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Formen der Diskriminierung muslimischer Frauen in Frankreich
im Zwiespalt zwischen Religion und Laizismus
Elisabeth Heiszenberger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium DDP CREOLE-Cultural Differences and Transnational Processes
Betreuer*in
Patricia Zuckerhut
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.57257
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17278.96278.383464-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Vereinbarkeit von Islam und Laïcité im Alltag junger muslimischer Frauen in Frankreich. Dabei liegt der Fokus auf den Formen von Diskriminierung, welchen Frauen, die vor allem mittels Tragen eines Kopftuchs ihre Religiosität in der Öffentlichkeit zeigen, ausgesetzt sind. Frankreich ist für diese Forschung insofern relevant, da Staat und Kirche offiziell getrennt sind und gleichzeitig eine lange historische Verbindung zum Islam besteht. Die Debatte um die kopftuchtragende Muslimin steht auch zunehmend im Zentrum feministischer Debatten, da die Frau im Islam häufig als vom Mann unterdrückt angesehen wird.. Diskriminierung besteht allerdings nicht nur aufgrund der sichtbar gezeigten Religion, sondern beispielsweise auch aufgrund von Hautfarbe, Namen oder Wohnort. So erfolgten im Rahmen einer Feldforschung qualitative und quantitative Befragungen junger muslimischer Französinnen in Lyon, um persönliche Berichte und Meinungen der betreffenden Gruppe zu erhalten. Je nach Identitätsposition, welche die jungen Frauen demnach einnehmen, zeigt sich die Diskriminierung entweder aus der nicht-muslimischen Gesellschaft, aus der eigenen Community oder aus beiden. Die Forschung zeigt das Dilemma auf, in welchem sich die jungen muslimischen Frauen befinden, nämlich einen Weg zu finden, ihre Religion mit dem modernen laizistischen Alltag zu verbinden.
Abstract
(Englisch)
This thesis describes the compatibility of Islam and Laicity in the everyday life of young Muslim women in France. The main focus lies on the different forms of discrimination of women, who show their religious beliefs in public by wearing a headscarf. For this research, France is exemplary because on one hand state and church are separated by law and on the other hand it has a long shared history with Islam. The debate around Muslim headscarves is also at the centre of feministic debates since Muslim women are often seen as suppressed by men. Discrimination, however, does not only exist due to visible religious signs, but also for example due to skin colour, name or place of residence. In the course of field research, qualitative and quantitative surveys on young Muslim Frenchwomen were carried out in Lyon to gather their personal experiences and opinions. Depending on their chosen identity, the discrimination they are facing was found to emerge either from the non-Muslim society, from their own Muslim community or from both. This study points out the dilemma of young Muslim women who have to find a way to combine their religious practice with the modern secular everyday life in France.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Islam France headscarf feminism laicity discrimination
Schlagwörter
(Deutsch)
Islam Frankreich Kopftuch Feminismus Laizität Diskriminierung
Autor*innen
Elisabeth Heiszenberger
Haupttitel (Deutsch)
Formen der Diskriminierung muslimischer Frauen in Frankreich
Hauptuntertitel (Deutsch)
im Zwiespalt zwischen Religion und Laizismus
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
102 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Patricia Zuckerhut
Klassifikationen
11 Theologie > 11.80 Islam: Allgemeines ,
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
71 Soziologie > 71.20 Formen des Zusammenlebens: Allgemeines ,
71 Soziologie > 71.33 Frau ,
71 Soziologie > 71.61 Diskriminierung ,
73 Ethnologie > 73.59 Religionsethnologie: Sonstiges
AC Nummer
AC15389512
Utheses ID
50556
Studienkennzahl
UA | 066 | 656 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1