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Untersuchung zum Einsatz der Gebärdensprache und ihrer Anwendung im Bereich sprachlicher Bildung in einem mehrsprachigen Schulsystem, am Beispiel der Problemlage im Großherzogtum Luxemburg
Anne-Marie Origer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Gottfried Biewer
DOI
10.25365/thesis.57313
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17295.04014.929660-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit thematisiert den Einsatz der Gebärdensprache in einem mehrsprachigen Schulsystem. Ausgangslage ist das mehrsprachige Schulsystem in Luxemburg. Die Mehrsprachigkeit ergibt sich dort durch das Unterrichten mehrerer Sprachen, sowie in der migrationsbedingten sprachlichen Heterogenität der SchülerInnen. Es wird untersucht, wie hörbeeinträchtigte Kinder in diesem Setting im Bereich sprachlicher Bildung unterrichtet und gefördert werden können und wie die Gebärdensprache eingesetzt wird. Lehrkräfte aus Luxemburg wurden in Experteninterviews dazu befragt, wie sie hörbeeinträchtigten SchülerInnen Sprachen beibringen. Es wurden ebenfalls Lehrkräfte aus Österreich befragt, um so die Herangehensweisen im Sprachunterricht zu vergleichen. Die Interviews wurden nach dem theorie-generierenden Auswertungsmodell nach Meuser und Nagel (1991) ausgewertet und es wurden mehrere Themenschwerpunkte ausgearbeitet. Es lässt sich festhalten, dass hörbeeinträchtigte Kinder durch die Mehrsprachigkeit oft nicht genug Kontakt mit ihrer Erstsprache haben und diese nicht ausreichend entwickeln. Im Bereich sprachlicher Bildung ist eine sprachliche Frühförderung und viel Kontakt zur Sprache wichtig. Ein bilinguales Angebot (Laut-und Gebärdensprache) lässt alle Wege zur Sprachentwicklung offen. Die Sprache und grammatische Strukturen sollten visualisiert werden und der Unterricht gut strukturiert sein. Durch die Gebärdensprache können Sinn und Inhalt von fremden Wörtern und Texten verständlich gemacht werden und sich so auf das Erlernen einer neuen Sprache auswirken.
Abstract
(Englisch)
This thesis deals with the use of sign language in a multilingual school system. The focus of the thesis is the school system in Luxembourg. Here, multilingualism results from teaching several languages in school and from the migration-related linguistic heterogeneity of the pupils. The thesis analyses how hearing-impaired pupils get language education in this setting and how sign language is used. Teachers from Luxembourg were asked during expert interviews how they teach languages to hearing-impaired children. Teachers from Austria were also interviewed in order to compare their approaches in class. The interviews were analyzed using the theory-generating method by Meuser and Nagel (1991) and several findings were developed. In summary, it can be said that children often don’t have enough contact with their native language due to multilingualism. Early linguistic intervention and sufficient contact with a language is important in language education for hearing-impaired children. A bilingual approach (spoken and sign language) keeps all options open in language development. Language and grammatical structures should be visualized and the lessons should be clear and structured. Through sign language, the meaning and content of words and texts in a foreign language are more easily understandable and can improve the learning of other languages.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
sign language multilingual school system hearing-impaired language education language lesson foreign language Luxembourg Austria primary school bilingual education
Schlagwörter
(Deutsch)
Gebärdensprache mehrsprachiges Schulsystem hörbeeinträchtigt sprachliche Bildung Sprachunterricht Fremdsprache Luxemburg Österreich Grundschule bilingualer Unterricht
Autor*innen
Anne-Marie Origer
Haupttitel (Deutsch)
Untersuchung zum Einsatz der Gebärdensprache und ihrer Anwendung im Bereich sprachlicher Bildung in einem mehrsprachigen Schulsystem, am Beispiel der Problemlage im Großherzogtum Luxemburg
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
117 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gottfried Biewer
Klassifikationen
80 Pädagogik > 80.31 Sprachheilpädagogik ,
81 Bildungswesen > 81.74 Grundschule, Primarstufe
AC Nummer
AC15493866
Utheses ID
50608
Studienkennzahl
UA | 066 | 848 | |
