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Vom Habitus zum Thanatos
Tod und Wiederholung in der Philosophie von Deleuze
Alessandro Baracco
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Arno Böhler
DOI
10.25365/thesis.57550
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20431.13569.127752-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der freudianische Todestrieb spielt eine zentrale Rolle in der Beziehung zum Begriff der Wiederholung, der von Deleuze in seinem klassischsten und repräsentativsten Text, Differenz und Wiederholung, ausgearbeitet wurde. Hier steigt der Todestrieb als psychoanalytische Kategorie zu einem philosophischen Begriff auf: Ausgehend von den in Jenseits des Lustprinzips von Freud angestellten Überlegungen wird der Todestrieb als transzendentales Prinzip der Psyche interpretiert, sowie als ursprüngliches positives Prinzip für die Wiederholung.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Relevanz des Nexus Tod-Wiederholung in der ersten Phase der Philosophie Deleuzes hervorzuheben und zu explizieren; eine Relevanz, die oft vernachlässigt wird, und zwar aufgrund des rein vitalistischen Charakters , der im Allgemeinen der deleuzianischen Philosophie zugeschrieben wird. Aber gerade diese Spannung zwischen Leben und Tod, zwischen Kreation und Untätigkeit, zwischen Differenz und Wiederholung scheint Deleuzes Gesichtspunkt am besten widerzuspiegeln.
Dieser anti-dichotomische Charakter geht bei Deleuze mit einem klar interdisziplinären Ansatz einher: In Differenz und Wiederholung wird der Todestrieb rein philosophisch erörtert, in dem Text Sacher-Masoch und der Masochismus wird er im Bezug zur Kunst, im Besonderen zur Literatur, behandelt. Die Werke von De Sade und Sacher- Masoch erweisen sich als Ausdrucksformen des Todestriebs, die eine als eine spekulative, die andere als eine mythische, und zeigen die Möglichkeit neuer Relationen zwischen der künstlerisch-performativen und der psychoanalytisch-klinischen Perspektive. Aus diesem Grund schließt die Arbeit mit dem Versuch, das deleuzianische Projekt fortzusetzen, indem Deleuzes Reflexionen auf zeitgenössische Formen von Sadismus und Masochismus in der Kunst ausgedehnt werden.
Abstract
(Englisch)
Freud’s death drive has a central place in the concept of repetition developed by Deleuze in Difference and Repetition. Here the psychoanalytical concept of the death drive becomes a philosophical concept: Deleuze provides a reading of Freud’s Beyond the Pleasure Principle in which he defines the death drive as the transcendental principle of the psyche and as the original positive principle for repetition.
The aim of this thesis is to underline and to clarify the importance of the relation between death and repetition in the first phase of Deleuze’s philosophy, an importance that is often neglected because of the purely vitalistic character that is usually attributed to the philosophical project of Deleuze. However, this very tension between life and death, creation and inertia, difference and repetition seems to reflect mostly Deleuze’s point of view.
Deleuze combines this anti-dichotomic account with a highly interdisciplinary method: whereas the death drive receives in Difference and Repetition a purely philosophical analysis, it is discussed in Masochism: Coldness and Cruelty in relation to art, to literature in particular. Deleuze sees the works of Sade and Masoch as expressions (respectively speculative and mythical) of the one and drafts the possibility of new relations between artistic-performative and psychoanalytical-clinical accounts. For this reason, this thesis ends with the attempt to continue Deleuze’s project extending his thoughts to contemporary forms of sadism and masochism in art.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Deleuze Freud death drive repetition sadism masochism
Schlagwörter
(Deutsch)
Deleuze Freud Todestrieb Wiederholung Sadismus Masochismus
Autor*innen
Alessandro Baracco
Haupttitel (Deutsch)
Vom Habitus zum Thanatos
Hauptuntertitel (Deutsch)
Tod und Wiederholung in der Philosophie von Deleuze
Paralleltitel (Englisch)
From habitus to thanatos
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
90 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Arno Böhler
Klassifikation
08 Philosophie > 08.99 Philosophie: Sonstiges
AC Nummer
AC15403398
Utheses ID
50816
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
