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Englisch als Lingua Franca beim Konferenzdolmetschen und der Vorteil geteilter Sprachen am Beispiel von österreichischem Deutsch
David Rieger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Englisch
Betreuer*in
Franz Pöchhacker
DOI
10.25365/thesis.58457
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15560.82941.673513-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit befasst sich mit der Frage, ob ein Vorteil geteilter Sprachen vorliegt, wenn die Redner_innen, die ELF verwenden, und die Dolmetscher_innen dieselbe Erstsprache teilen. Dies wird am Beispiel von österreichischem Deutsch als geteilter Sprache untersucht. Es wird angenommen, dass es trotz ELF-Akzentes keinen Informationsverlust im Zieltext gibt und der Vorteil daher zum Tragen kommt. Dies wird in einem Experiment untersucht, in dem die Dolmetschleistungen Studierender gemessen werden, wenn sie einen Ausgangstext, der sowohl in Received Pronunciation als auch in österreichischem ELF vorgetragen wird, ins Deutsche dolmetschen.
Im ersten Teil der Arbeit geht es um theoretische Grundlagen der kognitiven Prozesse beim Simultandolmetschen und um für die Arbeit relevante Aspekte der Zweitsprachenforschung. Daran anschließend folgt eine Einführung in die Verbreitung des Englischen und den Forschungsgegenstand Englisch als Lingua Franca. Im dritten Kapitel werden dann die Bereiche ELF und Dolmetschen zusammengeführt, ehe in Kapitel vier der Stellenwert der Aussprache in der Standardsprachideologie hinterfragt und im Rahmen von ELF diskutiert wird. Es werden auch die Aussprachemerkmale von Received Pronunication und österreichischem Englisch vorgestellt. In Kapitel fünf werden die Materialien, die beim Experiment zum Einsatz kommen, und das Versuchsdesign präsentiert. Danach erfolgt die Analyse der Dolmetschleistungen und des begleitenden Fragebogens.
Die Ergebnisse des Experiments zeigen, dass die Annahme, es bestehe ein Vorteil geteilter Sprachen, weder bestätigt noch widerlegt werden kann. Die Werte sind nicht eindeutig und zeigen keinen Vorteil in dem Ausmaß, wie es in der Literatur oder in früher durchgeführten Untersuchungen der Fall war. Der Unterschied zwischen den Dolmetschungen der RP-Rednerin und des Ö-ELF-Redners ist aber auch nicht groß genug, um einen Vorteil geteilter Sprachen ganz ausschließen zu können.
Abstract
(Englisch)
This master’s thesis investigates whether a shared languages benefit occurs if the ELF speaker(s) and interpreter(s) share the same L1. This is examined using the example of Austrian German as a shared language. It is assumed that, despite the ELF accent, there is no loss of information in the target text and that the benefit therefore comes to bear. To verify this hypothesis, an experiment is carried out, in which the interpreting performance of students is measured when interpreting the same source text presented in Received Pronunciation as well as in Austrian ELF into German.
The first part of the paper deals with the theoretical foundations of cognitive processes in simultaneous interpreting and second language research. This is followed by an introduction to the spread of English in the world and the research paradigm English as Lingua Franca. In the third chapter, the subject area ELF and interpreting is presented. In chapter four, it is questioned whether accent is part of the standard language ideology and discussed against the backdrop of ELF, before the features of Received Pronunciation and English in Austria are introduced. In chapter five, the experiment design as well as the materials used for the experiment are presented. Subsequently, an analysis of the experiment and questionnaire results is performed.
The results of the experiment indicate that the assumption of a shared languages benefit can neither be disproved nor confirmed. The difference between the scores of the interpretation of the ELF-speaker and the RP-speaker is not as significant as to completely rule out a shared languages benefit. However, a benefit to such a degree as described in literature and perceived in previous experiments cannot be observed.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
ELF English as a Lingua Franca shared languages benefit conference interpreting
Schlagwörter
(Deutsch)
ELF Englisch als Lingua Franca Vorteil geteilter Sprachen Konferenzdolmetschen
Autor*innen
David Rieger
Haupttitel (Deutsch)
Englisch als Lingua Franca beim Konferenzdolmetschen und der Vorteil geteilter Sprachen am Beispiel von österreichischem Deutsch
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
149 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Pöchhacker
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein: Sonstiges ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.25 Soziolinguistik: Sonstiges ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.43 Zweitsprachenerwerb ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.49 Angewandte Sprachwissenschaft: Sonstiges ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.53 Phonetik, Phonologie ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.04 Englische Sprache
AC Nummer
AC15672094
Utheses ID
51624
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 342 |
