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Am Anfang war die Sprache
die diskursive Konstruktion und Verfestigung nationaler Identitäten am Beispiel der mehrsprachigen Toponomastik Südtirols
Alice Grano
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Italienisch Deutsch
Betreuer*in
Michèle Cooke
DOI
10.25365/thesis.58679
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15561.66204.253410-9
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Übersetzung der Toponomastik Südtirols und der damit verbundenen Konstruktion nationaler Identität. Es wird argumentiert, dass die am Anfang des 20. Jahrhunderts durchgeführte Übersetzung der deutschen Namen ins Italienische und die heutige gleichzeitige Verwendung beider sprachlichen Versionen die Verfestigung getrennter nationaler Identitäten bewirken, indem diese im politischen Diskurs zum Zweck der Identitätskonstruktion der deutschen und der italienischen Sprachgruppe instrumentalisiert werden. Dies hat eine diskursive Polarisierung der zwei Sprachgruppen zur Folge. Die Hypothese wird anhand einer Kritischen Diskursanalyse ausgewählter Fragmente aus der heutigen Toponomastikdebatte Südtirols argumentiert. Ein Vergleich mit der Thematisierung der ladinischen Toponomastik soll in einem weiteren Schritt zeigen, dass Übersetzung einen solchen trennenden Ansatz insbesondere dann bewirken kann, wenn Sprachen diskursiv als Nationalsprachen und daher als das „trennende Merkmal“ dargestellt werden, was für die ladinische Sprache nicht der Fall ist.
Abstract
(Englisch)
This master’s thesis deals with the translation of South Tyrolean toponyms and the construction of national identities. The main aim of this work is to show that the translation of German toponyms into Italian carried out at the beginning of the 20th century and the current use of both language versions contribute to the consolidation of separated national identities in the region. This happens due to their instrumentalization aimed at constructing national identities and leading to a discursive polarization of the German and Italian language groups. A Critical Discourse Analysis of selected fragments stemming from the current toponymy debate in South Tyrol is carried out in order to support this hypothesis. In a further step, a comparison with the Ladin toponyms shows that translation can have such a separating effect especially if languages are represented as national languages and therefore as the “separating feature“ in discourse, which does not apply for the Ladin language.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
translation of toponyms translation and power national identity Critical Discourse Analysis South Tyrol toponyms
Schlagwörter
(Deutsch)
Übersetzung der Ortsnamen Translation und Macht nationale Identität Kritische Diskursanalyse Südtirol Toponomastik
Autor*innen
Alice Grano
Haupttitel (Deutsch)
Am Anfang war die Sprache
Hauptuntertitel (Deutsch)
die diskursive Konstruktion und Verfestigung nationaler Identitäten am Beispiel der mehrsprachigen Toponomastik Südtirols
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
133 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michèle Cooke
AC Nummer
AC15676510
Utheses ID
51814
Studienkennzahl
UA | 070 | 348 | 331 |
