Detailansicht

Estimated mate vylue and cerebral processing of faces in humans
an EEG-study
Hanna Steindl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Peter Walla
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.5758
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30458.75423.179059-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
EEG-Studien im Zusammenhang mit der Verarbeitung von Gesichtern konnten einen Einfluss von Attraktivität auf frühe Ereigniskorrelierte Potenziale (ERPs) zeigen. Da sich der Partnerwert einer Person unter anderem auch aufgrund seines physischen Erscheinungsbildes erschließt, war es Ziel dieser Studie zu untersuchen, ob die Partnerwahl (Langzeitpartner oder Kurzzeitpartner) ERPs beeinflusst (P100, N170 und der frühe Anteil der LPC). Weiters wurden auch mögliche Auswirkungen der unterschiedlichen Phasen des weiblichen Menstruationszyklus sowie die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel auf die frühen ERPs untersucht. Es wurden die EEG-Daten von 24 Männern und 21 Frauen aufgenommen, als Stimuli dienten Frontalfotos von 100 männlichen und 100 weiblichen Gesichtern. Weibliche Gesichter, die als Kurzzeitpartner bewertet wurden, riefen in Männern eine signifikant höhere Amplitude der P100 hervor als weibliche Gesichter, die als Langzeitpartner bewertet wurden. Diese frühe Komponente konnte bei natürlich menstruierenden Frauen nicht beobachtet werden, was die ihr in vorangegangenen Studien eingeräumte wesentliche Rolle in der Gesichterverarbeitung bezweifeln lässt. Außerdem stellt sich die Frage, ob es mögliche Geschlechtsunterschiede in der Gesichterverarbeitung gibt. Die N170 wurde in allen Versuchpersonen beobachtet und ihre neuronalen Generatoren im Gyrus fusiformis lokalisiert, was Ergebnisse früherer Studien bestätigt. Weiters legen die Beobachtungen in der vorliegenden Studie nahe, dass die Konzentrationen von Steroidhormonen einen Einfluss auf Gehirnfunktionen von Frauen haben können, wenn auch die Anzeichen dafür nur sehr schwach sind. Die P100 spiegelt möglicherweise einen Kategorisierungsprozess wieder, der auf feinen physiognomischen Unterschieden basiert, und für Männer ausreichend sein könnte um den Partnerwert einer Frau innerhalb eines Augenblickes beurteilen zu können.
Abstract
(Englisch)
According to current ERP (event-related potential) literature attractiveness might be able to modulate early face processing ERPs. As one’s mate value is also assessed by one’s physical appearance one aim of this study was to investigate possible influences of mate choice decisions on early ERPs (P100, N170, and the early part of the LPC). Another focus was laid on possible alterations of ERP patterns as a function of menstrual cycle phase respectively of using hormonal contraceptives. EEG data from 24 men and 21 women was collected. Stimulus material comprised a set of front-view photographs of 100 female and 100 male faces with neutral facial expression. In men, female faces rated as a short-term mate elicited significant higher P100 amplitudes than female faces rated as a long-term partner. As the P100 which is debated for being crucial in face processing was not observable in naturally cycling women it is weakening the discussed findings for its face specifity and arises the question of sex differences in face processing. A N170 was observed in all subjects with its neural generators being localized in the fusiform gyrus, which is in line with previous studies. Furthermore, the findings of this study suggest that steroid hormone concentrations might have an influence on brain functioning in women, although evidence is weak. To conclude, the P100 might reflect a categorization process on a level of fine physiognomic facial features that could be sufficient for men’s appraisal of women’s mate value within a glance.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
mating strategies processing of faces P100 N170 menstrual cycle hormonal contraceptives
Schlagwörter
(Deutsch)
Partnerwahlstrategien Gesichterverarbeitung P100 N170 Menstruationszyklus hormonelle Verhütungsmethoden
Autor*innen
Hanna Steindl
Haupttitel (Englisch)
Estimated mate vylue and cerebral processing of faces in humans
Hauptuntertitel (Englisch)
an EEG-study
Paralleltitel (Deutsch)
Eingeschätzter Partnerwert und cerebrales Verarbeiten von Gesichtern in Menschen ; eine EEG-Studie
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
96 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Peter Walla
Klassifikationen
42 Biologie > 42.00 Biologie: Allgemeines ,
42 Biologie > 42.66 Ethologie ,
77 Psychologie > 77.50 Psychophysiologie
AC Nummer
AC07948241
Utheses ID
5165
Studienkennzahl
UA | 442 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1