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Bouldern als Lernaufgabe im Unterrichtsfach ,Bewegung und Sport’
eine Zusammenführung von Diskurssträngen aus unterrichtspraktischer Sicht
Lisa Maria Mühlbacher
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Bewegung und Sport UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Konrad Kleiner
DOI
10.25365/thesis.57884
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10774.19286.332862-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Bouldern zählt aktuell zu jenen Sportarten, die zunehmend von immer mehr Menschen praktiziert wird - doch wie kann dieser Trendsport auch im Rahmen des Faches Bewe-gung und Sport adäquat realisiert werden? Diese Arbeit stellt einen Versuch einer best-möglichen Beantwortung dieser Frage dar. Demnach rückt sie den Sport Bouldern und dessen konkrete Umsetzung im Fach Bewegung und Sport unter dem Aspekt der „neuen Aufgabenkultur“ in den Mittelpunkt. Dazu wird zunächst geklärt, welches Gegenstands-verständnis Bouldern zugrunde liegt und es wird der Frage nachgegangen, welche sport-pädagogischen Werte Schüler und Schülerinnen, unter der Perspektive „Wagnis“, zu be-deutsamen Lernchancen verhelfen. Im Zuge dieser Arbeit wird der aktuelle Bildungsplan einer Analyse unterzogen, inwieweit dieser die Umsetzung boulderspezifischer Einheiten zulässt und wie sich der neue Bildungsplan, mit den formulierten Kompetenzen, an Trendsportarten orientiert. Nach dieser theoretischen Annäherung wird aufgezeigt, wie Lernaufgaben charakterisiert sind und welche Prämissen ihr zugrunde liegen. Dabei wird vor allem der Diskurs über mögliche Schwierigkeiten der praktischen Umsetzung von Lernaufgaben - in Miteinbeziehung diesbezüglicher Denkanstöße aus Deutschland und der Schweiz - aufgezeigt. Dieser Unsicherheit wird entgegengearbeitet, indem zuerst eine klare Darstellung der Zielintentionen der Lernaufgaben aufgezeigt wird und im Anschluss eigens erstellte Unterrichtsplanungen zum Thema „Bouldern als Lernaufgabe“ präsentiert werden. In diesen Stundenbildern werden neue Erkenntnisse in der Vermittlung und die sportpädagogischen Aspekte mit konkreten Umsetzungsmöglichkeiten vereint. Die Zu-sammenschau der unterschiedlichen Themen hat zum Ziel, die Sportart Bouldern mit all ihren Anforderungen und deren Ableitungen vom Breitensport in den Schulsport zu über-führen. Das Ziel der neuen Aufgabenkultur ist es, explizite Wissensvermittlung mit den erforderlichen boulderspezifischen Technikanforderungen zu kombinieren - Lernaufgaben leiten Informationsverarbeitungsprozesse ein, initiieren eine kognitive Aktivierung und animieren zu einer selbstgesteuerten Auseinandersetzung. Schüler und Schülerinnen sollen befähigt werden, auf verschiedenste Wagnissituationen entsprechend reagieren zu können und ihre Fähigkeiten flexibel den unterschiedlichen Gegebenheiten anzupassen - das Prinzip des Transfers spiegelt den Grundgedanken der Lernaufgabe wider. Dadurch sollen in weiterer Folge die gesetzten kompetenzorientierten Lernerwartungen den Schü-lern und Schülerinnen unterschiedliche Zugänge eröffnen, durch die sie selbstbestimmt und handlungsfähig der Sportart Bouldern, auch außerhalb des Unterrichts, nachgehen können.
Abstract
(Englisch)
Bouldering is currently one of the sports that is increasingly practiced by more and more people - but how can this trend sport also be adequately implemented in exercise and sports at school?
This thesis focuses on the sport of bouldering and its implementation in the school subject exercise and sports (physical education) under the aspect of the new syllabus. To this end, a deep understanding of the subject will be conveyed, followed by relevant sport-pedagogical values, that offer significant learning opportunities for the students. In the course of this work, the current education plan is analyzed, to what extent it allows the implementation of boulder-specific units and how the new education plan, with the formu-lated competences, is oriented towards trend sports. After a theoretical review, it will be shown how learning tasks are characterized, followed by a discourse that exemplifies the difficulties in the concrete implementation in Austria, but also in Switzerland and Germany. This uncertainty is counteracted by a presentation of the intended goals of the learning tasks and self-developed lesson plans on the subject of "Bouldering as a learning task". These underlying plans combine new insights from didactics and the sport-pedagogical aspects with practical implementation options. The synopsis of those different topics has the goal to transform the sport of bouldering with all its elements from a „pop-sport“ into an accepted school sport. The created learning tasks are constructed in such a way, that students are able to test a wide array of learning environments, while combining explicit knowledge transfer with the required boulder-specific technical requirements. Learning tasks lead to information processing, initiate a cognitive activation and incite to an inde-pendent confrontation. Students should be empowered to respond to different risk situa-tions and to flexibly adapt their abilities to different circumstances. This transfer reflects the basic idea of the learning task. In this way, the resulting competency-oriented learning expectations open up different approaches for the students to make them self-determined and able to act independently while bouldering, even outside classrooms.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
bouldering learning task
Schlagwörter
(Deutsch)
bouldern Lernaufgaben
Autor*innen
Lisa Maria Mühlbacher
Haupttitel (Deutsch)
Bouldern als Lernaufgabe im Unterrichtsfach ,Bewegung und Sport’
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Zusammenführung von Diskurssträngen aus unterrichtspraktischer Sicht
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
153 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Konrad Kleiner
AC Nummer
AC15412794
Utheses ID
51124
Studienkennzahl
UA | 190 | 482 | 299 |
