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Die Bandkeramik im Horner Becken
Studien zur Struktur einer frühneolithischen Siedlungskammer
Franz Pieler
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Eva Lenneis
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29768.12959.747060-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Thema der vorliegenden Arbeit sind Besiedlungsgeschichte und Struktur einer jungsteinzeitlichen Siedlungskammer. Für derartige Untersuchungen bot sich das Horner Becken als geradezu ideal an, da aufgrund einer über 150 jährigen Forschungstradition bereits zahlreiche Fundstellen bekannt waren. Die Grundlage der Arbeit bildet ein Katalog sämtlicher bandkeramischer Fundplätze, in dem die geographischen Daten, wie exakte Position oder Ausdehnung, mit dem jeweiligen Fundinventar zusammengeführt wurden, um die typologische und chronologische Einordnung der Siedlungen zu ermöglichen. Bei der Zusammensetzung der Fundinventare konnten drei charakteristische Muster beobachtet werden, die mit den Größenklassen der räumlichen Ausdehnung korrespondieren; Es erschien plausibel diese Muster als unterschiedliche Siedlungstypen zu interpretieren. Für die topographischen Angaben zur Lage der Plätze und ihrer Ausdehnung waren umfangreiche Geländebegehungen notwendig. Zur räumlichen Organisation bandkeramischer Siedlungen wurden zusätzlich Feinbegehungen innerhalb eines Teilbereichs des Horner Beckens durchgeführt. Hierdurch ließ sich das Verhältnis von unmittelbarem Hausbereich und Aktivitätsumfeld erkennen. Anhand der Struktur der Fundstreuungen dürfte es sogar möglich sein, mehrphasige Einzelhöfe von kleinen Siedlungen zu unterscheiden. Ein wesentliches Ergebnis stellt die Erkenntnis dar, dass es in der Region offenbar jeweils nur einen Zentralort gegeben hatte, da die beiden in Frage kommenden Plätze einander ablösten. Im Laufe der Bandkeramik zeichnet sich eine Entwicklung ab, die von einer relativ kleinen Gruppe mittelgroßer, etwa 2-4 ha umfassender Siedlungen zu einer großen Anzahl sehr kleiner Plätze geht. Der Trend zu kleinen Siedlungsplätzen dürfte sich im Mittelneolithikum fortsetzen. Beim abschließenden Vergleich des Horner Beckens mit der Gesamtsituation im nördlichen Niederösterreich zeigten sich vergleichbare Strukturen, sodass das Untersuchungsgebiet als Modellregion betrachtet werden kann.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Bandkeramik Landschaftsarchäologie Siedlungsentwicklung
Autor*innen
Franz Pieler
Haupttitel (Deutsch)
Die Bandkeramik im Horner Becken
Hauptuntertitel (Deutsch)
Studien zur Struktur einer frühneolithischen Siedlungskammer
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
255 S., [46] Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Eva Lenneis ,
Gerhard Trnka
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.15 Archäologie ,
15 Geschichte > 15.19 Vor- und Frühgeschichte ,
71 Soziologie > 71.20 Formen des Zusammenlebens: Allgemeines
AC Nummer
AC07451759
Utheses ID
5215
Studienkennzahl
UA | 092 | 309 | |
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