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From Hastings to Macaulay
how the East India Company strategically created a legal order to consolidate power over the indigenous people of India 1765-1862
James Bergin
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Molekulare Biologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang für Internationale Studien (M.A.I.S.-Lg)
Betreuer*in
Thomas Row
DOI
10.25365/thesis.57857
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10773.05868.387565-3
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit wird untersucht, wie Rechtsordnungen so strukturiert werden können, dass sie der Machtkonsolidierung dienen, indem der Fall der Britische Ostindien-Kompanie analysiert wird. Unter Generalgouverneur Warren Hastings schuf die Kompanie das Adalat System, in dem Gerichte, die von der Kompanie geführt werden, diesen jeweiligen Bevölkerungsgruppen das islamische und hinduistische Gesetze verhängen. Es wird argumentiert, dass das Adalat-System, anstatt aus Wohlwollen und Respekt für diese Bevölkerungsgruppen zu entstehen, dem Kompanie geholfen hat, Stabilität zu schaffen. Das Adalat-System erlebte dann einen Universalistischen Wandel. Die Kompanie zog sich von der Verhängung des islamischen und hinduistischen Rechts zurück, oft mit dem Vorwand, englische Rechtsreformen einzuführen, aus denen sie eine Moralbegründung für das Reich ableiteten. Die indische Rebellion von 1857, die zur Auflösung des Unternehmens führte, ist teilweise auf den Eingriff in die gesellschaftlichen Werte und Bräuche Indiens mit rechtlichen Mitteln zurückzuführen. Diese Arbeit rekonfiguriert die Entwicklung der Rechtsordnung als einen inhärent imperialen Prozess, der in vielen verschiedenen Phasen abläuft, in denen die Konsolidierung der Macht Priorität hatte. Daher hat die Kompanie das Gesetz in erster Linie als gesellschaftliches und politisches Instrument und nicht als normatives eingeführt. Daher wird der Schluss gezogen, dass die vermeintliche Rolle des britischen Empire bei der Einführung der Rechtsstaatlichkeit in Indien nicht gerechtfertigt ist. Darüber hinaus werden die Auswirkungen dieser Rechtsordnung auf das moderne Indien sowie auf die internationale Sphäre im Allgemeinen betrachtet, in der, in Zeiten der Globalisierung, der Konflikt zwischen Pluralismus und Universalismus immer akuter wird.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines how legal orders can be structured to serve power consolidation by analysing the case of the East India Company. Under Governor-general Warren Hastings the Company created the Adalat System in which courts operated by the Company administered Islamic and Hindu Law to these respective populations. It is submitted here that the Adalat System, rather than deriving from benevolence and respect for these communities, helped the Company achieve stability. The Adalat System then underwent a Universalist Shift. The Company backtracked from administering Islamic and Hindu law, often with a pretext of importing English-style legal reforms, from which they derived a moral justification for empire. The Indian Rebellion of 1857, which caused the dissolution of the Company, can be partially attributed to the encroachment on Indian social values and customs by legal means. This thesis reconfigures the development of the legal order as an inherently imperial process occurring across many different stages in which the Company´s priority was to consolidate power. Thus, the Company imposed law foremost as a social and political tool rather than out of normative principles. Therefore, it is concluded the celebrated role of the British Empire of establishing the rule of law in India is not warranted. Furthermore, the implications of this legal order on modern India are considered, as well as on the international landscape in general, where in an era of globalisation, the clash between pluralism and universalism, becomes increasingly acute.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
East India Company Legal Pluralism Imperialism Orientalism
Schlagwörter
(Deutsch)
Ostindien-Kompanie Rechtspluralismus Orientalismus
Autor*innen
James Bergin
Haupttitel (Englisch)
From Hastings to Macaulay
Hauptuntertitel (Englisch)
how the East India Company strategically created a legal order to consolidate power over the indigenous people of India 1765-1862
Paralleltitel (Deutsch)
Von Hastings nach Macaulay : wie die Ostindien-Kompanie strategisch eine Rechtsordnung geschaffen, um die Macht über die zu konsolidieren indigene Völker von Indien 1765-1862
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
viii, 106 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Thomas Row
Klassifikation
15 Geschichte > 15.64 Großbritannien, Irland
AC Nummer
AC15645251
Utheses ID
51101
Studienkennzahl
UA | 992 | 940 | |
