Detailansicht

The regulation of farm animal welfare in the European Union and Canada
Stephanie Cecile Margaret Dragoman
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang International Legal Studies
Betreuer*in
Freidl Weiss
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.58790
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19651.14956.470868-4
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das vorläufige Inkrafttreten des umfassenden Wirtschaftshandelsabkommens (CETA) stieß in mehreren europäischen Mitgliedstaaten auf erheblichen Widerstand. Nicht nur sind die Mitgliedstaaten besorgt über den zunehmenden Wettbewerb, dem ihre lokalen landwirtschaftlichen Produzenten ausgesetzt sein werden, auch Tierschützer haben Bedenken geäußert, bezüglich der wesentlich niedrigeren Vorschriften in Kanada. Ein Schlüsselprinzip des CETA-Abkommens ist die Regulierungszusammenarbeit, dies bedeutet zur Schaffung von Homogenität zwischen den Produzenten wird der niedrigste gemeinsame Standard akzeptiert. Die Zusammenarbeit im Regulierungsbereich, wie sie durch CETA erleichtert wird, fördert die Einigkeit zum Abbau von Handelsbarrieren zwischen den Mitgliedern. Obwohl CETA von der Mehrheit der Mitgliedstaaten noch nicht offiziell verabschiedet wurde, ermöglicht das vorläufige Inkrafttreten, die Durchführung eines Großteiles der Bestimmungen, wodurch der EU-Markt für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Kanada geöffnet wird und umgekehrt. Dies ist besonders problematisch für Mitgliedstaaten der EU, welche hohe Tierschutzbestimmungen als eine öffentliche moralische Verpflichtung anerkannt haben. Die WTO hat die öffentliche Moral als Ausnahme im Rahmen des Allgemeinen Handels- und Zollabkommens (GATT) Artikel XX (a) anerkannt und sich mit der Rechtmäßigkeit von Handelsbarrieren in früheren Fällen, wie beispielsweise den US Thunfisch I und II Fällen, befasst. Aufgrund der unerlässlichen Abhängigkeit von wissenschaftlichen Erkenntnissen der WTO-Rechtsprechung, dürfte der Tierschutz auf Schwierigkeiten stoßen, wenn es darum geht, sich als Ausnahme nach Artikel XXa des GATT geltend zu machen. Dennoch haben frühere Fälle den Weg geebnet, damit das Tierwohl im Rahmen der GATT-Ausnahmen geschützt werden kann, da sich die moderne Gesellschaft zunehmend um den Schutz lebender Arten sorgt.
Abstract
(Englisch)
The provisional entry into force of the EU/Canada Comprehensive Economic and Free Trade Agreement (CETA) has been met with substantial resistance from multiple European member states. Not only are member states worried about the increased competition their local agricultural producers will face, but animal welfare advocates have voiced concern about the substantially lower regulations in Canada. A key principle of the CETA agreement is regulatory cooperation, meaning that in order to create homogeneity across producers, the lowest common standard will be accepted. Regulatory cooperation, as facilitated through CETA, encourages harmony in order to reduce trade barriers for members. While CETA has not been formally adopted by a majority of member states, its provisional entry into force allows the majority of provisions to take place, opening up the EU market for agricultural products from Canada, and vice versa. This is particularly troublesome for member states of the EU that have recognized high animal welfare regulations as a public moral obligation. The WTO has recognized public morality as an exception under the General Agreement on Trade and Tariffs (GATT) Article XX(a), and addressed the legality of trade barriers in previous cases, such as the US Tuna I and II cases. Due to the vital reliance on scientific evidence WTO jurisprudence, animal welfare is likely to run into a barrier in asserting itself as a GATT Article XX(a) exception. Nevertheless, previous cases have paved the way in order for animal welfare to be protected under GATT exceptions due to the increasing concern of modern society for the protection of living species.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
animal welfare public morals international trade regulatory cooperation CETA European Union Canada
Schlagwörter
(Deutsch)
animal welfare public morals international trade regulatory cooperation CETA European Union Canada
Autor*innen
Stephanie Cecile Margaret Dragoman
Haupttitel (Englisch)
The regulation of farm animal welfare in the European Union and Canada
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
68 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Freidl Weiss
Klassifikationen
86 Recht > 86.24 Handelsrecht ,
86 Recht > 86.56 Gesundheitsrecht, Lebensmittelrecht ,
86 Recht > 86.69 Landwirtschaftsrecht, Wasserrecht, Jagdrecht
AC Nummer
AC15682821
Utheses ID
51898
Studienkennzahl
UA | 992 | 628 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1