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Ein qualitativer Vergleich des Fruktifikationsaufkommens der Makromyzeten im Zaubertal westlich von Linz der Jahre 2015 und 2018
Katharina Leitner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Biologie und Umweltkunde UF Bewegung und Sport
Betreuer*in
Irmgard Krisai-Greilhuber
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.59261
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26558.33674.443365-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Dies ist die zweite Diplomarbeit über das Themengebiet Makromyzeten im Zaubertal, einem Stadtteil westlich von Linz im Bezirk Linz Land. Sie dient einer erneuten qualitativen Analyse der vorkommenden Taxa westlich von Linz und dem Vergleich der Taxa von 2015 und 2018. Dabei wurden zwei Waldgebiete auf vorkommende Pilzarten untersucht. Es handelt sich um Mischwälder, Standort 1 verkörpert das größere Waldstück mit einem Bach und vereinzelten Nadelbäumen, Standort 2 ist ein kleines verwildertes Grundstück, das seit 30 Jahren quasi unberührt ist. Die Forschung dauerte etwas länger als einen Monat, dabei wurden die Pilze teilweise vor Ort, teilweise in Wien in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Irmgard Krisai-Greilhuber bestimmt. Aufgabe dieser Arbeit ist es, einen Einblick in die mikro- und makroskopischen Merkmale der erfassten Taxa zu geben und die mykofloristische Kartierung Österreichs zu erweitern und zu ergänzen. Das Pilzwachstum im Zaubertal kann außerdem auch stellvertretend für ähnliche Vegetationsformen als Anhaltspunkt dienen. Die gefundenen Taxa im Jahr 2018 wurden mit denen von 2015 verglichen und anhand von ökologischen und klimatischen Parametern ausgewertet. Der Sammelzeitraum wurde von September bis Anfang November 2018 definiert. Insgesamt konnten 94 Taxa in den Untersuchungsgebieten festgestellt werden. Mehr als dreiviertel der Taxa waren Basidiomycota, 22% gehörten den Ascomycota an und 2% waren Myxomycota. Von allen gefundenen Pilzen war der Großteil, nämlich 71% saprotroph, 20% waren parasitisch und 2% mykorrhiziert. Die artenreichsten Ordnungen waren Agaricales und Polyporales mit jeweils 27 Taxa und 30%. Die drittartenreichste Ordnung war Russulales mit 11 Taxa und 12%. Das Klima im Jahr 2018 war insgesamt wärmer und niederschlagsreicher als 2015, allerdings gab es weniger Maximalwerte. Verglichen mit dem Jahr 2015 gab es 38 Taxa, das sind 29% der gesamt erfassten Taxaanzahl im Zaubertal, überschneidende Arten, 27 Arten kamen nur 2015 vor, 56 Arten, das sind 43% nur im Jahr 2018. 2015 gab es nur 11% Ascomycota, dafür 84% Basidiomycota. Vergleicht man die Trophie der beiden Jahre, so zeigt sich, dass 2018 wesentlich mehr parasitische (+12%) und symbiontische (+11%) Pilze vorhanden waren. Auf Ordnungsniveau lassen sich Parallelen zwischen den beiden Jahren erkennen: 2015 gab es 27 Taxa, das sind 37%, Agaricales und 18 Taxa, das sind 25%, Polyporales. An dritter Stelle steht 2015 allerdings die Ordnung Xylariales mit 7 Taxa und 10%. Die gewonnen Daten lassen vermuten, dass die klimatischen und vegetationsökologischen Bedingungen maßgeblich für das Auftreten mykologischer Biodiversität ist. Es benötigt also nicht nur eine Bestandsaufnahme, um die Taxa an einem Ort zu erfassen, und selbst nach mehrmaligen Untersuchungen können in diesem Gebiet neue Arten gefunden werden. Pilzfloristische Untersuchungen müssen daher unbedingt über mehrere Jahre durchgeführt werden, um ein repräsentatives Ergebnis zu bekommen.
Abstract
(Englisch)
This is the second diploma thesis about the topic of macromycetes in Zaubertal, a western part of the city Linz. A qualitative mapping of macromycetes in the year 2018 was performed in two forest sampling plots, just like in the year 2015 in order to be able to compare the two years. The vegetational circumstances include mixed forests with mostly broadleaf trees. Approximately every second week there was a foray to collect new species. With the help of Dr. Irmgard Krisai-Greilhuber of the University of Vienna from the Department of Botany and Biodiversity research all fungi could be identified. Aim of this thesis is to broaden the mycofloristic mapping of Austria, to describe all the new taxa of 2018 in Zaubertal from a microscopic and macroscopic view including also ecological and distributional aspects of the fungi. In addition, some climatic aspects were explained to help the process of interpreting. In the end, the taxa found in 2018 were confronted to the species of 2015. From September to November 2018 94 fungal taxa were found in Zaubertal. More than two thirds belonged to the Basidiomycota and 22% to the Ascomycota. The major part, 71%, were saprobionts, 20% were parasites and 2% mycorrhizal. The most species-rich orders were Agaricales and Polyporales with 27 taxa and 30% each. On third place there were Russulales with 11 taxa and 12%. In comparison with the year 2015, the year 2018 was climatically a warmer year, although there was more rainfall. Comparing the taxa found in each year, 28 taxa were congruent, that are 29% of all taxa found in Zaubertal; 27 taxa only appeared in 2015, 56 were only found in 2018. In the year 2018 there were 12% more parasitic and 11% more symbiotic taxa. The major orders 2015 were Agaricales and Polyporales as well. On the third place there were Xylariales with 10%. The second fungi recording in this area provides a deeper insight in the biodiversity of fungi in autumn 2015 and 2018. It also proves that more than one mapping is necessary to collect the existing species in one area an even than not all taxa might be found.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Mycology fungi mucorrhiza saprobiont Upper Austria ecology macromycotes
Schlagwörter
(Deutsch)
Mykologie Pilze Mykorrhiza saprotroph Oberösterreich Vegetationsökologie Makromyzeten
Autor*innen
Katharina Leitner
Haupttitel (Deutsch)
Ein qualitativer Vergleich des Fruktifikationsaufkommens der Makromyzeten im Zaubertal westlich von Linz der Jahre 2015 und 2018
Paralleltitel (Englisch)
A qualitative comparison of the emergence of fructification of macromycetes in the Zaubertal west of Linz of the years 2015 and 2018
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
65 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Irmgard Krisai-Greilhuber
Klassifikation
42 Biologie > 42.51 Mycophyta, Lichenes
AC Nummer
AC15490131
Utheses ID
52325
Studienkennzahl
UA | 190 | 445 | 482 |
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