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Otto Lendecke
Bildhauer, Maler, Grafiker und Designer zwischen 1910 und 1918
Lisa Maria Leutner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Monika Dachs-Nickel
DOI
10.25365/thesis.56896
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17290.03893.232874-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Œuvre des Bildhauers, Malers, Grafikers, Designers und Modekünstlers Otto Lendecke in der Zeit von 1910 bis zu seinem Tod 1918. Zwar ist das zur Verfügung stehende Bildmaterial des Künstlers relativ begrenzt, musste aber aufgrund fehlender wissenschaftlicher Grundlagen zu Person und Schaffen Lendeckes noch weiter auf die Illustrationsarbeiten in der Satirezeitschrift des „Simplicissimus“ mit insgesamt 73 Bildern eingeschränkt werden. Anhand von drei Hypothesen wird versucht, das Bildwerk retrospektiv zu analysieren und zu entschlüsseln. Während die erste Hypothese den Einfluss der französischen Modegrafik des achtzehnten bzw. frühen neunzehnten Jahrhunderts auf die Arbeiten reklamiert, geht die zweite Hypothese von einer überwiegenden Wirkung der Art Déco-Bildsprache auf die Bildwelten des Simplicissimus aus. Um eine Verprobung der beiden Hypothesen mittels fundierter motivischer und stilistischer Bildanalyse überhaupt durchführen zu können, war es zunächst erforderlich, die wichtigsten Codes der Modegrafik des achtzehnten bzw. neunzehnten Jahrhunderts ebenso wie die Paradigmen der Art Déco-Modebilder zu erarbeiten. Darüber hinaus war vereinzelt auch der Blick auf vergleichbare Arbeiten Lendeckes außerhalb der Simplicissimus Illustrationen für eine schlüssige Analyse geboten, sodass die Aufstellung eines Gesamtœuvres unverzichtbar war. Die dritte Hypothese bezog sich auf eine Feststellung des Biographen, Ankwicz- Kleehoven, derzufolge sich Lendecke in seinem Simplicissimus Œuvre dem Kriegsthema verweigerte. Es wurde nachgewiesen, dass sich Lendeckes Simplicissimus Werk einer definitiven und endgültigen stilistischen und motivischen Einordnung entzieht und sich in subtiler und hintergründiger Weise mit dem Thema Krieg auseinandersetzt. Abschließend konnte die Erkenntnis gewonnen werden, dass dort wo sich technisches Können, wie feinfühlige Gestik und Mimik und anatomische Genauigkeit mit den neuen künstlerischen Herausforderungen wie Abstraktion, Perspektivenwandel und freiem Farbenspiel verbindet, jene Meisterwerke Lendeckes entstanden sind, deren Ambiguität und Rätselhaftigkeit auch heute noch zu begeistern vermögen.
Abstract
(Englisch)
This dissertation explores the œvre of the sculptor, painter, graphic artist, designer and fashion designer Otto Lendecke from 1910 until his death in 1918. Available images by the artist are relatively few but the lack of research material on him and his work forced the selection to be further restricted to his 73 illustrations in the satirical publication „Simplicissimus“. Three hypotheses are posed to attempt a retrospective analysis and decoding of his pictorial output. While the first hypothesis claims the works were influenced by eighteenth and nineteenth century French fashion illustrations, the second presumes the predominant effect was oft he Art Deco style on
Simplicissimus imagery. In order to be able to test both these hypotheses at all, by means of 331
thorough analysis of his motifs and style, it was necessary first to examine the most important codes of fashion illustrations of the eighteenth and nineteenth centuries as well as the paradigms of Art Deco ones. Furthermore, a coherent analysis called for an occasional glance at similar works by Lendecke other than the Simplicissimus illustrations, so it became essential to list his complete works. The third hypothesis refers to a statement by the biographer, Anwicz-Kleehoven, according to which Lendecke repudiates the subject of war in his Simplicissimus œvre. It could be demonstrated that Lendecke ́s work in Simplicissimus eludes definitive and final categorisation of its style and motifs and does address the subject of war but in a subtle way in the background. A final insight was gained that, at the point where his technical ability (delicate body language and expression, anatomical accuracy) met new artistic challenges (abstraction, changes in perspective and unrestricted use of colour) Lendecke created puzzling masterpieces of ambiguity that even today still have the power to excite.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Wiener Werkstätte Simplicissimus Art Déco Paul Poiret Modegrafik Modezeitschriften 1910-1918
Autor*innen
Lisa Maria Leutner
Haupttitel (Deutsch)
Otto Lendecke
Hauptuntertitel (Deutsch)
Bildhauer, Maler, Grafiker und Designer zwischen 1910 und 1918
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
332 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Monika Dachs-Nickel
Klassifikationen
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte: Allgemeines ,
20 Kunstwissenschaften > 20.70 Europäische Kunst: Allgemeines
AC Nummer
AC15353835
Utheses ID
50261
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
