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Migration nach Vietnam im 16. und 17. Jahrhundert
das Wirken der Japaner während der "shuinsen"-Zeit (1604-1636) in Cochinchina
Ngoc My Linh Tu
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Japanologie
Betreuer*in
Sepp Linhart
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.58812
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16856.37661.564664-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Beziehung zwischen Japan und Vietnam im 16. und 17. Jahrhundert, genauer gesagt zur Zeit der shuinsen (1604-1636). Diese so genannten Rotsiegelschiffe waren vom Tokugawa-Shogunat für den Außenhandel autorisierte Schiffe, die einen lizenzierten Handelspass mit sich führen mussten. Aufgrund dessen kam es zu regelmäßigen und zahlreichen Handelsüberfahrten nach Südostasien, vor allem nach Cochinchina (Zentralvietnam). Um in erster Linie den japanischen Außenhandel zu unterstützen, haben japanische Abenteurer, Händler und andere so genannte nihonmachi (Japanische Viertel) in Südostasien gegründet. Ziel der Arbeit ist es, das Wirken der Überseejapaner in Vietnam durch methodische Erschließung von Quellen zu ermitteln und ein möglichst umfassendes und zuverlässiges Geschichtsbild zu rekonstruieren. Ein Hauptgrund für den ausgiebigen Handelsverkehr zwischen Japan und Vietnam war das Handelsverbot (kaikin) zwischen Tokugawa-Japan und Ming-China. Dadurch nahmen die Handelsaktivitäten an der neutralen Hafenstadt Hội An (Faifo) immer mehr zu. Mit der Einführung des Rotsiegelschiffsystems konnte Cochinchina die meisten Anfahrten verbuchen und es entwickelten sich vor Ort wichtige Marktplätze und in weiterer Folge Wohnviertel für Japaner. Dadurch wurden die Überseejapaner unverzichtbar für den Handelsablauf zwischen Japan und Vietnam und nach dem sakoku („Abschließungspolitik Japans“) zwischen dem Gastland und der Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC). Ihre Funktion als Vermittler zwischen der japanischen Regierung und der ausländischen Obrigkeit hatte einen hohen Stellenwert, sodass z.B. der Kaufmann Araki Sōtarō zu einem hohen Mandarin am Hofe der Nguyễn-Fürsten ernannt wurde und als Adoptivsohn eine vietnamesische Prinzessin als Braut erhielt. Das friedvolle Zusammenleben zwischen Einheimischen und Japanern in Hội An ist bis heute als positive Erinnerung in den Köpfen beider Länder geblieben. Dies spiegelt sich unter anderem in kulturellen Festivals, wie dem jährlichen Kunchi-Fest in Nagasaki, in dem die Begegnung zwischen Japan und Vietnam aus dieser Zeit in Form von Widmungstanz oder Parade nachgestellt und zelebriert wird, wider.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
red-seal ships Tokugawa nihonmachi Cochinchina migration diplomatic relations trade
Schlagwörter
(Deutsch)
Rotsiegelschiffe Tokugawa nihonmachi Cochinchina Migration diplomatische Beziehungen Handel
Autor*innen
Ngoc My Linh Tu
Haupttitel (Deutsch)
Migration nach Vietnam im 16. und 17. Jahrhundert
Hauptuntertitel (Deutsch)
das Wirken der Japaner während der "shuinsen"-Zeit (1604-1636) in Cochinchina
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
173 Seiten : Illustrationen, Karten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sepp Linhart
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.75 Asien: Allgemeines ,
15 Geschichte > 15.78 Südostasien ,
15 Geschichte > 15.80 Japan
AC Nummer
AC15547583
Utheses ID
51920
Studienkennzahl
UA | 066 | 843 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1