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Bunyoro-Kitara in der Geschichtsschreibung
Dominik Spörker
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Afrikawissenschaften
Betreuer*in
Arno Sonderegger
DOI
10.25365/thesis.58803
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19654.24874.737313-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Geschichte des Reiches von Bunyoro-Kitara wurde von Historikerinnen und Historikern im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts sehr unterschiedlich wahrgenommen und bewertet. Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Veränderungen in den Fragestellungen zu den Bakama (Herrscher) von Bunyoro-Kitara seit den ersten schriftlichen Aufzeichnungen, mit dem Ziel, die unterschiedlichen Positionen in der Literatur bezüglich der Herkunft der einzelnen Dynastien und der Genealogie der Bakama herauszuarbeiten.
Angefangen mit John H. Spekes Hamiten-Hypothese aus den 1860er Jahren prägte der Mythos von den kulturbringenden, hellhäutigen „Hamiten“ die Geschichtsschreibung Ostafrikas. Anhand der untersuchten Reiseberichte, Forschungsberichte und wissenschaftlichen Publikationen wird gezeigt, wie eurozentrische und rassistische Vorstellungen die Geschichtsschreibung über und in Bunyoro-Kitara geprägt haben, während die lokalen mündlichen Überlieferungen als Mythen klassifiziert wurden. Daher wird in dieser Arbeit die Universalität europäischer Geschichtsdeutung hinterfragt. Weiters werden die Bedeutungen historischer Konzepte wie beispielsweise linearer Herrscherlisten und die Vorstellungen von göttlichen oder sakralen Königen kritisch diskutiert.
Abstract
(Englisch)
Historians of the 19th and 20th century had very different approaches to do research on the history of the empire of Bunyoro-Kitara. This Master’s Thesis examines the different positions in the literature regarding the dynasties and the genealogy of the Bakama (rulers) of Bunyoro-Kitara.
Since the 1860s, when John H. Speke formulated his Hamitic-hypothesis, the myth of fair-skinned “Hamites” understood as “civilizers” of what were considered savage and non-historical Africans, shaped the historiography of East Africa. The examined travelogues, research reports and scientific publications show how Eurocentric and racist ideas shaped the historiography about Bunyoro-Kitara, while local traditions were classified as myths. Therefore, in this work, the universality of European historical interpretation is questioned. Furthermore, the importance of historical concepts such as linear lists of rulers and the ideas of Divine or Sacral Kings are critically discussed.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Bunyoro-Kitara Reichsgeschichte Historiographie Hamiten-Mythos eurozentrische Geschichtsvorstellungen Historizität mündliche Überlieferungen Herrschergenealogien göttliche Könige sakrale Könige
Autor*innen
Dominik Spörker
Haupttitel (Deutsch)
Bunyoro-Kitara in der Geschichtsschreibung
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
94 Seiten : Illustration, Karte
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Arno Sonderegger
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.03 Methoden und Techniken der geisteswissenschaftlichen Forschung ,
15 Geschichte > 15.00 Geschichte: Allgemeines ,
15 Geschichte > 15.01 Historiographie ,
15 Geschichte > 15.03 Theorie und Methoden der Geschichtswissenschaft ,
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte ,
15 Geschichte > 15.92 Afrika südlich der Sahara
AC Nummer
AC15484646
Utheses ID
51911
Studienkennzahl
UA | 066 | 897 | |
