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Gjama - Totenklage der Männer
ein Totenritual bei den Malisoren in Nordalbanien und Ostmontenegro“
Bubulinë Syla
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Musikwissenschaft
Betreuer*in
Julio César Mendívil Trelles
DOI
10.25365/thesis.59013
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15562.34050.710083-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das Gjama (Männer-Totenklage) ist ein mächtiges Todesritual innerhalb der albanischen Tradition. In dieser vorliegenden Arbeit wird eine ausführliche Beschreibung und Analyse des Gjama-Rituals bei den katholischen Malisoren in Nordalbanien und Ostmontenegro gegeben. Der Begriff ‘Gjama‘ konnotiert mit Katastrophe, Weinen, Trauer, Betrübnis, Stöhnen usw. Daher ist das Gjama ein Typus von Totenklage, der mit körperlichen und gestischen Artikulationen und Ausrufe der Trauer zusammentreffen kann.
Das Ritual führt die Toten Verstorbenen Personen von der Welt der Lebenden, in die der Toten, mithilfe von zahlreichen symbolischen Elementen. Dieser Übergang erleichtert den Weg für die Verstorbenen ins Jenseits und bringt so mehr Stabilität mit sich. Daher gehört das Gjama in das Dreiphasenschema von Van Gennep und in die Schwellenphase von Turner und als solches wurde es in dieser Masterarbeit auch betrachtet.
Die Ergebnisse dieser Arbeit beschäftigen sich mit den Merkmalen des Gjama-Rituals im Nordalbanien und Ostmontenegro. Das Gjama-Ritual bewegt sich in Zeit und Raum, verehrt und bedankt den Toten in unterschiedlichen Räumen und Zeiten durch bestimmte Ausrufe und Gestikulationen. Innerhalb des Gjama sind zwei Formen zu erkennen: das kollektive und das individuelle Gjama. Die Aufführung des Rituals ist je nach Region unterschiedlich. Die Ausrufe, Gebärde und Bewegungen treten beim kollektiven Gjama mit einer musikalischen Struktur auf, während beim individuellen Gjama die Taten des Toten in einer Art Lebensgeschichte erzählt werden. Abschließend ist das Gjama eine sehr alte Form von Ausdruck von menschlicher Trauer, die immer weniger praktiziert wird und die Aufführung dieses Rituals wird wohl bald nur dokumentiert und archiviert werden.
Abstract
(Englisch)
The Gjama (Men Lamentation) is a powerful death ritual within the Albanian tradition. This master thesis lays out a detailed overview and analysis of the Gjama Ritual discussed among the Catholic Malisor in Northern Albania and Eastern Montenegro. The term ‘Gjama’ connotes catastrophe, crying, sadness, groaning, etc. Therefore, the Gjama is a type of Lamentation, which can be combined with physical and gestural articulations and exclamations of mourning. The ritual accompanies the people from the world of living into the world of dead. This passage is marked through numerous of symbolic elements. This transition helps the dead to find the new way of the new world and brings more stability with it. Therefore, the Gjama belongs in the Rites of Passage of Van Gennep and in the threshold-phase of Turner, and as such is treated/observed in this thesis as well. The results of this paper determine the characteristics of Gjama ritual of northern Albania and eastern Montenegro. Gjama ritual moves in space and time through the specific exclamations and gestures. There are two types of Gjama: the collective and individual Gjama. The performance of this ritual varies depending on the region. The exclamations, gestures, and movements occur in the collective Gjama with a musical structure, while in the individual Gjama the main theme is story-telling about the deeds of the deceased. In conclusion, Gjama appears as an ancient form of human expression of grief that nowadays is much less practiced, which means, the performance of this ritual will probably remain only documented and archived in the days ahead.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Ritual Lamentation Men Lamentation Gjama
Schlagwörter
(Deutsch)
Ritual Totenklage Männer Totenklage Gjama
Autor*innen
Bubulinë Syla
Haupttitel (Deutsch)
Gjama - Totenklage der Männer
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Totenritual bei den Malisoren in Nordalbanien und Ostmontenegro“
Paralleltitel (Englisch)
Gjama - men lamentation : a death ritual by the Malisoren in Northern Albania and Eastern Montenegro
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
87 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Julio César Mendívil Trelles
Klassifikation
73 Ethnologie > 73.57 Kulte, Riten
AC Nummer
AC15679760
Utheses ID
52101
Studienkennzahl
UA | 066 | 836 | |
