftquellen aus der Entstehungszeit des Altars und der stilistischen sowie ikonografischen Analyse desselben sowie anderer Bildwerke jener Zeit beantwortet. So konnte anhand von Schriftquellen und einer Untersuchung des Altars vor Ort, die Originalität des Rahmens nachgewiesen und somit das überlieferte Entstehungsdatum 1464 bestätigt werden. Die Jahreszahl diente als Anhaltspunkt für die historische Kontextualiserung des Entstehungsprozesses des Altars. Mögliche Stifter und Aufstellungsorte sowie künstlerische Einflüsse konnten daher besser eingegrenzt und präziser erforscht werden. Durch die Miteinbeziehung der historischen Ereignisse verdichteten sich Hinweise auf vier pozentielle Auftraggeber, die sämtliche dem höfischen Umfeld zuzurechen sind. Hinsichtlich stilistischer Merkmale konnte das im Zuge meiner Forschungen der gleichen Künstlerhand zugeschriebene Tafelbild eines Verkündigungsengels, welches im Depot des Stiftsmuseums Klosterneuburg aufbewahrt wird, in die Untersuchungen miteinbezogen werden. Die deutlich erkennbaren Einflüsse der Wiener Malerschule lassen auf eine Enstehung in Wien bzw. im näheren Umfeld schließen. Einzelne Motive und ikonografische Details zeugen von zumindest mittelbaren Kentnissen fränkischer und Kölner Bildwerke. Über diese fließen auch die hier noch gering auszumachenden Neuerungen der niederländischen Malerei in die Altarbilder mit ein. Welche der zahlreichen Legendenversionen als Grundlage für die Szenenwahl des Ursulaaltars diente, kann nicht einwandfrei festgestellt werden. Insgesamt drei der abgebildeten Szenen sind jedoch äußerst selten bzw. gar nicht bei anderen Ursula Darstellungen zu finden. Die Verbreitung des Ursulakultes im Wiener Raum ist durch die Überlieferung zahlreicher ihr geweihter aber nicht mehr erhaltener Altäre belegt. Im Stift selbst zeugen die zwölf hier aufbewahrten sogenannten Ursulaköpfchen, Reliquienschädel der 11.000 Jungfrauen aus dem Gefolge der hl. Ursula, von der lokalen Verehrung. Als ehemaliger Aufstellungsort des Altars hat sich nach der Durchsicht der heute noch erhaltenen Quellen und unter Berücksichtigung fortlaufend enger Beziehungen zum Stift Klosterneuburg, neben der ältesten Pfarrkirche Klosterneuburgs St. Martin und dem Wiener Augustiner-Chorherrenkloster St. Dorothea, das Wiener Augustiner-Chorfrauenkloster St. Jakob auf der Hülben als am wahrscheinlichsten herauskristallisiert.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Klosterneuburg Ursula Flügelaltar Augustiner Wien
Autor*innen
Daniela Pscheiden
Haupttitel (Deutsch)
Der Ursulaaltar des Stiftsmuseums Klosterneuburg
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung zu Provenienz, Stil und Ikonografie
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
196 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Schedl
AC Nummer
AC15353818
Utheses ID
50203
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
