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Notizen zum Absoluten
zum Begriff der Kontingenz und der Zeit im Anschluss an Quentin Meillassoux
Fabian Gabelberger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Kurt Appel
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17733.43680.296666-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit »Notizen zum Absoluten« versucht die Entwicklung des Gedankens nachzuvollziehen, den Quentin Meillassoux insbesondere in seinem Buch »Nach der Endlichkeit« ausgehend von einer Kritik der nach-kantischen Tradition bis hin zur absolute nNotwendigkeit der Kontingenz entwickelt. Dabei zeigt sich, dass die Transzendentalphilosophie und in ihrer Folge die Phänomenologie - die Meillassoux unter dem Begriff des »Korrelationismus« vereint - das Absolute zuerst an den Rand des Erkenn- und schließlich Denkbaren gedrängt haben, indem sie Sein und Denken in einem korrelationalen Gefüge zusammenbinden, das kein Wissen mehr über eine denkunabhängige Realität erlaubt. Demgegenüber versucht Meillassoux die universalistischen Ansprüche der Vernunft wieder zu rehabilitieren und aus der noematisch-noetischen Beschränkung zu befreien, ohne dabei überkommene metaphysische oder naiv realistische Prinzipen zu übernehmen, insofern er die Faktizität der Gegebenheit und die Grundlosigkeit der Dinge selbst ontologisiert. Dadurch wird nicht nur die kritische Trennung von Transzendentalem und Empirischem überwunden, sondern auch ein Absolutes gedacht, das in der alleinigen, denkunabhängigen Notwendigkeit der Kontingenz besteht: Alles, jedes Ding und Naturgesetz, ist kontingent - außer die Kontingenz selbst. In dieser Folge zeichnet sich eine Verschiebung wichtiger philosophischer Konzepte ab: Begriffe wie Raum, Zeit, Wirklichkeit, Möglichkeit, Grund, Existenz, Sein und Werden können nicht mehr metaphysisch substanziell gedacht werden, sondern einzig im Hinblick auf die Kontingenz. Im Anschluss an diese Rekonfiguration treten allerdings immanente Probleme zu Tage, die sich am Schnittpunkt von Sein und Denken abzeichnen und gerade dadurch entstehen, dass Meillassoux die Unabhängigkeit des Seins gegenüber dem Denken mit der intellektuellen Durchdringung des Seins durch das Denken verbinden möchte.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Meillassoux Brassier Notwendigkeit Kontingenz Nach der Endlichkeit Phänomenologie Spekulativer Realismus Grund Zeit Faktualität
Autor*innen
Fabian Gabelberger
Haupttitel (Deutsch)
Notizen zum Absoluten
Hauptuntertitel (Deutsch)
zum Begriff der Kontingenz und der Zeit im Anschluss an Quentin Meillassoux
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
v, 162 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Kurt Appel
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.24 Neue westliche Philosophie ,
08 Philosophie > 08.31 Metaphysik, Ontologie ,
08 Philosophie > 08.32 Erkenntnistheorie
AC Nummer
AC15362075
Utheses ID
50278
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1