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Der Einfluss von Experience-Taking auf unehrliches Verhalten
Franz Johann Jimenez
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Andreas Hergovich
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.58695
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15560.13713.954089-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Experience-Taking beschreibt die spontane Übernahme von Identitätsaspekten der Hauptfigur einer literarischen Erzählung aus der Ich-Perspektive. Dieser Effekt kann zur unbewussten Übernahme der Emotionen und Einstellungen der erzählenden Hauptfigur führen, wobei der Prozess unbewusst, spontan und automatisch verläuft und zu langanhaltenden Veränderungen in Einstellungen und Verhalten führen kann. Studien zu Experience-Taking konnten das Wahlverhalten von Versuchspersonen steigern und Einstellungen gegenüber Outgroup- Mitgliedern positiv beeinflussen. Ziel dieser Studie ist es, festzustellen, ob sozial egoistischeres Verhalten mittels Experience-Taking provoziert werden kann. In Wien und Manila wurden Versuchspersonen Kurzgeschichten aus der Ich-Perspektive vorgelegt. In der Versuchsbedingung zeigte die Hauptfigur aktive Verhaltensweisen, mit denen sie persönliche Vorteile aus sozialen Situationen bezog; in der Kontrollbedingung bezog sie weder Vorteile noch Nachteile. Egoistisches Verhalten der Versuchspersonen wurde mittels Matrizenaufgaben und anschließender Selbstbeurteilung gemessen und Vertiefung in die Geschichte mittels Likert-Skalen. Es bestand die Möglichkeit den Wert der Selbstbeurteilung künstlich zu erhöhen, um den Betrag der Belohnung zu vergrößern. Die Untersuchung ergab keine Unterschiede zwischen Kontrollgruppe und Versuchsgruppe, bezüglich der tatsächlichen Leistungen, den Werten der Selbstbeurteilungen, der Differenz zwischen den tatsächlichen Leistungen und den Angaben auf den Selbstbeurteilungen, sowie der Anzahl der Versuchspersonen mit künstlich erhöhten Selbstbeurteilungen. Die Likert-Skalen ergaben bei beiden Versuchsbedingungen eine überdurchschnittliche Vertiefung in die Geschichte. Womöglich bedingt das Provozieren von eigennützigem Verhalten außergewöhnliche Umstände oder möglicherweise ist Experience-Taking, wie viele auf Priming basierende Effekte, nur schwer replizierbar. Zukünftige Forschung zu diesem Thema könnte die Testumgebung für Versuchspersonen so ändern, dass sie weniger sozialen Druck für ehrliches Verhalten verspüren.
Abstract
(Englisch)
Experience-taking describes the spontaneous simulation of a first person narrator’s experience in a literary work by the reader. This effect causes readers to subconsciously and automatically adopt the emotions and attitudes of the narrator and can cause lasting changes in behaviour and attitudes. Previous studies were able to increase voter turnout in test subjects and positively influence test subjects’ attitudes toward members of social outgroups. This study aims to investigate the use of experience-taking in provoking socially selfish behaviour. Austrian and Philippine test subjects were given first-person narratives. The experimental condition featured a narrator profiting from various social situations by displaying selfish behaviour as opposed to the narrator in the control condition who displayed neutral behaviour in neutral situations. To measure selfishness subjects had to solve matrices and self-report their score. Opportunity existed for subjects to inflate their test scores to increase their monetary reward. Immersion into the story was recorded with Likert scales. The results of this study show no statistical difference between the experimental- and control conditions regarding their performance in the matrix tasks, difference of performance and self-scores, and the number of subjects with inflated self-scores. Story immersion across both conditions were above average. It’s possible that experience-taking isn’t strong enough to inspire selfish behaviour or that provoking selfish behaviour requires extraordinary circumstances. In addition it is notable that effects based on priming are generally difficult to reproduce. Future studies cold aim at changing the testing environment for subjects to lessen the social pressure for honest behaviour.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
experience taking dishonesty influence honesty priming cheating
Schlagwörter
(Deutsch)
Experience Taking Unehrlichkeit Beeinflussung Ehrlichkeit Priming Mogelei
Autor*innen
Franz Johann Jimenez
Haupttitel (Deutsch)
Der Einfluss von Experience-Taking auf unehrliches Verhalten
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
54 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andreas Hergovich
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.37 Aufmerksamkeit ,
77 Psychologie > 77.60 Sozialpsychologie: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.61 Einstellung, Vorurteil, Beeinflussung ,
77 Psychologie > 77.69 Sozialpsychologie: Sonstiges
AC Nummer
AC15679708
Utheses ID
51829
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1