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Genderbias in der Fachkommunikation und die kritische Frage, ob Übersetzerinnen und Übersetzer seiner Re-produktion durch Translation mit Hilfe feministischer Translationsansätze entgegenwirken können
Sophie Müller
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Englisch
Betreuer*in
Michèle Cooke
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.58678
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15555.92842.381776-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen des Genderbias in der Fachkommunikation, genauer gesagt mit der Nicht- oder Fehldarstellung von Frauen im Zusammenhang mit den sozialen Abläufen der Stereotypisierung, Vorurteilsbildung und Diskriminierung auf den Ebenen der fachsprachlichen, fachinhaltlichen und fachbildlichen Repräsentation. Die damit in Relation stehende erste Hypothese, die diesen Bias behauptet, ist durch zahlreiche wissenschaftliche Belege und gesellschaftlich relevante Beispiele sowie vor allem durch die Ergebnisse der empirischen Analyse eines Fachtextes und einiger fachlicher Bilder aus dem Bereich der Wirtschaftskommunikation verifiziert worden. Die zweite Hypothese bezieht sich auf die Fragen, ob und wie Übersetzerinnen und Übersetzer am Übersetzungsmarkt eine reelle Chance haben, mit Hilfe von feministischen Translationsansätzen einer Reproduktion des Genderbias durch Translation entgegenzuwirken. Die Studie einschlägiger Literatur hat ergeben, dass es nach wie vor divergierende Meinungen über die Eigen- aber vor allem auch über die Fremdperspektive der übersetzenden Person gibt, was zur Folge hat, dass ihnen die dafür nötige Macht erst bewusst zugeschrieben werden muss. Des Weiteren haben die Ergebnisse gezeigt, dass Kommunikations-Expertise der übersetzenden Personen gemeinsam mit Kenntnissen und Wissen der Fachleute aus den jeweiligen Domänen für eine gendergerechte Übersetzung und gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen und Männern dringend erforderlich ist. Eine Veränderung der gesamtgesellschaftlichen Situation und eine Frauen inkludierende Sprache kann nur erreicht werden, wenn Auftraggebende von den ethisch und sozial handelnden Übersetzerinnen und Übersetzern mit den vorhandenen Fakten zur genderungleichen fachspezifischen Forschung konfrontiert werden und auf alle Vorteile einer gendergerechten sowie insbesondere auf die Nachteile einer diskriminierenden Sprache aufmerksam gemacht werden. Diese positiven wie auch negativen Aspekte werden in der Arbeit ebenso beschrieben wie erste feministisch-aktive Übersetzungsansätze.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Genderbias Fachkommunikation Nicht- oder Fehldarstellung Stereotypisierung Vorurteilsbildung Diskriminierung Fachsprache Wirtschaftskommunikation Übersetzungsmarkt feministische Translationsansätze Reproduktion Genderbias Sexismus Genderungleichheit Machtverteilung gendergerechte Übersetzung gesellschaftliche Gleichstellung ethisch und sozial übersetzen Sprachhandlung
Autor*innen
Sophie Müller
Haupttitel (Deutsch)
Genderbias in der Fachkommunikation und die kritische Frage, ob Übersetzerinnen und Übersetzer seiner Re-produktion durch Translation mit Hilfe feministischer Translationsansätze entgegenwirken können
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
98 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michèle Cooke
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.12 Kommunikationsprozesse ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.03 Theorie und Methoden der Sprach- und Literaturwissenschaft ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.24 Gruppensprachen, Fachsprachen, Sondersprachen ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft ,
71 Soziologie > 71.51 Werte, Normen
AC Nummer
AC15676498
Utheses ID
51813
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 342 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1