Detailansicht

Soziale Kompetenz und Emotionsregulation bei Erwachsenen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung
Alexandra Rinnerthaler
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Dorothea König
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15555.71789.536615-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: Personen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) weisen häufig Einschränkungen in ihrer sozialen und emotionalen Funktionalität auf. Ziel der vorliegenden Studie war es, Personen mit adulter oder kindlicher ADHS bzw. ohne ADHS hinsichtlich ihrer sozialen Kompetenzen, Emotionsregulation und psychischen Belastung zu untersuchen. Methode: Die Daten wurden im Zuge einer Online-Studie mittels Selbstauskunftsfragebögen gesammelt. Ergebnisse: Personen mit adulter ADHS zeigten die geringsten Werte in den sozialen Kompetenzen soziale Orientierung und Selbststeuerung, die geringste Verwendung der Strategien kognitive Umbewertung und empathische Unterdrückung negativer Emotionen, die häufigste Verwendung der Strategie unkontrollierter Ausdruck, die geringste Zufriedenheit mit ihrer Emotionsregulation und die höchsten Ausprägungen in psychischer Belastung durch Depressivität, Ängstlichkeit, Aggressivität bzw. Feindseligkeit und Unsicherheit im Sozialkontakt. Personen mit kindlicher ADHS zeigten die zweithöchste Ausprägung der psychischen Belastung, die zweit-niedrigsten Werte in den sozialen Kompetenzen soziale Orientierung und Selbststeuerung, die zweithäufigste Verwendung von unkontrolliertem Ausdruck zur Regulierung negativer Emotionen und nach Personen mit adulter ADHS eine geringe Zufriedenheit mit ihrer eigenen Emotionsregulation. Fazit: Personen mit ADHS zeigten die stärksten Belastungen durch Depressivität, Ängstlichkeit, Aggressivität bzw. Feindseligkeit und sozialer Unsicherheit. Sie brachten ihre negativen Emotionen häufig unkontrolliert zum Ausdruck, um sie zu regulieren, und waren unzufrieden mit ihrer Regulation ihrer Emotionen. Sie zeigten sich betreffend ihrer sozialen Kompetenzen weniger in der Lage, sozial orientiert und selbstkontrolliert zu handeln. Besonders ausgeprägt waren diese Beeinträchtigungen bei Personen mit adulter ADHS. Anhand der in dieser Studie untersuchten Konstrukte war es möglich, alle drei Gruppen voneinander zu unterscheiden.
Abstract
(Englisch)
Background: People affected by Attention Deficit Hyperactivity Disorder (ADHD) often show impairments of social and emotional functionality. Social competences, applied strategies for emotional regulation and psychological strain in people affected by adult and childhood ADHD as well as people without ADHD were examined. Method: Data was collected via online survey and self-rating scales. Results: People with adult ADHD showed the lowest levels in social orientation and self-control. They showed little usage of strategies for cognitive reappraisal and empathic suppression, and the highest usage of uncontrolled expression of negative emotions. People with adult ADHD showed the lowest levels of contentedness with their emotion regulation, and the highest occurrence of psychological impairment stemming from depression, anxiety, aggression/animosity as well as insecurity in social interactions. People with childhood ADHD showed the second highest levels in psychological impairment and the usage of uncontrolled expression of negative emotions. They showed the second lowest levels of social orientation and self-control, and contentedness with their own emotion regulation. Conclusions: People affected by ADHD showed the strongest impairment through depression, anxiety, aggression/animosity and social insecurity. They often express their negative emotions in an uncontrolled manner to regulate them and were dissatisfied with their emotion regulation. Considering their social competences, they showed to be less able to act with social orientation and self-control. These dysfunctions were especially distinct within the group of people with adult ADHD. Via the impairments and traits that were examined in this study it was possible to discriminate between all three groups.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ADHS Emotionsregulation Emotion soziale Kompetenz soziale Fähigkeiten soziale Fertigkeiten
Autor*innen
Alexandra Rinnerthaler
Haupttitel (Deutsch)
Soziale Kompetenz und Emotionsregulation bei Erwachsenen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
129 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Dorothea König
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.55 Kinderpsychologie ,
77 Psychologie > 77.57 Erwachsenenpsychologie ,
77 Psychologie > 77.63 Soziale Interaktion, Soziale Beziehungen ,
77 Psychologie > 77.69 Sozialpsychologie: Sonstiges ,
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC15504759
Utheses ID
52003
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1