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Ein Ort zwischen den Fronten - Tagebuchanalyse zu den Aufzeichnungen von Pfarrer Karl Moser über die Gesinnung der Bevölkerung des Ortes St. Corona am Schöpfl zum Nationalsozialismus
Martin Fuchs
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Mathematik UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Oliver Rathkolb
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21987.46734.817467-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Pfarrer Karl Moser von St. Corona am Schöpfl, einem kleinen Dorf im Herzen des Wienerwaldes, legte während des 2. Weltkrieges umfangreiche Aufzeichnungen des Ortes an. Neben seinem eigenen Erlebnis notierte er auch die Erzählungen der Soldaten, wenn diese Fronturlaub hatten und von ihren Einsätzen erzählten, sowie die Erzählungen der einzelnen Bewohner verschiedener Häuser aus dem ganzen Ort. Zu Beginn wird die noch nicht erschlossene Quelle analysiert und dessen Inhalt vorgestellt und aufbereitet. Die Arbeit beschäftigt sich inwieweit die Bewohner den Nationalsozialismus verfallen sind und was diese über die Gräueltaten der Nationalsozialisten in Erfahrung bringen konnten, beziehungsweise was diese über Ghettos, Konzentrationslager, Euthanasie, etc. überhaupt zu wissen vermochten. Dafür wird der Anschluss von Österreich an Deutschland als wichtiger Angelpunkt genommen und auch die Erzählungen der Soldaten, welche bereits sehr früh erste Anhaltspunkte von Massenerschießungen in Erfahrung bringen konnten. Auch werden jene Gräueltaten ans Licht gebracht, welche nicht in den Aufzeichnungen zu finden sind, wie etwa die Erschießungen von jüdischen Zwangsarbeitern in den letzten Tagen des Krieges durch die SS. Weiters werden die Herausforderungen und Schikanen des Pfarrers unter der Herrschaft des NS-Regimes betrachtet, seine früheren Probleme mit den „Illegalen“ bis zu einem Verhör durch die Gestapo. Auch werden die letzten Kriegstage des Ortes analysiert, als ständig die Front wechselte und sowohl dies SS als auch die Russen den Dorfbewohnern massive Probleme bereiteten. Diese „Dunklen Stunden“ wirkten nach lange bei den Bewohnern nach und sollten ebenfalls den Ort für immer prägen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
St. Corona Karl Moser Tagebuchanalyse Pfarrgedenkbuch Nationalsozialismus 2. Weltkrieg
Autor*innen
Martin Fuchs
Haupttitel (Deutsch)
Ein Ort zwischen den Fronten - Tagebuchanalyse zu den Aufzeichnungen von Pfarrer Karl Moser über die Gesinnung der Bevölkerung des Ortes St. Corona am Schöpfl zum Nationalsozialismus
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
135 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Oliver Rathkolb
Klassifikation
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte
AC Nummer
AC15483040
Utheses ID
52059
Studienkennzahl
UA | 190 | 406 | 313 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1