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Mitis Iudex Dominus Iesus
challenges for its implementation in Nigeria
Ambrose Abejide Olowo
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Theologische Spezialisierungen (Advanced Theological Studies)
Betreuer*in
Ludger Müller
DOI
10.25365/thesis.57961
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20427.31293.849865-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Ehe ist eine soziale Einrichtung basierend auf der Würde eines Sakraments der Katholischen Kirche. Das Sakrament der Ehe – im Einklang mit der Theologie über die Ehe – ist gekennzeichnet durch zwei Eigenschaften: die Einheit und die Unauflöslichkeit. Die Katholische Kirche lehrt, dass die wesentlichen Rechte und Pflichten der Ehe zusammenhängen mit den vier Begriffen, nämlich: BONUM CONUIGUM, BONUM PROLIS, BONUM FIDEI und BONUM SACRAMENTI. Die Errichtung des Bundes der Ehe basiert auf der Gültigkeit der Eheschließung. Das unauflösliche Band der Ehe, das einmal entstanden ist, weist auf die Unmöglichkeit der Scheidung hin. Diese Rechtsauffassung wird sowohl durch einige biblische Texte, als auch durch konziliare und postkonziliare Dokumente bekräftigt. Von den Ehepartnern wird erwartet, dass sie unter dem bestehenden Bund der Ehe zusammenleben, aber es könnte auch einer gesetzlich erlaubten Trennung zugestimmt werden. Für ungültige Ehen haben die einschlägigen Gesetze jedoch die notwendigen Verfahren festgelegt, die eingeleitet werden müssen, um ihre Ungültigkeit festzustellen. Eine derartige Nichtigkeit einer Ehe, die nicht mit der Scheidung gleichzusetzen ist, liegt vor, wenn die Gerichte, die für die Anhörung der eingereichten Anträge zuständig sind, die vorliegenden Nichtigkeitsgründe durch Urteil festgestellt haben.
Der Vorgang der Anrufung der Gerichte durch die Antragsteller erschien wohl zu umständlich, langwierig und ein wenig unproduktiv. Dies veranlasste Papst Franziskus, die Reformen zur Nichtigkeit der Ehe durchzuführen, als er das "MOTU PROPRIO MITIS IUDEX DOMINUS IESUS" veröffentlichte. In dieser Reform versuchte der Papst, einige Vorschriften in den Gesetzen der Kirche über das Verfahren, das zur Nichtigkeitserklärung einer Ehe führt, zu ändern und damit auch die rechtlichen Verfahren der Kirche zur Festlegung, wann und wie eine Nichtigkeitserklärung abzugeben ist, zu ändern oder zu modifizieren. In einigen Bereichen versuchte er auch, die bestehenden Verfahren zu stärken und sie zu beleben, mit dem Ziel, sich um die pastoralen Bedürfnisse von Menschen zu kümmern, die verheiratet sind, aber getrennt leben und die den Wunsch oder die Notwendigkeit verspüren, das Gerichtsverfahren zur Nichtigerklärung früherer Ehen zu durchlaufen.
Die Forschungsarbeit konzentrierte sich auf die Umsetzung der vom MOTU PROPRIO MITIS IUDEX DOMINUS IESUS eingeleiteten Reform unter besonderer Berücksichtigung Nigerias. Die Veröffentlichung des Reformdokuments als Maßnahme zur Verbesserung der Unregelmäßigkeiten in den alten Verordnungen allein reicht nicht aus. Die praktische Umsetzung dieser Reform muss überprüft werden, um zu erwartende Herausforderungen bei den Ehegerichten in Nigeria zu lösen und damit ihre Ziele zu erreichen. Diese Forschungsarbeit verlangte daher, dass die Einführung von Änderungen im Ehenichtigkeitsprozess eine vollkommene Entwicklung darstellt, aber die Umsetzung des MOTU PROPRIO MITIS IUDEX DOMINUS IESUS in Nigeria könnte mit einigen besonderen Herausforderungen verbunden sein.
