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Arbeit, Familie und Gesellschaft
Tätigkeitsfelder englischer working class Frauen in der Baumwollindustrie in Lancashire in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts
Beatrice Preßl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Andrea Komlosy
DOI
10.25365/thesis.682
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29619.48094.600063-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Inhalt dieser Arbeit ist die Präsentation der working class Frau in den drei Tätigkeitsfeldern Arbeit, Familie und Gesellschaft. Räumlich (nordenglische Grafschaft Lancashire) wie auch zeitlich (erste Hälfte des 19. Jahrhunderts) eingegrenzt, zeigt sich die Frau in unterschiedlichen Rollen: Heimarbeiterin, Dienstbotin, Hausfrau, Ehefrau, Mutter u. v. a..
Der Industrialisierungsprozess findet sich in Lancashire vor allem durch eine sich stark ausbreitende Textilindustrie wieder. Wandlungsprozesse lassen sich speziell im Baumwollgewerbe aufzeigen - das seine Produktion im 18. Jahrhundert beinahe gänzlich in den Händen der Hausindustrie sah. Neue Erfindungen von Spinn- und Webmaschinen (Waterframe, Mule, Powerloom) verlagern die Produktion, in die nach 1800, stark ausbreitenden Fabriken. Die Zeitverzögerung der Mechanisierung des Webvorgangs im Gegensatz zum Spinnen lässt bis in die 1840er Jahre eine Koexistenz von zwei Produktionssystemen erkennen: Hausindustrie und Fabrikwesen. Die working class Frau findet sich somit als ländliche Gewerbetreibende in einer geschlossenen Familienökonomie oder als Fabrikarbeiterin wieder. Abgesehen von ihren Erwerbstätigkeiten im Baumwollgewerbe begegnet sie einem unter anderem als Dienstbotin (größter weiblicher Arbeitsmarkt) oder Lehrerin/Gouvernante.
Die working class Frau im Kreise ihrer Familie nimmt (zum Gunsten dieser) soziokulturelle Rollen der fürsorglichen Ehefrau, Mutter und Hausfrau ein und stellt sich gleichzeitig der Herausforderung, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen.
Der dritte Tätigkeisbereich (die Gesellschaft) bringt sich ebenfalls mit Konzepten (male breadwinner concept, seperate spheres) in das Leben der working class Frau ein.
Ausgehend von der Annahme der gegenseitigen Wechselwirkug dieser drei Bereiche präsentiert sich jedes Feld einzeln, lässt jedoch gleichzeitig eine Vernetzung zueinander erkennen. Bildhaft gesprochen findet sich die working class Frau in der Mitte ihrer Bewegungsfelder wieder. Durch ihre Aktionen und Erlebnisse, sei es nun im Sektor der Arbeit, Familie oder Gesellschaft, steht sie in ständiger Bewegung und wird durch diesen Prozess geformt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
working class women England Lancashire cotton industry social history textil history family history 1800-1850
Schlagwörter
(Deutsch)
englische Frau der Arbeiterklasse Lancashire Baumwollindustrie Sozialgeschichte Textilgeschichte Familiengeschichte Frauengeschichte 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts
Autor*innen
Beatrice Preßl
Haupttitel (Deutsch)
Arbeit, Familie und Gesellschaft
Hauptuntertitel (Deutsch)
Tätigkeitsfelder englischer working class Frauen in der Baumwollindustrie in Lancashire in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
145 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andrea Komlosy
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.64 Großbritannien, Irland
AC Nummer
AC06777244
Utheses ID
518
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
