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Der Körper spricht
natürliche Sprache und Tanz als körperbasierte Kommunikationsmedien im Vergleich
Martina Amerstorfer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Manfred Glauninger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.58267
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13410.05670.533969-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In der Arbeit „Der Körper spricht – Natürliche Sprache und Tanz als körperbasierte Kommu- nikationsmedien im Vergleich“ steht der Körper und sein dynamisches Sein und Werden im Mittelpunkt. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie die „natürliche“ Sprache und der Tanz als körperbasierte Kommunikationsmedien verstanden werden können und welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten dabei festzustellen sind. Ausgehend vom dekonstruktivistischen Körperkonzept Jean-Luc Nancys in den Werken »sin- gulär plural sein« (2012) und »Corpus« (2014) wird die Offenheit des Körpers und die damit einhergehende Bedeutungsoffenheit im Sinne eines infiniten Regresses nach Charles Sanders Peirce semiotisch interpretiert. Dabei wird die Gemeinschaftlichkeit beziehungsweise das sin- gulär plurale Sein des Körpers stets mitgedacht. Als grundlegende forschungsleitende An- nahme der Untersuchung gilt, dass der Tanz in seiner Bedeutungsgenerierung, mit Erika Fi- scher-Lichte ausgedrückt, Spielräume eröffnet, die die Möglichkeit einer permanenten Neuer- findung (des Körpers) geben, und somit der Tanz durch seine spezifisch künstlerisch-ästheti- sche Dimension, im spezifischen der zeitgenössische Tanz, ein breiteres Spektrum an Interpre- tationsmöglichkeiten bietet als die natürliche Sprache. Im Zuge der Analyse komme ich zu dem Schluss, dass sich die Unterschiede und Gemeinsam- keiten von natürlicher Sprache und Tanz als körperbasierte Kommunikationsmedien aus der dynamischen Verfasstheit des Körpers selbst ergeben im Sinne einer stetigen Neuerzeugung im sozialen Sein. Dabei können natürliche Sprache und Tanz nicht einfach gegenübergestellt wer- den, weil es der Komplexität und der Verwobenheit der beiden Medien nicht gerecht würde. Aus der gemeinschaftlichen (im umfassenden Sinn: sozialen) Verfasstheit des Körpers, der sich in einem stetigen Austausch- und Kommunikationsverhältnis befindet, ergibt sich die soziale Sphäre einer jeden Kommunikation. Auch der Kontext und die Konzepte, die nicht von der sozialen Sphäre abzugrenzen sind, bestimmen die Generierung von Bedeutung mit. Den Unter- schied der beiden körperbasierten Kommunikationsmedien arbeite ich in der Unübersetzbarkeit des Körpers heraus, indem notwendigerweise in der Übersetzung von einem Medium ins andere ein signifikatorischer Rest bestehen bleiben muss. In chiastischer Weise kulminieren meine Ausführungen in der Diskussion der Frage nach der diskursiven Verfasstheit des Körpers, in- dem die wechselseitige Beziehung von Körper, Sprache und Tanz vor dem Hintergrund der Theorien der Konstruktion des Körpers beziehungsweise des Geschlechts von Judith Butler ausgelotet wird. Der Körper spricht im Sinne einer Grenzenlosigkeit und Offenheit seines dynamischen Seins, das der Unabgeschlossenheit der Generierung von Bedeutung zugrunde liegt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Tanz Körper Nancy Semiotik Kommunikation
Autor*innen
Martina Amerstorfer
Haupttitel (Deutsch)
Der Körper spricht
Hauptuntertitel (Deutsch)
natürliche Sprache und Tanz als körperbasierte Kommunikationsmedien im Vergleich
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
91 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Manfred Glauninger
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.12 Kommunikationsprozesse
AC Nummer
AC15661667
Utheses ID
51457
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 299 |
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