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Neurobiology and communication in parrots with an emphasis on eye signaling
Julie Ann Carpenter
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Joint Degree Programme MEi :CogSci Cognitive Science
Betreuer*in
Leonida Fusani
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.58909
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15563.63024.368515-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Übersicht dient als fachübergreifendes Modell, um den adaptiven Wert und Mechanismus des sogenannten Augenfeuerwerks zu verstehen. Augenfeuerwerk (Erweiterung oder Verengung der Pupille) in Psittacoidea ist ein auffallendes Verhalten, was bisher nicht in einem wissentschaftlichen Rahmen untersucht wurde. Nachdem die Literatur von über 100 Jahren Verhaltensbeobachtungen untersucht wurde und Züchter und Tierärzte befragt wurden, scheint das Augenfeuerwerk Zeichen der positiven sowie negativen Erregung in den folgenden Zusammenhängen zu sein: Revierverteidigung, Aufregung, Erforschung neuer Objekte, taktile Stimulation/ Gefiederpflege eines entspannten Vogels, Paarungspiele/ Kopulation, während das Erlernen von Vokalisationen sowie als Synchronspiel zu den Vokalisationen. Es wird gesagt, dass die Vögel bewusste Kontrolle über die Muskulatur der Iris besitzen. Wenn dies der Fall sein sollte, wäre das Augenfeuerwerk eventuell ein absichtliches Kommunikationssignal. Papageien sind einzigartig in ihrer Klasse, in dem sie und nur zwei andere Arten aus der Ordnung der Gesangvögel und Kolibris, die Fähigkeit besitzen, Lieder zu erlernen. Das komplexe Nachahmen sowie die Fähigkeit die Muskulatur der Regenbogenhaut mit den produzierten Lauten zu synchronisieren sind bisher ohne Konkurrenz in der Tierwelt. Da das Augenfeuerwerk in sozialem Kontext, während der Kopulation und beim Erlernen von Liedern beobachtet wurde, ist es durchaus möglich, dass es aus bereits vorhandenen motorischen Leitungsbahnen der Verhaltensweisen der Vorfahren stammt. Bis heute gibt es keine Forschung zum Thema der Evolution und Funktion des Augenfeuerwerks. Sozialökologie, Gehirnmorphologie, Neuroanatomie, Okularanatomie, somatosensorisches und akustisches System des Papageis wurden in dieser Magisterarbeit überprüft. Einzigartige Umgebungen und eine komplexe Sozialdynamik wie zum Beispiel die Spaltungsfusion, soziale Futtersuche, und die langfristige monogame Paarbildung führten eventuell dazu, motorische Leitungsbahnen, Gehirnmorphologie und Anatomie zu gestalten um Adaptionen, inklusive das Augenfeuerwerk, was zu zunehmenden Kommunikationserfolgen führt, zu fördern.
Abstract
(Englisch)
This review serves as an interdisciplinary framework for understanding the adaptive value and mechanism of eye pinning. Eye pinning (pupillary constriction and dilation) in Psittacoidea is a conspicuous behavior that has yet to be studied in a scientifically controlled setting. After reviewing over 100 years of behavioral observations in literature and interviewing breeders and veterinarians, pinning appears to occur during both positive and negative states of arousal in the following contexts: territory defense, excitement and exploration of novel objects, tactile stimulation/ preening of a relaxed bird, courtship displays and copulation, and during vocal learning as well as a synchronous display to sounds during production. Birds are said to have voluntary control over the muscles of the iris. If this is true, eye pinning has the potential to be an intentional communicative signal. Parrots are unique in their class in that they and only two other orders, songbirds and hummingbirds, possess song learning ability. Parrots’ complex mimicking ability is thus far unrivaled by any other group in the animal kingdom apart from humans, as is their ability to synchronize muscles of the iris to sounds they are producing. Because eye pinning is observed in social contexts and during both courtship and song learning, it may have evolved out of pre-existing motor pathways for ancestral behaviors. To date there has been no research investigating the evolution and function of eye pinning. Social ecology, brain morphology, neuroanatomy, ocular anatomy, and somatosensory and auditory systems of the parrot were reviewed in this paper. Unique environments and complex social dynamics such as fission-fusion dynamics, social foraging, and long-term monogamous pair bonds may have contributed to shaping motor pathways, brain morphology, and anatomy to facilitate adaptations, including eye pinning, that increase an individual’s success at communicating.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Psittacoidea eye pinning song-learning social ecology communication
Schlagwörter
(Deutsch)
Psittacoidea Augenfeuerwerk Vokalisationen Sozialökologie Kommunikation
Autor*innen
Julie Ann Carpenter
Haupttitel (Englisch)
Neurobiology and communication in parrots with an emphasis on eye signaling
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
93 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Leonida Fusani
Klassifikationen
42 Biologie > 42.66 Ethologie ,
42 Biologie > 42.83 Aves
AC Nummer
AC15481799
Utheses ID
52011
Studienkennzahl
UA | 066 | 013 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1