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Evaluierung von geschlechtsspezifischen Unterschieden im Rahmen der Spätfolgen des Diabetes Mellitus Typ 1
Juliane Hintersteiner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Rosa Lemmens-Gruber
DOI
10.25365/thesis.5761
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30353.08023.205263-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die geschlechtsspezifische Betrachtung der Patienten und deren Krankheiten stellen einen wichtigen Sektor im Bereich der Pharmazie und Medizin dar. Das Wissen über die Unterschiede in der männlichen und weiblichen Physiologie und im Arzneimittel-Metabolismus sind für eine optimale und individuelle Therapie essentiell. Ob diese Geschlechtsunterschiede nun speziell bei der Krankheit Diabetes mellitus auftreten und in welchem Verhältnis sie zueinander stehen, ist das Ziel dieser Studie.
Methodik
Die Studie wurde in dem Zeitraum von Anfang März bis Mitte Juni 2009 am Allgemeinen Krankenhaus Wien, an der Ambulanz für Diabetes und Stoffwechselstörungen durchgeführt. Das Patientenkollektiv umfasste 200 Patienten, davon waren 95 Frauen und 105 Männer. Alle wichtigen Parameter aus der Patientenanamnese und auch alle Blut- und Harnbilder wurden ausgewertet. Die Daten wurden im persönlichen Gespräch mit den Patienten vervollständigt, anonymisiert und in Folge statistisch ausgewertet.
Resultate
Es zeigen sich signifikante Geschlechtsunterschiede zwischen Männern und Frauen hinsichtlich der Lipid-Profile. Frauen haben höhere Gesamt-Cholesterin- und niedrigere Triglycerid-Werte, auch der Cholesterin/HDL-Quotient ist niedriger als bei den Männern. Das HDL-Cholesterin ist insgesamt bei den Frauen deutlich höher, beim LDL-Cholesterin lassen sich bei den Männern niedrigere und somit bessere Werte feststellen. Insgesamt leiden mehr Frauen an einer Hyperlipidämie als Männer, in diesem Bereich gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten, um kardiovaskulären Erkrankungen vorzubeugen.
Vom Alkohol- und Rauchkonsum sind mehr Männer betroffen, was sich aber statistisch nur für den Alkoholkonsum als signifikant erweist. Mehr Frauen als Männer negieren Alkohol komplett.
Beim Vergleich der Spätschäden zeigen sich keine aussagekräftigen Ergebnisse. Allerdings sind bei der Untersuchung, dass andere Krankheitsbilder wie Hypertonie, Hyperlipidämie, Adipositas und eine schlechte Stoffwechsellage eine negative Auswirkung auf mikrovaskuläre Schäden haben, Geschlechtsunterschiede festzustellen. Frauen sind mehr von einer Hyperlipidämie und einer schlechten metabolischen Lage hinsichtlich der Entwicklung der Folgeerkrankungen beeinflussbar, Männer mehr durch Adipositas. Die höhere Rate an Spätschäden bei den Hypertonikern ist bei beiden Geschlechtern zu verzeichnen. Diese Resultate weisen auf die Notwendigkeit einer geschlechtsoptimierten Therapie hin.
Diskussion
Insgesamt wurden keine relevanten Geschlechtsunterschiede gefunden, die bedeutende Aussagen zulassen würden. Aufgrund einiger Unterschiede ist aber die Wichtigkeit für diese geschlechtsspezifische Betrachtung aufgezeigt und eine Basis für weitere Forschungen geschaffen worden.
Abstract
(Englisch)
The gender-related viewing of patients and diseases is an important case in medicine and pharmacy today. The knowledge about the differences in physical pathways and drug metabolism between men and women is crucial for an individually adapted therapy. The aim of this study was to determine if these differences occur at diabetes mellitus type 1 and how these differences react between the genders.
Methods
The study was performed from March until June 2009 at the General hospital in Vienna, with out-patients suffering from diabetes and metabolic disorders. Data was collected from 200 subjects, including 95 female and 105 male patients. All parameters from the patient´s medical history and the whole blood and urine samples were evaluated. These data was completed through a disease specific anamnesis.
Results
There are gender differences in regard to all lipid-parameters, whereas female patients have higher total cholesterol levels, lower triglyceride levels and a lower cholesterol/HDL-quotient than men. Moreover, women show higher HDL-cholesterol values than men, and the LDL-cholesterol is lower in men than in women. The presence of hyperlipidemia is more frequent in women, thus there are more interventions required to avoid cardiovascular diseases. More men than women consume tobacco and alcohol, but only the alcohol-component is statistically significant. The number of women who negate alcohol completely is higher than that of men.
The comparison of the diabetic complications between the genders shows no satisfactory outcomes, but they are strongly influenced by other diseases, such as hypertension, hyperlipidemia, poor metabolic control and adipositas. The investigations turned out gender differences in this case, women are more affected by hyperlipidemia and poor metabolic control than men. Thus, men are more affected by adipositas than women. Independently of gender, patients with hypertension have greater risk to achieve diabetic complications. These results emphasize the importance of the gender specific therapy in regard to the diabetic microvascular complications.
Conclusions
Overall, there is no significant gender difference recorded, thus not leading to a meaningful statement. This study indicates the importance of gender specific treatment, and established a basis for further investigations.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
geschlechtsspezifisch Diabetes Mellitus Typ 1 Spätschäden
Autor*innen
Juliane Hintersteiner
Haupttitel (Deutsch)
Evaluierung von geschlechtsspezifischen Unterschieden im Rahmen der Spätfolgen des Diabetes Mellitus Typ 1
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
III, 140 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rosa Lemmens-Gruber
Klassifikation
44 Medizin > 44.38 Pharmakologie
AC Nummer
AC07837434
Utheses ID
5168
Studienkennzahl
UA | 449 | | |