Dies ist eine qualitative Forschung, die Informationen sammelte, um sie interpretativ zu analysieren. Obwohl der Forscher nicht in die Meinungen der Befragten eingriff, könnte die Interpretation des Autors eine subjektive Beschreibung des Ergebnisses der Daten darstellen. Es wurde eine vollständige Beschreibung des Themas erstellt. Um das gesetzte Ziel zu erreichen, wurde eine Übersicht über das Land Nigeria mit Blick auf seine kurze Geschichte, seine geographische Zusammensetzung, seine Politik und seine Wirtschaft dargestellt. Eine Übersicht über den Zustand der Gerichte und der Kirche in Nigeria wurde ebenfalls vorgelegt. Die Forschung ging weiter, um den Vorgang der Annullierung der Ehe vor der Einführung der Reform zu untersuchen und betrachtete ebenfalls die durch die Reform eingeführten Änderungen, sowie die den Motiven für die Reform zugrundeliegenden Prinzipien. Anschließend werden die Bereiche, in denen die Umsetzung der Reform in Nigeria durchgeführt wurde, untersucht und die tatsächlichen Herausforderungen festgestellt. Die wahrscheinlichen Herausforderungen, die für die Umsetzung in Nigeria charakteristisch sind, wurden angeführt; gleichzeitig zeigt der Autor Wege zur Verbesserung oder Lösung dieser Herausforderungen.
Abstract
(Englisch)
Marriage as a social institution is accorded the dignity of a sacrament in the Catholic Church. The sacrament of marriage in accordance with the theology of marriage has two properties: unity and indissolubility. The Catholic Church teaches that the essential rights and duties of marriage are related to the four goods viz: bonum conuigum, bonum prolis, bonum fidei, and bonum sacramenti. The creation of the bond of marriage is predicated on the validity of the marriage celebration. The unbreakable bond of marriage once created suggests the impossibility of divorce. This legal perception is largely supported by some scriptural texts, and conciliar- and post-conciliar documents. Partners are expected to live together under the subsisting bond but a separation permitted by law could also be granted. However, for invalid marriages, the relevant laws have laid down necessary proceedings to be adopted to effectuate their annulment. Such a nullity of marriage, which is not the same as divorce, will be granted after the relevant tribunals responsible to hear the submitted petitions are satisfied that the grounds for nullity exists.
The process of approaching the tribunals by petitioners was apparently cumbersome, long and somewhat unproductive. This led Pope Francis to effectuate the reforms on the nullity of marriage when he published the motu proprio Mitis Iudex Dominus Iesus. In this reform, the Pope sought to change some regulations in the laws of the Church regarding the process leading to the declaration of the nullity of marriage, thereby changing or modifying the Church’s legal procedures for determining when and how to issue a declaration of nullity. In some areas however, he sought to strengthen existing procedures and gave them life with the objective to take care of the pastoral needs of people who are married but separated, and who desire or need to go through the judicial process of nullifying previous marriages.
The research work focused its attention on the implementation of the reform introduced by the motu proprio Mitis Iudex Dominus Iesus, with specific reference to Nigeria. The publication of the reform document as an intervention to ameliorate the irregularities in the old regulations is not enough, the practical implementation of this reform is needed to be investigated to unravel probable challenges in the marriage tribunals in Nigeria, in order to achieve its goals. This research work therefore postulated that the introduction of changes in the process of nullity of marriage is a welcome development but the implementation of the motu proprio Mitis Iudex Dominus Iesus in Nigeria could come with some attendant or peculiar challenges.
This is a qualitative research, which gathered information with the aim to analyse them in an interpretative manner. Although the researcher did not interfere with the opinions of the respondents, the interpretation of the author, which could be subjective described the outcome of the data. Nevertheless, a complete description of the research topic was provided. To achieve this set objective, an overview of the country (Nigeria) was given, looking at its brief history, geographical composition, politics and economy. A synopsis of the state of the tribunal and the Church in Nigeria was also examined. The research went further to explore the process of annulment of marriage before the introduction of the reform and similarly looked at the changes introduced by the reform as well as highlighting the principles underlying the motives for the reform. Subsequently the areas where the implementation of the reform has been implemented in Nigeria were investigated, and the real challenges encountered established. The probable challenges peculiar to its implementation in Nigeria were consequently articulated, while the writer offered gave an exposé on the way forward to ameliorating or resolving the challenges.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Marriage Nullity
Schlagwörter
(Deutsch)
Ehenichtigkeitverfahren
Autor*innen
Ambrose Abejide Olowo
Haupttitel (Englisch)
Mitis Iudex Dominus Iesus
Hauptuntertitel (Englisch)
challenges for its implementation in Nigeria
Paralleltitel (Deutsch)
Mitis Iudex Dominus Iesus : Herausforderungen für seine Umsetzung in Nigeria
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
vi, 208 Seiten : Diagramme, Karten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Ludger Müller
Klassifikation
11 Theologie > 11.54 Katholizismus
AC Nummer
AC15419187
Utheses ID
51195
Studienkennzahl
UA | 066 | 795 | |
