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Jüdische Identitätsdiskurse der österreichischen Sozialdemokratie in den Zeitungen "Jüdische Volksstimme" und "Arbeiter-Zeitung" in der späten Habsburgermonarchie
Theresa Gillinger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Italienisch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Annemarie Steidl
Mitbetreuer*in
Tamara Scheer
DOI
10.25365/thesis.59236
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19653.62544.305715-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der späten Habsburgermonarchie identifizierten sich bereits weite Bevölkerungsteile mit Nationalitätenkonzepten. Die Regierung hatte zuvor durch Sprachklassifikationen und -standardisierungen einen erheblichen Beitrag zur Herausbildung von Nationalitäten geleistet. Die Bewegung des politischen Zionismus forderte die Anerkennung von Jüd*innen als Nationalität. In der österreichischen Sozialdemokratie widmete man sich der „Nationalitätenfrage“. Die zionistische Bewegung hingegen wurde in der sozialdemokratischen Arbeiter-Zeitung entweder nicht wahrgenommen oder offenkundig verachtet. In mehreren Artikeln wurde auf antisemitische Vorurteile, wie den „geldgierigen Juden“, zurückgegriffen. Die zionistische Zeitung Jüdische Volksstimme kritisierte diese Haltung und Praxis in zahlreichen Beiträgen des Analysezeitraums 19001910. Ein häufiger Vorwurf lautete, dass die Sozialdemokratie die „Judenfrage“ und den wachsenden Antisemitismus ignorieren würde. Sozialdemokrat*innen, die ursprünglich aus jüdischen Familien stammten, sich aber assimilierten und taufen ließen (Victor Adler bspw.), wurde vorgeworfen an „jüdischem Selbsthass“ zu leiden. In der Arbeiter-Zeitung reagierte man nicht auf die Kritik der Jüdischen Volksstimme. Die Diskussion über das Verhältnis von Sozialismus und Zionismus wurde in der Jüdischen Volksstimme sehr intensiv geführt, während sich die Arbeiter-Zeitung damit nicht befasste. In der österreichischen Sozialdemokratie hielt man an der Hoffnung fest, dass sich der Antisemitismus durch den Sozialismus und die Assimilierung von Jüd*innen aufheben würde. Ziel der Arbeit ist es jüdische Identitätsdiskurse, die das Verhältnis der zionistischen Bewegung und der österreichischen Sozialdemokratie der späten Habsburgermonarchie umspannen, anhand der Zeitungen Jüdische Volksstimme und Arbeiter-Zeitung aufzuzeigen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Austrian Social Democracy Late Habsburg Monarchy Jewish Identity Discourses Socialism Nationalism Zionism Antisemitism Arbeiter-Zeitung Jüdische Volksstimme Nationalities
Schlagwörter
(Deutsch)
Österreichische Sozialdemokratie Späte Habsburgermonarchie Jüdische Identitätsdiskurse Sozialismus Nationalismus Zionismus Antisemitismus Arbeiter-Zeitung Jüdische Volksstimme "Nationalitätenfrage"
Autor*innen
Theresa Gillinger
Haupttitel (Deutsch)
Jüdische Identitätsdiskurse der österreichischen Sozialdemokratie in den Zeitungen "Jüdische Volksstimme" und "Arbeiter-Zeitung" in der späten Habsburgermonarchie
Paralleltitel (Englisch)
Discourses on Jewish identity of the Austrian Social Democracy found in the newsapapers "Jüdische Volksstimme" and "Arbeiter-Zeitung" during the late Habsburg monarchy
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
119 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Annemarie Steidl
AC Nummer
AC15493110
Utheses ID
52302
Studienkennzahl
UA | 190 | 350 | 313 |
