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Der lange Weg zur Demokratie?
über den Transitionsprozess in Südafrika
Dominik Uhl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Deutsch
Betreuer*in
Friedrich Edelmayer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.57730
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10772.28010.106664-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der lange Weg Südafrikas in die Demokratie war ein beschwerlicher und von massiver Gewalt gekennzeichneter Weg. Mit der Besiedelung der Kap-Region durch die Niederländer begannen sich die Machtverhältnisse im Land zu verschieben. Die Besetzung durch die Briten, um ihre Hegemonialmacht auszudehnen, fügte nicht nur den Ureinwohnern Südafrikas, sondern auch den als Buren bekannten Niederländern enormes Leid zu. Aus dieser Tradition der Gewalt heraus, der Angst vor Marginalisierung und dem Glauben an die Überlegenheit der eigenen Rasse, die auch theologisch begründet wurde, entwickelte sich unter den Buren eine rassistische und diskriminierende politische Elite, die es auch mit Hilfe der Briten schaffte, ihre Politik der Apartheid salonfähig zu machen und ein Unrechtsregime zu installieren, wie es in der Welt kein zweites gab. Die Jahrzehnte der Apartheid waren dabei schon von Beginn an von Gewalt geprägt. Als die Gewaltexzesse das Land nicht nur unregierbar machten, sondern dem Apartheid-Regime jegliche Menschlichkeit genommen haben, sodass selbst die letzten verbündeten Staaten und Konzerne Südafrika den Rücken kehrten, sah sich das Regime gezwungen, mit den Widerstandsbewegungen in Dialog zu treten. So kam es zu den historisch einzigartigen Gesprächen zwischen Nelson Mandela und F.W. de Klerk, die schließlich auf Basis mehrerer Kompromisse den Transitionsprozess einleiteten. Aus diesem Prozess heraus wurde versucht, eine neue nationale Einheit auf Basis von Wahrheit und Versöhnung zu schaffen. Die dafür eigens geschaffene Kommission für Wahrheit und Versöhnung hörte in den Jahren ihrer Tätigkeit tausende tragische Geschichten von Gewalt und Leid. Eindrucksvoll wurden die Ergebnisse in einem frei zugänglichen Bericht fest-gehalten. Ziel dieser Arbeit ist die Analyse eben jenes Transitionsprozesses, der Südafrika vor einem Bürgerkrieg bewahrt hat. Hierbei werden die Voraussetzungen sowie die historischen Ereignisse, die diesen Prozess erst notwendig und möglich gemacht haben, genauso wie die Arbeit der Kommission genauer untersucht.
Abstract
(Englisch)
South Africa's long road to democracy was a weary one, marked by massive violence. With the Dutch setteling in the Cape Province, the balance of power began to shift. The later occupation by the British to expand their hegemony not only inflicted great suffering on the “natives” of South Africa but also on the Dutch, known as Boers. Out of this tradition of violence, the fear of marginalization and the belief in the white supremacy, which was also theologically justified, a racist and discriminating political elite developed among the Boers. Supported by the British this political elite managed to make their policy of apartheid socially acceptable and to install a rogue regime, unique in its kind. The decades of apartheid were characterized by violence right from the beginning. Not only did the extreme acts of violence make the country ungovernable, but they also deprived the apartheid regime of all humanity. So that even the last allied states and corporations left South Africa, the regime was eventually forced to enter into a dialogue with the resistance movements, which led to the historically unique talks between Nelson Mandela and F.W. de Klerk. These dialogues finally initiated the transition process based on several compromises. This very transition process enabled the creation of a new national unity based on truth and reconciliation. The specially created Commission for Truth and Reconciliation heard thousands of tragic stories of violence and suffering in the years of their activity. The results were impressively recorded in a publicly accessible report. The aim of this paper is to analyse this transition process that saved South Africa from civil war, focusing on the preconditions, circumstances and the historical events that made this process necessary and possible, as well as on the examination of the work of the commission.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Apartheid South Africa Nelson Mandela F.W. de Klerk Reconciliation Politics of Reconciliation Truth and Reconciliation Commission
Schlagwörter
(Deutsch)
Apartheid Südafrika Nelson Mandela F.W. de Klerk Versöhnung Versöhnungspolitik Kommission für Wahrheit und Versöhnung
Autor*innen
Dominik Uhl
Haupttitel (Deutsch)
Der lange Weg zur Demokratie?
Hauptuntertitel (Deutsch)
über den Transitionsprozess in Südafrika
Paralleltitel (Englisch)
Long walk to democracy? : the transitionprocess in South Africa
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
135 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Friedrich Edelmayer
Klassifikation
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte
AC Nummer
AC15390924
Utheses ID
50981
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 333 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1