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Männlichkeitskonstruktionen im österreichischen Arbeitersport der Zwischenkriegszeit 1918-1934
Lukas Habersack
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Bewegung und Sport
Betreuer*in
Rudolf Müllner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.56941
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17294.16098.992261-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit wird die Frage nach der Entstehung der Geschlechterdichotomie gestellt. Wann und auf Grund welcher gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen konnte sich eine hierarchische Vorstellung entwickeln, die den Mann auf ein biologisch argumentiertes Podest stellt, während sich die Frau in eine untergebene Position einpassen muss. Auf Grund seiner körperlichen Unmittelbarkeit wird der Rolle des Sports in der Entwicklung der dichotomen Geschlechter eine zentrale Betrachtung zu Teil. Um den ersten Teil abzuschließen, werden einige Parameter definiert, die den hegemonialen Mann charakterisieren und einen Vergleich mit anderen Männlichkeitskonzepten erlauben. Im zweiten Teil wird das Geschlechterverständnis des Austromarxismus mit diesen Parametern verglichen. Es soll die Frage beantwortet werden, ob der Sozialismus österreichischer Prägung tatsächlich neue Menschen entwickeln konnte, die in absolutem Gegensatz zu den bürgerlichen Idealen leben sollten. Der Arbeitersport, als Ort der körperlichen Entwicklung hin zum neuen Menschen, nimmt auch in diesem Abschnitt eine bedeutende Rolle ein. Die Geschlechterdichotomie ist eine Konstruktion des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Erst als neue Räume politischer Öffentlichkeit, die sich dem aufstrebenden Bürgertum eröffneten, besetzt werden mussten, trat das dichotome Konzept in Erscheinung. Dem Mann, in seiner Rolle als starker Verteidiger des Vaterlandes, wurde die Partizipation auf Grund seiner biologisch bedingten Dominanz ermöglicht. Als Parameter lassen sich drei Kernbegriffe herausarbeiten: Kraft, eiserner Wille, emotionale Selbstkontrolle. Der Austromarxismus wollte diese Geschlechtervorstellungen aufbrechen und neue, friedfertige und gebildete Menschen erschaffen. Das Ziel war der friedliche Übergang zum Sozialismus. Während an der Oberfläche durchaus Veränderungen zu beobachten sind, stößt man in den Veröffentlichungen des Arbeitersportes weiterhin auf die gleichen biologisch fundierten Argumentationsmuster. Der Mann als starker, mutiger und kontrollierter Mensch, während der Frau auch in der Arbeiterbewegung körperliche und geistige Schwächen attestiert wurden. Mit der steigenden Unruhe der Ersten Republik erlebte auch der Arbeitersport eine steigende Militarisierung. Im Endeffekt vertrat er ab den späten 1920er-Jahren ein Männlichkeitsbild, das jenem der nationalistischen Sportvereine sehr ähnlich war.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Geschlechtergeschichte Austromarxismus Arbeitersport
Autor*innen
Lukas Habersack
Haupttitel (Deutsch)
Männlichkeitskonstruktionen im österreichischen Arbeitersport der Zwischenkriegszeit 1918-1934
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
84 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rudolf Müllner
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.99 Geschichte: Sonstiges ,
76 Sport > 76.01 Geschichte des Sports, der Freizeit und Erholung
AC Nummer
AC15359583
Utheses ID
50296
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 482 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1