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Re-Framing "Femme fatale"
auf den Spuren selbstbestimmter Frauen in Pre-Code und Film noir - Theoretisierung der film-praktischen Arbeit "All the world's her stage"
Alina Bachmayr-Heyda
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Frank Stern
DOI
10.25365/thesis.58034
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26328.29876.848152-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern in einem Neo-Noir die emanzipatorischen Potenziale der Femme fatale-Figur ausgeschöpft werden können.
Die Arbeit ist als die theoretische Hälfte einer Diplomarbeit entstanden, die in ihrer anderen Hälfte aus einem Kurzfilm besteht. Der Kurzfilm All the World’s Her Stage ist in Zusammen- arbeit mit Raimund Schlager entstanden. Seine theoretische Arbeit Zeus als Frau: Konstruk- tion, mythologische Kodierungen und Symbolik weiblicher Selbstbestimmung in Pre-Code Holly- wood beschäftigt sich vorrangig mit der mythologischen Ebene des Filmtextes.
Die Arbeit zeigt, wie All the World’s Her Stage gezielt visuelle Elemente des Pre-Code bzw. Film noir aufnimmt. Damit triggern wir durch intertextuelle Bezüge die Sehgewohnheiten des Publikums, das wiederum durch das intradiegetische Publikum in der Bar repräsentiert wird. Unserer Protagonistin gelingt eine Selbstermächtigung durch die Aneignung der Femme fatale. Die Arbeit zeigt, wie sich Zeus nicht nur einen weiblichen Körper aneignet und die Femme fatale mit ihrer überbetonten Weiblichkeit zitiert; die phallische Macht der Femme fatale wird auf mythologischer Ebene durch die Doppelfigur Tänzerin/Göttervater Zeus noch betont. Zeus lässt sich als unlesbar interpretieren, um nicht durchschaut zu werden. Gleich- zeitig kann die Tänzerin, ausgestattet mit der Macht der Femme fatale, unhinterfragt ein (se- xuell) selbstbestimmtes Leben führen. Wir zeigen, dass ein Neo-Noir erfolgreich das umsetzen kann, worin sich die marxistisch-feministisch und die kritisch-feministische Forschung von Kaplan bis Grossman weitgehend einig zeigen: Dass das schwarze Genre die ungehemmte weibliche Kraft zelebriert.
Abstract
(Englisch)
This diploma thesis asks to what extent the emancipatory potential of the femme fatale figure can be explored in neo-noir. The thesis was conceived as the theoretical half of a diploma thesis, the other half of which consists of a short film. The short film All the World's Her Stage was made in collaboration with Raimund Schlager. His theoretical piece Zeus als Frau: Kon- struktion, mythologische Kodierungen und Symbolik weiblicher Selbstbestimmung in Pre-Code Hollywood deals primarily with the mythological layer of the film text.
The work shows how All the World's Her Stage purposefully takes up visual elements of the Pre-Code and of film noir. In so doing, the viewing habits of the audience are triggered through intertextual reference, which in turn is represented by the intradiegetic audience in the bar. Our protagonist succeeds in empowering herself by appropriating the femme fatale. The work shows how Zeus not only adopts a female body and quotes the femme fatale with its overemphasized femininity; the phallic power of the femme fatale is further emphasized on a mythological level by the double figure dancer/father of the gods Zeus. Zeus adopts an air of mystery in order to not be seen through. At the same time, the dancer, equipped with the power of the opaque femme fatale, can lead an unquestioned (sexually) self-determined life. Hence, we show that neo-noir can successfully implement what Marxist-feminist and critical-feminist scholars from Kaplan to Grossman largely agree on - that the noir genre celebrates unchecked female power.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Film Noir Pre-Code Femme fatale Film Theory Hollywood naked dance Film Feminist Film Theory Male Gaze
Schlagwörter
(Deutsch)
Film Noir Pre-Code Femme fatale Filmtheorie Hollywood Nackttanz Nacktheit Film feministische Filmtheorie Male Gaze
Autor*innen
Alina Bachmayr-Heyda
Haupttitel (Deutsch)
Re-Framing "Femme fatale"
Hauptuntertitel (Deutsch)
auf den Spuren selbstbestimmter Frauen in Pre-Code und Film noir - Theoretisierung der film-praktischen Arbeit "All the world's her stage"
Paralleltitel (Englisch)
Re-Framing Femme fatale
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
59 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Frank Stern
Klassifikation
24 Theater > 24.34 Filmgattungen, Filmsparten
AC Nummer
AC15463581
Utheses ID
51256
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
