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Der Bader im Spätmittelalter
Analyse eines medizinischen Berufes, welcher neben der Ambivalenz von Hygiene, Krankheiten und Badekultur, eine ebenso wichtige soziologische Bedeutung hatte
Philipp Michael Heisz
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Meta Niederkorn
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.59057
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19653.96754.318173-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Rolle des Baders im Spätmittelalter wurde Gegenstand meiner Forschungen, aus deren Ergebnissen die Diplomarbeit entstand. Wesentliche Ergebnisse sind: Dabei sind verschiedene Faktoren auf keinen Fall außer Acht zulassen. Zunächst ist die zeitliche Komponente. Schließlich muss man zunächst den spätmittelalterlichen Hygiene-, sowie Medizinbegriff betrachten, der sich ohne Zweifel zur Gegenwart grundlegend unterscheidet. Hierbei ist zu erwähnen, dass zum Beispiel die Reinigung des Gewandes einen höheren Stellenwert hatte, als die Sauberkeit des eigenen Körpers. Der nächste Eckpfeiler meiner Forschung sind mit Sicherheit die sozial-topographischen Bedingungen. Die Menschen konnten dem Besuch in der Badestube nur dann nachgehen, wenn auch eine vorhanden war. Da diese Leistung am Land aufgrund von Kostengründen nur vereinzelt leistbar war, lagen die Badestuben auch zumeist in der Stadt. Aus der soziologischen Sicht dienten der Bader, wie auch die weiteren heilpraktischen Berufsfelder, für das „einfache“ Volk. Für die Bewohner einer Stadt war der Besuch einer Badestube zu bestimmten Zeiten im Jahr keineswegs nur aus hygienischen Gründen. Neben den diversen medizinischen Tätigkeiten, die angeboten wurden, war der gesellschaftliche Faktor ein wesentlicher Bestandteil dieser Institution. Ab dem 14. Jahrhundert kamen zunehmend die akademisch gebildeten Ärzte in den Vordergrund. Hierbei kommt jedoch abermals die soziale bzw. topographische Komponente zu tragen, denn zum einen sind die Leistungen dieser doctores für die Bevölkerung aus den niederen sozialen Schichten kaum leistbar. Die Ärzte praktiziertem daher häufig an weltlichen und geistlichen Höfen; die heilpraktischen Handwerker, zu welchen neben der Hebamme und den Chirurgen auch der Badet zählt, blieben daher essentiell für den Großteil der Bevölkerung. Zusammenfassend erschließt sich die Rolle des Baders anhand zeitlicher, topographischer und sozialer Faktoren.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Bader Mittelalter Medizin Hygiene Berufe
Autor*innen
Philipp Michael Heisz
Haupttitel (Deutsch)
Der Bader im Spätmittelalter
Hauptuntertitel (Deutsch)
Analyse eines medizinischen Berufes, welcher neben der Ambivalenz von Hygiene, Krankheiten und Badekultur, eine ebenso wichtige soziologische Bedeutung hatte
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
109 Seiten : Illustration
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Meta Niederkorn
Klassifikation
15 Geschichte > 15.33 Hoch- und Spätmittelalter
AC Nummer
AC15485810
Utheses ID
52138
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1