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Profession or oppression?
the history of prostitution policies and the lobbies behind them in Vienna, Austria
Sofia Hörder
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang für Internationale Studien (M.A.I.S.-Lg)
Betreuer*in
Rachel Johnston-White
DOI
10.25365/thesis.57831
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10772.88222.334052-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Debatte um den rechtlichen Status der Prostitution wird weltweit teilweise polemisch und polarisierend geführt. In Österreich ist Prostitution legal, aber stark reguliert, und es gibt Lobbying-Gruppen auf beiden Seiten der Debatte. Die beiden größten und länger etablierten Gruppen, LEFÖ und Sophie fordern Liberalisierung, während drei kleinere und jüngere Gruppen: Solwodi, Verein feministischer Diskurs und lightup die Abschaffung der Prostitution befürworten (im Sinne des nordischen Modells, das den Verkauf von Sex legalisiert, aber das Kaufen von Sex kriminalisiert). Diese Arbeit untersucht die Geschichte dieser Gruppen und ihrer Argumente, die faszinierende Dynamik von Koalitionen zwischen linken, feministischen und konservativen Gruppen, sowie die Spaltung innerhalb linker und feministischer Gruppen. Darüber hinaus werden die Auswirkungen dieser Lobbying-Aktivitäten auf die nationale und internationale Gesetzgebung, der Diskurs und Errungenschaften sowie die Auswirkungen internationaler Gesetzesentwicklungen auf die Bemühungen und Argumente der Lobbies untersucht. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch den Argumenten, die die Prostitutionspolitik mit der Bekämpfung des Menschenhandels verknüpfen. Interviews und Archivalien (Stenographische Protokolle im Gesetzgebungsverfahren; im Parlament vorgeschlagene und diskutierte Anträge; Jahresberichte etc.) wurden verwendet, um die Geschichte und die Motivation hinter den Argumenten und der Zusammenarbeit der Lobbies zu verstehen. Die Ergebnisse zeigen, dass feministische und linke Gruppen in diesem Bereich in der Tat gespalten sind und dass feministische, linke und konservativere Gruppen tatsächlich Koalitionen bilden, um gemeinsam ihre Ziele voranzutreiben. Da es in Wien seit den achtziger Jahren keine aus Prostituierten bestehenden Lobbies gibt, scheint es, als würde sich der Staat bei diesem Thema in erster Linie auf diese NGO-Meinungsmacher beziehen.
Abstract
(Englisch)
The debate surrounding the legal status of prostitution has been contentious and polarizing. In Austria prostitution is legal but heavily regulated and there are lobbying groups on both sides of the issue. The two largest and longer established groups, LEFÖ and Sophie, push for liberalization, while three smaller and younger groups, Solwodi, Verein feministischer Diskurs and lightup, advocate the abolition of prostitution (in terms of the Nordic model which legalizes selling sex but criminalizes the purchase of sex). This thesis explores the history of these groups and their arguments, the intriguing dynamic of coalitions between leftist, feminist and conservative groups, as well as the rifts within leftist and feminist groups themselves. Furthermore, the impact of these lobbying activities on both national and international legislation, discourse and other achievements, as well as the impact of international developments in legislation on the lobbies’ efforts and arguments is explored. Special attention is also given to arguments raised, which link prostitution policy to combatting human trafficking. Interviews and archival items (stenographer’s notes in legislative processes; motions proposed and debated in parliament; annual reports) were used to understand the history and motivation behind the lobbies’ arguments and cooperation. Findings show that feminist and leftist groups are indeed split on this issue in Austria and that feminist, leftist and more conservative groups do form coalitions to jointly advance their goals. Since no lobbies consisting of prostitutes have existed in Vienna since the 1980s, it appears the government primarily refers to these NGO opinion-makers regarding this issue.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Prostitution debate lobbying prostitution policies human trafficking Nordic Model abolition motivation arguments coalitions liberalization Austria feminist leftist conservative
Schlagwörter
(Deutsch)
Prostitution Debatte Lobbying Prostitutionspolitik Menschenhandel Nordisches Modell Motivation Argumente Koalitionen Liberalisierung Österreich
Autor*innen
Sofia Hörder
Haupttitel (Englisch)
Profession or oppression?
Hauptuntertitel (Englisch)
the history of prostitution policies and the lobbies behind them in Vienna, Austria
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
84 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Rachel Johnston-White
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.99 Geschichte: Sonstiges ,
86 Recht > 86.99 Recht: Sonstiges
AC Nummer
AC15644923
Utheses ID
51076
Studienkennzahl
UA | 992 | 940 | |
