Detailansicht

Alltag im Anhaltelager Wöllersdorf 1933-1938
Kerstin Steinbrecher
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Deutsch
Betreuer*in
Peter Eigner
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.57383
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17288.42286.427365-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorhandene Diplomarbeit untersucht den Alltag im Anhaltelager Wöllersdorf zwischen 1933 und 1938. Als Basis der Analyse dienen hauptsächlich zwei wissenschaftliche Methoden, nämlich die kritische Literaturrecherche und der chronologische Ansatz aus der Biografieforschung. Die Studien zum Alltag im Anhaltelager werden dabei auf drei unterschiedlichen Ebenen vorgenommen, nämlich in der Darstellung des Alltags, des Verhältnisses der Angehaltenen zueinander bzw. mit den Bewachungsorganen, welche teilweise nahtlos ineinander übergehen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die wirtschaftlichen und sozialen Faktoren im Lager sowie die Beziehung zwischen Wachmannschaften und Angehaltenen gelegt und überprüft, ob und wie zwischen diesen beiden Gruppen eine Korrelation herrschte, die zur Zusammenarbeit motivierte. Ein weiterer Punkt beschäftigt sich mit der Frage, ob das Anhaltelager als gesonderte Form einer Strafanstalt gesehen werden muss oder mit der Definition von Konzentrationslagern übereinstimmt. Hinsichtlich des Alltags im Lager wird besonders auf die interne Struktur im Lager, die Anhaltekosten und Anhaltedauer sowie die Ausstattung und die Entlassungen eingegangen. Einen zentralen Punkt für die Analyse stellt die Beschreibung der Lagerordnung dar, welche für den Ablauf des Alltags von großer Bedeutung war. Die Häftlinge und Bewachungsorgane werden grundsätzlich gesondert voneinander betrachtet. Dieser Teil der Untersuchung wird neben der Methode der Literaturrecherche schließlich durch die biografische Methode unterstützt, da neben allgemeinen Erklärungen und Auflistungen der Häftlings- und Wärterzahlen in den Jahren des Betriebes des Lagers auch die einzelnen politischen Gruppierungen der Nationalsozialisten, Kommunisten und Sozialdemokraten behandelt werden, wobei ein besonderer Fokus auf Schicksale einzelner prominenter Angehaltener gelegt wird, die wiederum mittels biografischer Analysemethoden erarbeitet wurden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Anhaltelager Wöllersdorf Austrofaschismus Kriegswirtschaftliches Ermächtigungsgesetz Anhalteverordnung /Anhaltegesetz Alltag Anhaltedauer Anhaltekosten
Autor*innen
Kerstin Steinbrecher
Haupttitel (Deutsch)
Alltag im Anhaltelager Wöllersdorf 1933-1938
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
154 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Eigner
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.00 Geschichte: Allgemeines ,
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte ,
15 Geschichte > 15.43 Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
AC Nummer
AC15378719
Utheses ID
50664
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 333 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1