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Evaluation der Wirkung eines Genusstrainings auf das subjektive Wohlbefinden sowie die depressive und die demenzielle Symptomatik älterer Menschen
Carina Schamböck
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Germain Weber
DOI
10.25365/thesis.58845
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19651.86943.944715-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ziel: Die vorliegende Studie nahm sich zum Ziel, die Wirkung eines Genusstrainings bei älteren, in einem Pflegekrankenhaus wohnhaften, Personen zu evaluieren. Die interessierenden Parameter inkludierten das subjektive Wohlbefinden, die depressive und demenzielle Symptomatik sowie die kurzfristige Stimmungsveränderung durch die einzelnen Genusseinheiten.
Methode: Im Rahmen eines Mixed Methods Designs durchliefen insgesamt 16 Personen eine Prä- und Posttestung, wobei acht Personen ein fünf-wöchiges Genusstrainings nach dem Manual Die Kleine Schule des Genießens erfuhren. Die Personen der Kontrollgruppe erhielten während dieses Zeitraums kein oder ein anderweitiges Behandlungsprogramm. Neben den drei psychometrischen Variablen, welche im Zuge der Prä- und Posttestung erhoben wurden, wurde außerdem die aktuelle Stimmung vor und nach jeder Genusseinheit abgefragt und in die statistische Analyse miteinbezogen. Zur besseren Interpretierbarkeit der Ergebnisse wurde außerdem ein teilstrukturiertes Interview entworfen, welches im Anschluss an die Possttestung mit den Probanden und Probandinnen geführt wurde. Die dabei gesammelten Antworten wurde zusammengetragen und deskriptiv hinsichtlich dreier inhaltlicher Themen analysiert.
Ergebnisse: Die statistische Analyse der erhobenen Daten zum subjektiven Wohlbefinden, der depressiven und der demenziellen Symptomatik lieferte keine signifikante Überlegenheit der Interventionsgruppe zum zweiten Messzeitpunkt im Vergleich zur Kontrollgruppe beziehungsweise zum ersten Erhebungszeitpunkt. Die Analyse der aktuellen Stimmung konnte jedoch eine signifikante Stimmungsverbesserung im Laufe einer Genusseinheit aufdecken (d = .82, p = .021). Die deskriptive Analyse der teilstrukturierten Interviews lieferte eine durchgehend positive Bewertung des erhaltenen Genusstrainings seitens der Bewohnerinnen, da es eine willkommene Abwechslung zum alltäglichen Leben im Pflegekrankenhaus darstelle und außerdem von den allseits präsente Schmerzen ablenke. Generell zeigte sich außerdem ein sehr großer Bedarf an Behandlungen jeglicher Art.
Diskussion: Eine mögliche Erklärung für das ausbleiben signifikanter Veränderungen innerhalb der Interventionsgruppe ist, dass es sich bei den erhobenen Variablen um eher träge Konstrukte handelt, welche sich nur sehr wenig innerhalb von fünf Wochen ändern lassen. Außerdem sind die verwendeten Erhebungsinstrumente sehr sensitiv gegenüber der Tagesverfassung der Probanden und Probandinnen. Die kurzfristige Stimmungsveränderung sowie der angegebene Rückgang der Schmerzen bei jeder Art von Beschäftigung, deuten jedoch sehr wohl auf eine positive Wirkung des Genusstrainings hin.
Abstract
(Englisch)
Objective: The aim of this study was to investigate the effects of an enjoyment training in elderly people currently living in a nursing clinic. The three variables of interest included subjective well-being, symptoms of depression and dementia, as well as short-term mood variations caused by each training session.
Method: Using a Mixed Methods Design 16 people underwent an evaluation including two times of measurement. Eight persons were treated with a five-week enjoyment training, following the manual Die Kleine Schule des Genießens. The other eight participants, who were assigned to the control group, either did not receive any treatment during this time period or underwent other sorts of treatment. Aside from the three psychometric variables, which have been collected during the two times of measurement, the current mood before and after each training session has been retrieved and included in the statistical analysis. In order to allow a better interpretability of the results a semi-structured interview was designed, which was conducted following the testing of the psychometric variables in context of the post-test. The collected answers have finally been analysed descriptively with respect to three different topics, including the current state of health, the appraisal of the treatment, as well as the demand for treatments of any kinds.
Results: The statistical analysis of the collected data concerning subjective well-being, depressive symptoms and symptoms of dementia did not deliver significant results regarding a potential enhancement of the intervention group compared to the control group as well as to the data collected during the first time of measurement. Further analysis of the current mood could however reveal significant improvement in the course of each enjoyment session (Cohens d=.82, p=.021). Descriptive analysis of the semi-structured interviews consistently showed positive appraisal of the received enjoyment training by the participants. It was perceived as a welcome relief compared to daily life within the nursing clinic and could additionally distract from universally present pain. In general, high demand by the participants for treatment of any kinds could be identified.
Discussion: One possible explanation for the absence of significant changes within the intervention group is, that the variables of interest include very inert constructs, which can hardly be altered within five weeks. Furthermore, the used evaluation tools are very sensitive to daily states of the participants. However, the short-term enhancement of the participant’s mood, as well as the stated decline of pain during activities of any kinds indicate positive effects of enjoyment trainings.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Genusstraining Demenz Depression Wohlbefinden Alter Gesundheit
Autor*innen
Carina Schamböck
Haupttitel (Deutsch)
Evaluation der Wirkung eines Genusstrainings auf das subjektive Wohlbefinden sowie die depressive und die demenzielle Symptomatik älterer Menschen
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
63 Seiten : Illustration, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Germain Weber
Klassifikationen
AC Nummer
AC15490832
Utheses ID
51950
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
